Stundenbücher

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Isabel la Catolica

Als Stundenbuch bezeichnet man ein standardisiertes, außerhalb des liturgischen Jahreskreises stehenden Andachtsbuch für Laien, eingeteilt in verschiedene Andachten, deren Struktur aus dem Chorgebet übernommen wurde, dessen Texte aber von der Kirche nicht kontrolliert wurden. Ein Stundenbuch beinhaltet die wichtigsten Elemente aus dem Brevier, wie z. B. Fürbittengebete zu den Heiligen, das Kalendarium, Kleine Tageszeiten, Bußpsalmen, Litanei, Totengottesdienst. Hinzu kamen weitere Texte, insbesondere Mariengebete und Psalmen. Die Reihenfolge und die Zusammensetzung konnte stark variieren. Im Mittelpunkt der Stundenbücher stand die Marienverehrung.

Das Stundenbuch der Margarete von Orlèans

Entstehung: 15. Jahrhundert

Paris, Bibliothèque nationale de France

Format: 20,7 x 15,0 cm

Umfang: 420 Seiten

Miniaturen: Das Stundenbuch beinhaltet 41 Miniaturen, 24 Kalendermedaillons und 42 historische Bordüren

Einband: Roter Ledereinband mit zweifarbigen Lederpartien und feiner Goldprägung in Schuber aus Acrylglas

Auflage: 680 handnummerierte Exemplare

Inkl. Kommentarband

 

In der Buchmalerei gilt das 15.Jahrhundert als das Jahrhundert des Stundenbuchs. Dank seiner originellen Bildfindungen ragt ein bestimmtes Stundenbuch aus den zahlreichen künstlerischen Schöpfungen dieser Zeit weit heraus. Es ist das Stundenbuch der Margarete von Orléans. Seine leuchtenden, mit feinstem Pinsel gemalten Miniaturen gehören zu den schönsten seiner Epoche. Berühmt wurde die Handschrift aber wegen der zauberhaften, mit atemloser Phantasie ausgemalten Bordüren, die es zusätzlich zu einem einzigartigen

Zeitzeugnis des Lebens im Mittelalter machen.

Das Stundenbuch der Margarete von Orlèans

6.980,00
inkl. MwSt.
Bei Bestellungen unter 50,00 € fallen folgende Versandkosten an: Innerhalb Deutschlands 3,90 € , innerhalb Europas 6,90 €
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Das Stundenbuch der Margarete von Orlèans

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Offizium der Madonna

 

Entstanden: 15. Jahrhundert in Flandern

Biblioteca Apostolica Vaticana

Format: 7,8 x 10,5 cm
Umfang: 474 Seiten

Miniaturen: 34 ganzseitige Miniaturen, 14 Schmuckinitialen und über 1200 Farbinitialen. Ziselierter Goldschnitt
Einband: Rote Duchesseseide. Versilberter Einband mit 5 Granatsteinen und 2 Schmuckperlen.

Die Lieferung erfolgt in einer seidengefütterten roten Lederkassette.
Auflage: 555 nummerierte Exemplare, Vorzugsausgabe.
Coron Verlag

Beim Verlag vergriffen!

 

Diese Handschrift ist geprägt durch die hochentwickelte flämische Buchmalerei. Das wird schon durch die wunderschönen Blumen und Insekten als Randdekor deutlich. Unter anderem wirkte auch der anonyme Meister, die die Davidszene des berühmten Brevarium Grimani aufgeführt hat, in diesem vatikanischen Stundenbuch.

Rosario de Juana de la Loca

Der Rosenkranz Johannas der Wahnsinnigen

Entstanden: 1. Hälfte 16. Jahrhundert, Brügge
The Cambridge Fitzwilliam Museum & The Boston Public Library
Umfang: 40 Seiten
Format: 11 x 9 cm
Miniaturen: 16 ganzseitige Miniaturen, 14 Initialen (Gold / Silber)
Einband: Roter Samteinband mit zwei Schließbändchen und Wappen
Auflage: 999 nummerierte Exemplare

Johanna I. ,die Wahnsinnige', 1504-55 Königin von Kastilien und Aragon, Tochter Ferdinands II. und Isabellas der Katholischen, geistig verwirrt, doch als Erbin der Kronen anerkannt, vom eigenen Vater für regierungsunfähig erklärt und 1509 von Staatsaufgaben entbunden. Er gab das Werk zu Beginn des 16. Jahrhunderts bei Simon Bening in Auftrag.

