Neuerscheinungen

 

Wir präsentieren Ihnen folgende Neuerscheinungen von Faksimileausgaben

Astro-medizinischer Kalender

2.200,00
inkl. MwSt.
Bei Bestellungen unter 50,00 € fallen folgende Versandkosten an: Innerhalb Deutschlands 3,90 € , innerhalb Europas 6,90 €
In den Warenkorb

Handschrift: Strasbourg, Bibliothèque nationale et universitaire, Ms. 7141
Entstanden: Um 1460, Oberrhein (Freiburg, Colmar)
Umfang: 24 Seiten
Format: 20,6 x 15,5 cm
Miniaturen: 12 golden umrahmte Monatsmedaillons, 12 Tierkreiszeichen und elf Gelehrtenbilder mit 22 goldenen Zierbögen. Reiche Bildausstattung mit Gold und leuchtender Deckfarbenmalerei
Einband: Pergamenteinband mit feiner Goldprägung
Kommentarband zur Edition von Christoph Mackert mit einem Beitrag von Lieselotte Saurma-Jeltsch. Alle Texte sind transkribiert und ins Neuhochdeutsche übertragen
Auflage: 680 nummerierte Exemplare


Die Faksimile-Edition erscheint im Herbst 2020.


Holen Sie sich mit dem Astro-medizinischen Kalender das Alltagsleben des Mittelalters direkt in ihr Wohnzimmer! Gesundheits- und Ernährungstipps, Wetterprognosen und Monatsregeln: Ein kostbar ausgestatteter, immerwährender Kalender aus der Zeit um 1460 lässt Monat für Monat tief in die mittelalterliche Vorstellungswelt blicken. Er vereint dabei auf 24 Seiten verschiedenste Komponenten und ist gleichzeitig Kalender, medizinischer Ratgeber, astrologischer Leitfaden und prognostiziert das Wetter. Farbenfroher Buchschmuck und schwungvolle Figuren voller Lebendigkeit illustrieren jeden Monat. Auch heute noch ist ein solcher Ratgeber in jedem Haushalt ein ganz besonderes Schatzkästlein!

Wie stehen die Sterne in diesem Monat? Was bedeuten Wetterphänomene? Was muss im Hinblick auf Gesundheit und Ernährung beachtet werden? Auf solche Fragen des mittelalterlichen Menschen weiß der Kalender Antworten. So soll beispielsweise im Mai jeden Morgen Ziegenmilch getrunken werden, und es werden frische Kräuter empfohlen. Im Oktober ist für dreizehn Tage prognostiziert, welche Ereignisse nach dem Donner eintreten. Monat für Monat stehen sich Kalenderblatt und die jeweiligen Ratschläge zur Gesundheit, Wetterprognosen und Erläuterungen zu den Sternzeichen gegenüber. Mit seinen Erklärungen in der Volkssprache bietet der Astro-medizinische Kalender komplexes Gelehrtenwissen für den Alltagsgebrauch.

Gesundheit und Charakter der Menschen werden nach mittelalterlicher Vorstellung von kosmischen Kräften bestimmt. Gemäß antiker Tradition besteht alles aus den vier Elementen Erde, Feuer, Wasser und Luft. Diesen sind vier Primärqualitäten zugeordnet (trocken, feucht, heiß und kalt), die wiederum mit den vier Körpersäften und den vier Temperamenten (Sanguiniker, Phlegmatiker, Choleriker, Melancholiker) verbunden sind. Je nach Jahreszeit, Mondstand, Tierkreiszeichen, Monat, Tag oder Stunde galten andere Einflüsse auf die Säftemischung des mittelalterlichen Menschen, die es auszugleichen galt – sich über den Kosmos zu informieren, war daher essentiell, um Krankheiten zu behandeln oder vorzubeugen. (Quelle QUATERNIO)

 

Subskriptionspreis (gültig bis Erscheinen) 2200,00 EURO

Endpreis mind. 2480,00 EURO

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Astro-medizinischer Kalender