Diese Handschrift besteht aus den fünfzehn Gebeten, die den fünfzehn Geheimnissen der Jungfrau entsprechen. Begleitet werden diese ungewöhnlicher weise auf Spanisch geschriebenen Gebete von den jeweils dazugehörigen Miniaturen.

Der Wunsch der Sammler, dieses Meisterwerk zu besitzen, ist der Grund dafür, dass einige seiner Blätter vom Kodex getrennt wurden, so dass sich heute Teile in den USA und Teile in Europa befinden.

Grandes Horas de Rouen

Entstanden: 1503

Stadtbibliothek von Rouen

Umfang: 212 Seiten

Format: 225 x 165 mm

Einband: Grüner Samteinband mit silbernen Metallschließen und einem ovalen Medaillon in der Mitte des Vorderdeckels mit dem Bild der Heiligen Familie.

Auflage: 505 nummerierte Exemplare

 

Das Große Stundenbuch von Rouen, das in der Stadtbibliothek von Rouen aufbewahrt wird, ist zweifelsohne das Meisterwerk des berühmten französischen Verlegers und Buchhändlers Antoine Vérard.

 

Antoine Vérard leitete zwischen 1485 und 1512 eine Werkstatt in Paris, in der einerseits luxuriöse Manuskripte kalligraphiert und illuminiert wurden und andererseits Bücher gedruckt wurden, in denen die Illustration eine zentrale Rolle spielte. Holzstiche spielten eine wesentliche Rolle in einer kommerziell erfolgreichen Werkstatt. Die für berühmte Persönlichkeiten bestimmten Exemplare wurden auf Pergament gedruckt und anschließend reichlich illuminiert. So entstanden einzigartige und exklusive Schmuckstücke, die dazu beitrugen, die Vorliebe für illustrierte Bücher in Frankreich zu verbreiten.

Das Grandes Horas de Rouen ist ein deutliches Beispiel für die außergewöhnliche Qualität und den Reichtum der Bücher von Verard. Die verwendete Typografie ist von großer Perfektion, eine elegante gotische Schrift. Zwischen den gedruckten Seiten befinden sich einige handschriftliche Texte am Anfang und fast am Ende des Buches. Viele Miniaturen sind mit floralen Motiven verziert, meist Akanthusblättern in Himmelblau, Rot oder Gold. Darüber hinaus zieren zahlreiche handgemalte Initialen den gedruckten Text.

Das Schwarze Stundenbuch

Entstanden: 1475, Brügge
Umfang: 242 Seiten
Format: 17 x 12 cm
Miniaturen: 14 großformatige Miniaturen, blau-goldene Bordüren, und smaragdgrün
hinterlegte Zierinitialen in Originalgröße und farbgetreu faksimiliert
Einband: Schwarzer Samt, vergoldete Zierknöpfe und eine vergoldete Schließe
Auflage: 980 limitierte Exemplare
Inkl. Kommentarband

Das Schwarze Stundenbuch M. 493, das heute in der Pierpont Morgan Library, New York gehütet wird, ist um 1475 in Brügge entstanden, vermutlich im Umkreis von Willem Vrelant, dem zu dieser Zeit führenden Buchmaler der Stadt. Das Schwarze Stundenbuch ist eine Prunkhandschrift allerersten Ranges. Alle 242 Seiten sind schwarz gefärbt. Damit sich das Geschriebene gut vom dunklen Hintergrund abhebt, kommen für die Gestaltung der Miniaturen und der Schrift außer Bleiweiß und Deckfarben nur Gold- und Silbertinte oder Blattgold in Frage. Weltweit sind nur noch drei schwarze Pergamenthandschriften als gebundene Codices erhalten. Der Codex M. 493 ist allerdings der einzige, der ganzseitige Miniaturen enthält.

Das Sobieski-Stundenbuch

Schmuckstück der königlichen Sammlung auf Schloss Windsor

 

Entstanden: Um 1430, Paris
Windsor Castle, The Royal Library
Format: ca. 27,5 x 18,5 cm
Umfang: 468 Seiten
Miniaturen: 60 Miniaturen mit über 400 Einzelszenen, Textseiten mit goldenem Rankenschmuck, Blatt- und Pinselgold, Silber, Ziselierungen
Einband: roter Samteinband mit goldenen Zierelementen
Inkl. Kommentarband
Auflage: 680 nummerierte Exemplare
Quaternio Verlag
Antiquarisches Exemplar

 

Die Prachthandschrift, entstanden in Paris auf dem Zenith der gotischen Buchmalerei, ist Teil der British Royal Collection, die Ihre Majestät Königin Elisabeth II. treuhänderisch für die britische Nation bewahrt.

Das Sobieski-Stundenbuch wurde nach einen seiner berühmten Besitzer, König Johann III. Sobieski von Polen benannt.

Das Sobieski Stundenbuch stammt vom Bedford-Meister, einer der bedeutendsten Buchmaler der französischen Gotik und begeistert Kunsthistoriker und Handschriftenfreunde weltweit.

Das monumentale Werk mit 60 ganzseitigen Miniaturen mit über 400 Szenen auf 234 Folios zeigt eine unglaubliche Fülle an Details. Der besondere Reiz der Bild-Kompositionen des Bedford-Meisters liegt zum einen in der überbordenden Erzählfreude, zum anderen in der genialen Weise, in der er die Szenenfülle so organisiert, dass die Miniaturen ein harmonisches Ganzes ergeben, dass das Auge erfreut.

Ein Vorwort Seiner Königlichen Hoheit Prinz Charles, Prince of Wales, leitet den Kommentarband ein.

Das Sobieski-Stundenbuch

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Schmuckstück der königlichen Sammlung auf Schloss Windsor

 

Entstanden: Um 1430, Paris
Windsor Castle, The Royal Library
Format: ca. 27,5 x 18,5 cm
Umfang: 468 Seiten
Miniaturen: 60 Miniaturen mit über 400 Einzelszenen, Textseiten mit goldenem Rankenschmuck, Blatt- und Pinselgold, Silber, Ziselierungen
Einband: roter Samteinband mit goldenen Zierelementen
Inkl. Kommentarband
Auflage: 680 nummerierte Exemplare
Quaternio Verlag

 

Das Sobieski-Stundenbuch in all seiner Pracht gehört zu den künstlerischen Höhepunkten der gotischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts. Heute wird es als wertvolle Zimelie der Royal Library auf Schloss Windsor streng gehütet. Mit seiner Faksimile-Edition eröffnet der Quaternio Verlag Luzern Ihnen erstmals einen Zugang zu diesem exklusiven Bücherschatz.

Das Sobieski-Stundenbuch: Was für Gemälde! Welch ein Farbrausch! Was für großartige Bildkompositionen, die dem Bedford-Meister zugeschrieben werden! Buchmalerei, die vor Staunen sprachlos macht. Es ist eine Pracht fürs Auge, ein Vergnügen zu schauen! Schwelgen Sie in Gold und Farben und entdecken Sie die Fülle an Details in den strahlenden Bildern, welche die ganze Vielfalt spätmittelalterlichen Lebens widerspiegeln!

„Wie kaum ein zweites Stundenbuch entführt das Sobieski-Stundenbuch den Betrachter mit seinen facettenreichen Bilderwelten in die faszinierende Gedankenwelt des leuchtenden Mittelalters. Es ist eines der schönsten Stundenbücher überhaupt!“ (KarlGeorg Pfändtner, Staats- und Stadtbibliothek Augsburg)

Das Sobieski-Stundenbuch ist ein Höhepunkt der spätgotischen Pariser Buchmalerei. Ein einzelner Buchmaler hätte ein solch monumentales Werk kaum ohne Unterstützung schaffen können. In den Jahren um 1430 haben daher einige der begabtesten Buchmaler Frankreichs an seiner Vollendung mitgewirkt. Wo der berühmte Bedford-Meister die Miniaturen wegen ihrer großer Zahl nicht selbst ausführen konnte, legte er sie doch zumindestens an oder gab seinen Mitarbeitern genaue Instruktionen. Dabei war der Austausch mit anderen Ateliers nichts Ungewöhnliches; und so waren auch der Fastolf-Meister und der Meister der Münchner Legenda aurea als Buchkünstler an der Erfüllung dieses Großauftrags beteiligt.