2.200,00inkl. MwSt.
Bei Bestellungen unter 50,00 € fallen folgende Versandkosten an: Innerhalb Deutschlands 3,90 € , innerhalb Europas 6,90 €

Handschrift: Strasbourg, Bibliothèque nationale et universitaire, Ms. 7141
Entstanden: Um 1460, Oberrhein (Freiburg, Colmar)
Umfang: 24 Seiten
Format: 20,6 x 15,5 cm
Miniaturen: 12 golden umrahmte Monatsmedaillons, 12 Tierkreiszeichen und elf Gelehrtenbilder mit 22 goldenen Zierbögen. Reiche Bildausstattung mit Gold und leuchtender Deckfarbenmalerei
Einband: Pergamenteinband mit feiner Goldprägung
Kommentarband zur Edition von Christoph Mackert mit einem Beitrag von Lieselotte Saurma-Jeltsch. Alle Texte sind transkribiert und ins Neuhochdeutsche übertragen
Auflage: 680 nummerierte Exemplare


Die Faksimile-Edition erscheint im Herbst 2020.


Holen Sie sich mit dem Astro-medizinischen Kalender das Alltagsleben des Mittelalters direkt in ihr Wohnzimmer! Gesundheits- und Ernährungstipps, Wetterprognosen und Monatsregeln: Ein kostbar ausgestatteter, immerwährender Kalender aus der Zeit um 1460 lässt Monat für Monat tief in die mittelalterliche Vorstellungswelt blicken. Er vereint dabei auf 24 Seiten verschiedenste Komponenten und ist gleichzeitig Kalender, medizinischer Ratgeber, astrologischer Leitfaden und prognostiziert das Wetter. Farbenfroher Buchschmuck und schwungvolle Figuren voller Lebendigkeit illustrieren jeden Monat. Auch heute noch ist ein solcher Ratgeber in jedem Haushalt ein ganz besonderes Schatzkästlein!

Wie stehen die Sterne in diesem Monat? Was bedeuten Wetterphänomene? Was muss im Hinblick auf Gesundheit und Ernährung beachtet werden? Auf solche Fragen des mittelalterlichen Menschen weiß der Kalender Antworten. So soll beispielsweise im Mai jeden Morgen Ziegenmilch getrunken werden, und es werden frische Kräuter empfohlen. Im Oktober ist für dreizehn Tage prognostiziert, welche Ereignisse nach dem Donner eintreten. Monat für Monat stehen sich Kalenderblatt und die jeweiligen Ratschläge zur Gesundheit, Wetterprognosen und Erläuterungen zu den Sternzeichen gegenüber. Mit seinen Erklärungen in der Volkssprache bietet der Astro-medizinische Kalender komplexes Gelehrtenwissen für den Alltagsgebrauch.

Gesundheit und Charakter der Menschen werden nach mittelalterlicher Vorstellung von kosmischen Kräften bestimmt. Gemäß antiker Tradition besteht alles aus den vier Elementen Erde, Feuer, Wasser und Luft. Diesen sind vier Primärqualitäten zugeordnet (trocken, feucht, heiß und kalt), die wiederum mit den vier Körpersäften und den vier Temperamenten (Sanguiniker, Phlegmatiker, Choleriker, Melancholiker) verbunden sind. Je nach Jahreszeit, Mondstand, Tierkreiszeichen, Monat, Tag oder Stunde galten andere Einflüsse auf die Säftemischung des mittelalterlichen Menschen, die es auszugleichen galt – sich über den Kosmos zu informieren, war daher essentiell, um Krankheiten zu behandeln oder vorzubeugen. (Quelle QUATERNIO)

 

Subskriptionspreis (gültig bis Erscheinen) 2200,00 EURO

Endpreis mind. 2480,00 EURO


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Das Brandenburger Evangelistar