Auf verschlungenen Wegen
Gegen Ende des 15. Jahrhunderts befand sich das Sobieski-Stundenbuch im Besitz des Bücher liebenden Bischofs von Raab und Erlau. Im 17. Jahrhundert kam es an den Hof des polnischen Königs Johann III. Sobieski und erhielt dort seinen heutigen goldverzierten Samteinband. Die Enkelin des Königs, Maria Clementia Sobieska, heiratete 1719 den englischen und schottischen Thronprätendenten James Francis Edward Stuart. Ihr jüngerer Sohn, Henry Benedict Stuart, Kardinalherzog von York, vermachte die prachtvolle Handschrift vor seinem Tod 1807 dem englischen Kronprinzen George. Dessen Bruder und Nachfolger als König, William IV, ließ später die Räume für die Royal Library auf Schloss Windsor einrichten.

Rätsel um die Auftraggeberin
Es stellt sich die Frage, für wen das Sobieski-Stundenbuch ursprünglich geschaffen wurde. Gibt uns die Vita der heiligen Margarete, deren Text als einziger in französischer Sprache eingeschoben ist, einen Hinweis? Für die Empfängerin der Handschrift scheint diese jedenfalls von besonderer Bedeutung gewesen zu sein. Betend ist sie mit kostbarem Gewand und burgundischer Haube in der Miniatur auf fol. 162v dargestellt. Die Vorhänge ihrer Bettstatt sind grün, eine Farbe, die für die Geburtszimmer der Damen aus der französischen Königsfamilie reserviert war. Deutet all dies auf Margarete von Bretagne hin, die Enkelin König Karls VI. von Frankreich? Der Kommentarband zum Faksimile bringt Licht in dieses Dunkel.

(Quelle: Quaternio Verlag)

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Das Sobieski-Stundenbuch

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Schmuckstück der königlichen Sammlung auf Schloss Windsor

 

Entstanden: Um 1430, Paris
Windsor Castle, The Royal Library
Format: ca. 27,5 x 18,5 cm
Umfang: 468 Seiten
Miniaturen: 60 Miniaturen mit über 400 Einzelszenen, Textseiten mit goldenem Rankenschmuck, Blatt- und Pinselgold, Silber, Ziselierungen
Einband: roter Samteinband mit goldenen Zierelementen
Inkl. Kommentarband
Auflage: 680 nummerierte Exemplare
Quaternio Verlag

 

Das Sobieski-Stundenbuch in all seiner Pracht gehört zu den künstlerischen Höhepunkten der gotischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts. Heute wird es als wertvolle Zimelie der Royal Library auf Schloss Windsor streng gehütet. Mit seiner Faksimile-Edition eröffnet der Quaternio Verlag Luzern Ihnen erstmals einen Zugang zu diesem exklusiven Bücherschatz.

Das Sobieski-Stundenbuch: Was für Gemälde! Welch ein Farbrausch! Was für großartige Bildkompositionen, die dem Bedford-Meister zugeschrieben werden! Buchmalerei, die vor Staunen sprachlos macht. Es ist eine Pracht fürs Auge, ein Vergnügen zu schauen! Schwelgen Sie in Gold und Farben und entdecken Sie die Fülle an Details in den strahlenden Bildern, welche die ganze Vielfalt spätmittelalterlichen Lebens widerspiegeln!

„Wie kaum ein zweites Stundenbuch entführt das Sobieski-Stundenbuch den Betrachter mit seinen facettenreichen Bilderwelten in die faszinierende Gedankenwelt des leuchtenden Mittelalters. Es ist eines der schönsten Stundenbücher überhaupt!“ (KarlGeorg Pfändtner, Staats- und Stadtbibliothek Augsburg)

Das Sobieski-Stundenbuch ist ein Höhepunkt der spätgotischen Pariser Buchmalerei. Ein einzelner Buchmaler hätte ein solch monumentales Werk kaum ohne Unterstützung schaffen können. In den Jahren um 1430 haben daher einige der begabtesten Buchmaler Frankreichs an seiner Vollendung mitgewirkt. Wo der berühmte Bedford-Meister die Miniaturen wegen ihrer großer Zahl nicht selbst ausführen konnte, legte er sie doch zumindestens an oder gab seinen Mitarbeitern genaue Instruktionen. Dabei war der Austausch mit anderen Ateliers nichts Ungewöhnliches; und so waren auch der Fastolf-Meister und der Meister der Münchner Legenda aurea als Buchkünstler an der Erfüllung dieses Großauftrags beteiligt.

Auf verschlungenen Wegen
Gegen Ende des 15. Jahrhunderts befand sich das Sobieski-Stundenbuch im Besitz des Bücher liebenden Bischofs von Raab und Erlau. Im 17. Jahrhundert kam es an den Hof des polnischen Königs Johann III. Sobieski und erhielt dort seinen heutigen goldverzierten Samteinband. Die Enkelin des Königs, Maria Clementia Sobieska, heiratete 1719 den englischen und schottischen Thronprätendenten James Francis Edward Stuart. Ihr jüngerer Sohn, Henry Benedict Stuart, Kardinalherzog von York, vermachte die prachtvolle Handschrift vor seinem Tod 1807 dem englischen Kronprinzen George. Dessen Bruder und Nachfolger als König, William IV, ließ später die Räume für die Royal Library auf Schloss Windsor einrichten.

Rätsel um die Auftraggeberin
Es stellt sich die Frage, für wen das Sobieski-Stundenbuch ursprünglich geschaffen wurde. Gibt uns die Vita der heiligen Margarete, deren Text als einziger in französischer Sprache eingeschoben ist, einen Hinweis? Für die Empfängerin der Handschrift scheint diese jedenfalls von besonderer Bedeutung gewesen zu sein. Betend ist sie mit kostbarem Gewand und burgundischer Haube in der Miniatur auf fol. 162v dargestellt. Die Vorhänge ihrer Bettstatt sind grün, eine Farbe, die für die Geburtszimmer der Damen aus der französischen Königsfamilie reserviert war. Deutet all dies auf Margarete von Bretagne hin, die Enkelin König Karls VI. von Frankreich? Der Kommentarband zum Faksimile bringt Licht in dieses Dunkel.

(Quelle: Quaternio Verlag)


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Savoy Hours

Entstanden: ca. 1335/40

New Haven, Yale University, Beinecke Library, MS 390

Umfang: ca. 20,1 x 14,7 cm

Format: 52 Seiten

Miniaturen: 50 Miniaturen, jeweils umrahmt von einem mehrfarbigen Band in Form eines Vierpasses, Bildszenen auf abwechslungsreichen, mit Gold verzierten Mustergründen, 106 zweizeilige Zierinitialen auf Goldgrund, Seitenränder mit Rankenstäben und zart kolorierten Federzeichnungen von Drolerien und Vögeln

Einband: edler Maroquinleder-Einband mit überreicher Goldprägung
Inkl. Kommentarband

Antiquarisches Exemplar

 

Geschaffen für Blanche von Burgund, die Enkelin Ludwigs des Heiligen – im Besitz von Jean, Duc de Berry, dessen Leidenschaft für Bücher mit dieser Handschrift entflammt wurde – geschaffen in der Werkstatt von Jean Pucelle, dem wichtigsten Buchmaler seiner Zeit. Es ist wahrlich eine außergewöhnliche Handschrift, die als originalgetreue Faksimile-Edition nun für Sie zugänglich gemacht wird. Und es ist ein Glücksfall für die Kunstgeschichte, dass uns dieser Teil erhalten geblieben ist, ist doch der Rest der Handschrift im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen.

 

Jean Pucelle gilt als einer der besten Buchmaler des frühen 14. Jahrhunderts. Er und sein Werkstattnachfolger gehörten zu den bevorzugten Meistern der französischen Königs-Meistern der französischen Königsfamilie. Die feingliedrigen gotischen Figuren agieren vor ungemein abwechslungsreichen Hintergründen, die z. B. durch goldene Gitternetze, goldene Ranken oder goldstrahlende Quadrate verziert sind. Selbstbewusst hat sich die Auftraggeberin Blanche von Burgund in vielen Miniaturen in ihren Savoy Hours abbilden lassen.

(Quaternio Verlag Luzern)

Stundenbuch und Hinrichtungsurkunde der Maria Stuart

Libro d'Ore di Maria Stuarda

Entstanden: Anfang des 16. Jahrhundert

Classense-Bibliothek von Ravenna

Umfang: 358 Seiten und 1 Dokument

Format: 7 x 10 cm

Miniaturen: 41 ganzseitige Miniaturen und zahlreiche goldene Initialen auf Pergament
Einband: Bordeauxroter Samteinband mit einem Jadestein auf der Vorderseite, in edler Kassette.

Dieser Handschrift ist noch ein geschichtsträchtiges Dokument beigelegt: die Hinrichtungsurkunde der Maria Stuart, von der englischen Königin Elisabeth I. am 1. Februar 1587.