7.980,00
inkl. MwSt.
Bei Bestellungen unter 50,00 € fallen folgende Versandkosten an: Innerhalb Deutschlands 3,90 € , innerhalb Europas 6,90 €
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Ein Schlüsselwerk deutscher Buchmalerei

 

Entstanden: Um 1210 in Magdeburg

Brandenburg, Domstift, Ms. 1

Umfang: 218 Seiten

Format: 33,6 x 24,0 cm

Miniaturen: 18 ganzseitige Miniaturen, eine ganzseitige Zierinitiale, zehn große miniaturenartige Zierinitialen, zahlreiche mehrzeilige Goldinitialen auf farbigem Grund und farbige Initialen auf Goldgrund, großflächig aufgetragenes Blattgold, glänzendes Silber, intensiv leuchtende Farben

Einband: Edler, weißer Ledereinband

Kommentarband zur Edition von Beate Braun-Niehr / Klaus Niehr / Christina Meckelnborg / Rüdiger von Schnurbein / Fabian Kolb

Auflage: 680 nummerierte Exemplare

 

Die Faksimile-Edition erscheint im Winter 2020/2021.

 

Die Prämonstratenser des Brandenburger Domstifts haben um 1210 ein Skriptorium in der Stadt Magdeburg mit der Herstellung des Brandenburger Evangelistars beauftragt. Eng mit der niedersächsischen und thüringischen Buchmalerei verbunden und von der damals führenden byzantinischen Kunst inspiriert, entstand ein Schlüsselwerk der deutschen Buchmalerei. Bilder und Initialen bestechen durch ihre Kunstfertigkeit: geschickt gesetzte Lichtpunkte auf den Gewändern unterstreichen die Dynamik der Figuren; die Intensität der Gefühlsdarstellungen schlägt eine Brücke zum Betrachter; großflächige Goldhintergründe verleihen den Szenen eine spektakuläre Atmosphäre.

 

Initialen – so kunstvoll wie Bilder

Die historisierten Initialen ergänzen den Miniaturenreichtum des Brandenburger Evangelistars mit zusätzlichem Bildschmuck. Neben einer ganzseitigen Initialzierseite schmücken zehn große Initialen den Text. Die Kreativität der Buchmaler zeigt sich auch in der Vielfalt der Initialengestaltung. Neben den bildgleichen Initialen vor Goldgrund gibt es reich gefüllte, goldene ornamentale Zierinitialen auf farbigem Grund. Farbenfrohe Rankeninitialen sind von dem zu Beginn des 13. Jahrhunderts modernen »Channel Style« inspiriert und bringen Abwechslung. Daneben gibt es ganz eigenwillige Initialen, die auf einzigartige Weise Figuren und Buchstabenkörper zu einem Ganzen verschmelzen.

Ungewöhnlich in einem Evangelistar

 

Das Evangelistar ist ein liturgisches Buch mit Lesungen aus den vier Evangelien, die der Diakon in der Messe vorliest – um so erstaunlicher, dass sich auf fol. 54v–56r des Brandenburger Evangelistars der komplette Wortlaut und die Melodie des Exsultet finden. Der Gesang wird zu Beginn der Osternachtsfeier gesungen und ist in gregorianischen Neumen, die Vorläufer der heutigen Noten, aufgezeichnet. Die Bezeichnung leitet sich vom ersten Wort des Gesangs „Exultet“ (lat. Es jauchze) ab und wird datiert ins 4./5. Jahrhundert. Blaue und rote Initialen schmücken diese besonderen Seiten. Im Kommentarband wird das Exsultet transkribiert, übersetzt und in moderne Notation übertragen.

 

In einer ungemein ausdrucksstarken Miniatur sind die zwei Szenen der Grablegung und der Beweinung vereint. Der Buchmaler des Brandenburger Evangelistars hat den im Johannesevangelium erwähnten Garten in der Nähe des Golgatha-Hügels ganz wörtlich genommen und eine Blumenwiese mit Laub- und Obstbäumen dargestellt. Inmitten dieser hoffnungsvoll blühenden Landschaft steht der Sarkophag mit Christi Leichnam. Der Körper wird von Joseph von Arimathäa einbalsamiert, während Nikodemus behutsam den Kopf des Verstorbenen stützt und ein Gehilfe Christi Füße mit Stoffbinden umwickelt. Diese für diese frühe Zeit ungewöhnlich detailreiche Darstellung hat etwas zutiefst Berührendes.