ArtCodex – Modena, 201

 

Der elegante kleine Codex besteht aus 179 Blättern aus sehr hochwertigem, feinem und zartem Pergament. Die klare und elegante Schrift des lateinischen Textes verbindet sich mit der raffinierten Dekoration, die sich auf die zwölf Blätter des Kalenders konzentriert, die die Monate illustrieren, sowie auf die reichhaltigen Seiten, die die wichtigsten Abschnitte des Textes angeben und seinen Anfang kennzeichnen.

Einer gefestigten Tradition folgend, sind die Kalenderszenen von den für die Jahreszeiten charakteristischen Arbeiten der Männer und Frauen inspiriert; sie zeichnen sich jedoch durch die lebendige und realistische Darstellung der Arbeit auf den Feldern, der geselligen Momente, des gesellschaftlichen Lebens und der Tätigkeiten der Kaufleute und Handwerker wie in einem Fotoalbum aus.

Die zahlreichen, mit Pflanzenmotiven verzierten Initialen und selbst die winzigen Buchstaben mit ihren geringen Abmessungen haben ein reiches und kostbares Aussehen. Der Betrachter wird von dem außergewöhnlichen Repertoire an Blumen, Früchten, Insekten und Vögeln gefesselt, die die Randleisten schmücken.

Das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen Glaube und Natur offenbart sich in den flatternden Flügeln der Schmetterlinge, dem Sprung der Raupe und den saftigen Erdbeeren; man kann sich daran erfreuen, die Blumen- und Tierarten zu erkennen, weil der Maler sie perfekt wiedergegeben hat, während man in der Welt den Abdruck Gottes finden wird.

Es ist naheliegend, sich vorzustellen, dass dieselben Emotionen auch eine Königin empfunden haben könnte, während sie mit diesen leuchtenden Seiten in der Hand betete.

Maria Stuart, spätere Königin von Schottland, wurde bereits aufgrund von politischen und religiösen Unruhen im Kindesalter nach Frankreich gebracht und an der Seite ihres künftigen Ehemanns Franz II. erzogen. Nach seinem frühen Tod kehrte sie 1561 nach Schottland zurück. Nach der Ermordung ihres zweiten Gemahls Lord Darnley im Februar 1567, an der ihr eine Mittäterschaft angelastet wurde, geriet sie innenpolitisch verstärkt unter Druck und musste zugunsten ihres Sohnes Jakob abdanken. Nach ihrer Flucht und einer verlorenen Schlacht ging sie ins Exil nach England.

Hier war ihr Leben von einem fortwährenden Konflikt mit Königin Elisabeth I, der unter anderem auf einen Anspruch auf den englischen Königsthron basierte, geprägt. Nachdem Maria Stuart verdächtigt worden war, an einem geplanten Attentat auf die englische Königin beteiligt gewesen zu sein, wurde sie wegen Hochverrats 1587 hingerichtet.

Das Stundenbuch der Maria Stuart

Entstanden: 16. Jahrhundert

Format: 4,8 x 3,2 cm

Umfang: 308 Seiten

Miniaturen: 18 ganzseitige Miniaturen

Einband: Leder mit Goldprägung

Inkl. Kommentarband

 

Das kleinste heute bekannte Stundenbuch ist untrennbar mit dem Namen der schottischen Königin Maria Stuart verbunden, auch wenn es bereits einige Jahrzehnte vor ihrer Geburt im direkten Umkreis des französischen Königshofes entstanden ist.

Vor den wichtigen Textanfängen werden reich verzierte Ornamentseiten gestellt. Bordürenschmuck auf allen vier Seiten hebt die Textanfänge hervor

590,00
inkl. MwSt.
Bei Bestellungen unter 50,00 € fallen folgende Versandkosten an: Innerhalb Deutschlands 3,90 € , innerhalb Europas 6,90 €
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Das Stundenbuch der Maria Stuart

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Das Stundenbuch der Maria Stuart

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Das Van Damme Stundenbuch
 

Ein flämisches Meisterwerk aus der Hand Simon Benings

Entstanden: 1531 in Brügge
Morgan Library in New York
Umfang: 258 Seiten
Format: 7,4 x 5,6 cm
Miniaturen: 32 ganzseitige Miniaturen und 12 reich verzierte Kalenderblätter
Einband: Feinstes Leder mit reicher Goldprägung
Auflage: 882 Exemplare
Inkl. Kommentarband