 

Schmerzbewegt wird das Geschehen vom oberen Bildteil aus betrachtet, wo sich pointiert die Gruppe von stillen Trauernden vor strahlendem Goldgrund abhebt. Mimik und Gestik des Johannes und der drei Marien sind von intensiver Ausdrucksstärke und machen die Emotionen für den Betrachter greifbar – eine ganz besondere Stärke dieses Buchmaler-Meisters! Sie sind vom offenen Grab durch eine Wiese mit Blumen und einem zackenförmigen Felsenrand getrennt. Ein rötlicher Rahmen aus Palmettenfries mit quadratischen Ornamenten in verschiedenen Farben und feinen goldenen Balken schließt die Szene bildhaft ein

 

Subskriptionspreis bis Erscheinen – 7980,00 Euro

Späterer Endpreis mindestens – 8850,00 Euro


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Das Brandenburger Evangelistar

7.980,00inkl. MwSt.
Bei Bestellungen unter 50,00 € fallen folgende Versandkosten an: Innerhalb Deutschlands 3,90 € , innerhalb Europas 6,90 €

Ein Schlüsselwerk deutscher Buchmalerei

 

Entstanden: Um 1210 in Magdeburg

Brandenburg, Domstift, Ms. 1

Umfang: 218 Seiten

Format: 33,6 x 24,0 cm

Miniaturen: 18 ganzseitige Miniaturen, eine ganzseitige Zierinitiale, zehn große miniaturenartige Zierinitialen, zahlreiche mehrzeilige Goldinitialen auf farbigem Grund und farbige Initialen auf Goldgrund, großflächig aufgetragenes Blattgold, glänzendes Silber, intensiv leuchtende Farben

Einband: Edler, weißer Ledereinband

Kommentarband zur Edition von Beate Braun-Niehr / Klaus Niehr / Christina Meckelnborg / Rüdiger von Schnurbein / Fabian Kolb

Auflage: 680 nummerierte Exemplare

 

Die Faksimile-Edition erscheint im Winter 2020/2021.

 

Die Prämonstratenser des Brandenburger Domstifts haben um 1210 ein Skriptorium in der Stadt Magdeburg mit der Herstellung des Brandenburger Evangelistars beauftragt. Eng mit der niedersächsischen und thüringischen Buchmalerei verbunden und von der damals führenden byzantinischen Kunst inspiriert, entstand ein Schlüsselwerk der deutschen Buchmalerei. Bilder und Initialen bestechen durch ihre Kunstfertigkeit: geschickt gesetzte Lichtpunkte auf den Gewändern unterstreichen die Dynamik der Figuren; die Intensität der Gefühlsdarstellungen schlägt eine Brücke zum Betrachter; großflächige Goldhintergründe verleihen den Szenen eine spektakuläre Atmosphäre.

 

Initialen – so kunstvoll wie Bilder

Die historisierten Initialen ergänzen den Miniaturenreichtum des Brandenburger Evangelistars mit zusätzlichem Bildschmuck. Neben einer ganzseitigen Initialzierseite schmücken zehn große Initialen den Text. Die Kreativität der Buchmaler zeigt sich auch in der Vielfalt der Initialengestaltung. Neben den bildgleichen Initialen vor Goldgrund gibt es reich gefüllte, goldene ornamentale Zierinitialen auf farbigem Grund. Farbenfrohe Rankeninitialen sind von dem zu Beginn des 13. Jahrhunderts modernen »Channel Style« inspiriert und bringen Abwechslung. Daneben gibt es ganz eigenwillige Initialen, die auf einzigartige Weise Figuren und Buchstabenkörper zu einem Ganzen verschmelzen.

Ungewöhnlich in einem Evangelistar

 

Das Evangelistar ist ein liturgisches Buch mit Lesungen aus den vier Evangelien, die der Diakon in der Messe vorliest – um so erstaunlicher, dass sich auf fol. 54v–56r des Brandenburger Evangelistars der komplette Wortlaut und die Melodie des Exsultet finden. Der Gesang wird zu Beginn der Osternachtsfeier gesungen und ist in gregorianischen Neumen, die Vorläufer der heutigen Noten, aufgezeichnet. Die Bezeichnung leitet sich vom ersten Wort des Gesangs „Exultet“ (lat. Es jauchze) ab und wird datiert ins 4./5. Jahrhundert. Blaue und rote Initialen schmücken diese besonderen Seiten. Im Kommentarband wird das Exsultet transkribiert, übersetzt und in moderne Notation übertragen.

 

In einer ungemein ausdrucksstarken Miniatur sind die zwei Szenen der Grablegung und der Beweinung vereint. Der Buchmaler des Brandenburger Evangelistars hat den im Johannesevangelium erwähnten Garten in der Nähe des Golgatha-Hügels ganz wörtlich genommen und eine Blumenwiese mit Laub- und Obstbäumen dargestellt. Inmitten dieser hoffnungsvoll blühenden Landschaft steht der Sarkophag mit Christi Leichnam. Der Körper wird von Joseph von Arimathäa einbalsamiert, während Nikodemus behutsam den Kopf des Verstorbenen stützt und ein Gehilfe Christi Füße mit Stoffbinden umwickelt. Diese für diese frühe Zeit ungewöhnlich detailreiche Darstellung hat etwas zutiefst Berührendes.

 

Schmerzbewegt wird das Geschehen vom oberen Bildteil aus betrachtet, wo sich pointiert die Gruppe von stillen Trauernden vor strahlendem Goldgrund abhebt. Mimik und Gestik des Johannes und der drei Marien sind von intensiver Ausdrucksstärke und machen die Emotionen für den Betrachter greifbar – eine ganz besondere Stärke dieses Buchmaler-Meisters! Sie sind vom offenen Grab durch eine Wiese mit Blumen und einem zackenförmigen Felsenrand getrennt. Ein rötlicher Rahmen aus Palmettenfries mit quadratischen Ornamenten in verschiedenen Farben und feinen goldenen Balken schließt die Szene bildhaft ein

 

Subskriptionspreis bis Erscheinen – 7980,00 Euro

Späterer Endpreis mindestens – 8850,00 Euro



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Das Briçonnet-Stundenbuch

5.980,00
inkl. MwSt.
Bei Bestellungen unter 50,00 € fallen folgende Versandkosten an: Innerhalb Deutschlands 3,90 € , innerhalb Europas 6,90 €
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Farbenprächtige Tafelmalerei in Buchform

 

Entstanden: Um 1485 in Tours
Haarlem, Teylers Museum
Umfang: 288 Seiten

Format: 21,0 x 14,5 cm

Miniaturen: 25 ganzseitige Miniaturen in kraftvoll leuchtenden Farben, verziert mit zarten Goldhöhungen und Silberpartien, zahlreiche vergoldete Zierinitialen mit Trompe-l’œil-Edelsteinen und -Perlen, farbig gestaltete Zeilenfüller auf feinem Pinselgoldgrund

Einband: Dekorativer roter Ledereinband mit reicher Goldprägung auf Vorder- und Rückdeckel, Rücken und Kanten

Inkl. Kommentarband
Auflage: 680 nummerierte Exemplare

 

Die Faksimile-Edition erscheint im Sommer 2020.