 

Das Van-Damme-Stundenbuch, datiert auf das Jahr 1531 und entstanden in Brügge, gehört zu den schönsten Werken der flämischen Buchmalerei des 16. Jahrhunderts. Auf 258 Seiten, in 32 ganzseitigen Miniaturen und zwölf reich verzierten Kalenderblättern, entfaltet sich ein faszinierendes Panorama in frischen, leuchtenden Farben: Vignetten, die von bäuerlicher Arbeit und aristokratischem Vergnügen erzählen; religiöse Szenen, die ruhige, meditative Würde ausstrahlen; üppige, samtig wirkende Landschaften; allesamt eingefasst in mit reichem Blumenschmuck verzierte Ränder.

Das großartige Van Damme datiert auf das Jahr 1531 und entstanden in Brügge, gehört zu den schönsten Werken der flämischen Buchmalerei des 16. Jahrhunderts. Auf 258 Seiten, in 32 ganzseitigen Miniaturen und zwölf reich verzierten Kalenderblättern, entfaltet sich ein faszinierendes Panorama in frischen, leuchtenden Farben: Vignetten, die von bäuerlicher Arbeit und aristokratischem Vergnügen erzählen; religiöse Szenen, die ruhige, meditative Würde ausstrahlen; üppige, samtig wirkende Landschaften; allesamt eingefasst in mit reichem Blumenschmuck verzierte Ränder.

Das prachtvolle Van-Damme-Stundenbuch ist benannt nach seinem Schreiber, Antonius van Damme (aktiv von 1495 bis 1545). Obwohl der Miniator der Handschrift, wie damals üblich, keine Signatur hinterlassen hat, werden die Miniaturen des Stundenbuchs dem flämischen Buchmaler und wohl größten Miniaturenmeister des 16. Jahrhunderts, Simon Bening (1483-1561), zugeschrieben. Das Stundenbuch enthält alle stilistischen und ikonographischen Elemente, die das großartige Oeuvre Benings charakterisieren – unter anderem auch die charmanten illuminierten Kalenderseiten, auf die er spezialisiert war.

Im Van-Damme-Stundenbuch erschuf Simon Bening unglaublich realistisch wirkende Miniaturen. Es scheint fast, als ob der Betrachter in das Bild eintauchen und die Figuren berühren könnte. “Close-Ups”, die die Figuren in den Miniaturen nah am Bildrand platzieren, reduzieren auf dramatische Weise die Distanz zwischen Betrachter und abgebildeter Figur, der Betrachter fühlt sich damit der Figur auch emotional näher.

Charakteristisch für Bening ist ebenfalls seine hohe Sensibilität für Landschaften und Atmosphäre: Viele kleine Pinselstriche ergeben eine Textur, die die Landschaften im Van-Damme-Stundenbuch wie von Licht durchzogen scheinen lässt.

998,00
inkl. MwSt.
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Das Van Damme Stundenbuch

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Das Van Damme Stundenbuch

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Das Vatikanische Stundenbuch Jean Bourdichons

(Offizium der Madonna)

Entstanden: Ende des 15. Jahrhunderts
Biblioteca Apostolica Vaticana
Format: 10,5 x 17 cm
Umfang: 226 Seiten
Miniaturen: 17 ganzseitige Miniaturen, zahlreiche Initialen
Einband: Ledereinband mit Goldprägung, Goldschnitt, randbeschnitten
Inkl. Kommentarband

 

Dieses Stundenbuch ist ein Werk des berühmten französischen Miniaturenmalers Jean Bourdichon und seiner Werkstatt. Über keinen französischen Buchmaler des Spätmittelalters und der Renaissance ist so viel bekannt wie über ihn. Bourdichon stammt aus Tours, wo er 1457 geboren wurde. Er war Maler am französischen Königshof Charles VIII. und dort als Illuminator und Porträtist tätig.

Im Werk Bourdichons kommt der ganze Glanz der französischen filigranen Miniaturenmalerei zum Ausdruck, die sich vor allem durch die unmittelbare, lebendige Kraft der Farben auszeichnet. Die Bordüren, welche die 17 Miniaturen einrahmen, werden wegen ihrer Gliederung in geometrische Felder als Bordures à compartiment bezeichnet. Bourdichons Bordüren sind von einer besonders reichen farblichen und zeichnerischen Gestaltung.