Das Briçonnet-Stundenbuch überwältigt durch seine intensive Farbenpracht im Wechselspiel mit zart schimmernden Goldpartien und bietet eine staunenswerte Galerie von ausschließlich ganzseitigen Miniaturen, die als gerahmte Tafelbilder daherkommen. Das gibt es kein zweites Mal in einem Buch! Große Kunst eines großen Meisters im kleinen Format. Sorgfältige Malerei mit besonders feinen Pinselstrichen, die sowohl die individuellen Gesichtszüge der wohlproportionierten Figuren als auch die Stofflichkeit ihrer Gewänder genauestens wiedergibt. In architektonischen Räumen und vor stillen, tiefen Landschaften agieren Heilige und biblische Gestalten, die eine ernste Würde ausstrahlen und von denen eine ganz eigene Faszination ausgeht.

Ein Stundenbuch als Gemäldegalerie
Das Briçonnet-Stundenbuch ist um 1485 in Tours entstanden und insofern neu und einmalig, als hier die in der Ausstattung von Stundenbüchern übliche Hierarchisierung aufgegeben ist und auch untergeordnete Textanfänge mit großen Bildern angezeigt werden. Den Beginn des Marienoffiziums, der Johannes-Passion, der Bußpsalmen und des Totenoffiziums markieren sogar gleich zwei ganzseitige Miniaturen, die auf einer Doppelseite einander gegenübergestellt sind. Alle 25 Miniaturen sind ganz bewusst wie Tafelbilder angelegt und werden von einem Trompe-l’œil-Zierrahmen umgeben, der bis an die Seitenränder reicht. So ist die Illusion perfekt: Wer im Briçonnet-Stundenbuch blättert, schwelgt in einer Gemäldegalerie!

Ein großer Künstler
Das Briçonnet-Stundenbuch wurde von einem Meister geschaffen, den schon die Zeitgenossen mit Künstlern wie Jean Fouquet, Rogier van der Weyden, Hugo van der Goes, Leonardo da Vinci oder Michelangelo in einem Atemzug genannt haben: Jean Poyer. Um 1445 in Tours geboren, zählte er zu den besten Buch- und Tafelmalern des 15. Jahrhunderts. So arbeitete er für drei Könige von Frankreich und ihre Ehefrauen, nachweislich zwischen 1465 und 1503. Das Briçonnet-Stundenbuch ist dabei das erste Werk der Buchmalerei, das ihm zugeschrieben wird.

In seinem Schaffen wurde Jean Poyer erkennbar von der Architektur und Kunst der italienischen Frührenaissance beeinflusst, die er aus eigener Anschauung kannte.

Ein schillernder Auftraggeber
Dass beim Briçonnet-Stundenbuch sowohl der Künstler als auch der Auftraggeber historisch fassbar sind, ist bei Handschriften aus dem Spätmittelalter eher selten und daher ein wahrer Glücksfall der Kunstgeschichte. Einen Hinweis auf den Auftraggeber gibt die Initiale auf fol. 10v. Sie zeigt das Wappen der Adelsfamilie Briçonnet. In Frage kommt dabei der um 1445 in Tours geborene Guillaume Briçonnet, der spätere Bischof, Erzbischof und Kardinal. Unter König Ludwig XI. hatte er sich in der Finanzverwaltung hervorgetan und stieg unter dessen Sohn dann zum Schatzmeister Frankreichs und Mitglied des Staatsrates auf. Aus diesem Anlass dürfte er das extravagante Stundenbuch als Geschenk für seine Ehefrau bestellt haben.

 

Unter der Lupe: Farbe, Proportion und Perspektive – Ein Malergenie am Werk
Das Briçonnet-Stundenbuch zeigt einen Maler von überragendem Talent am Werk, der seine Kunst souverän beherrscht und dessen Stil bereits voll ausgereift ist. Den Betrachter seiner Miniaturen-Gemälde begeistert Jean Poyer mit seinem sehr ausgeprägten Gespür für Farbkombinationen, Proportionen und die korrekte Darstellung der Perspektive. Von großer Meisterschaft zeugt überdies auch die differenzierte Gestaltung der großenteils individualisierten Gesichter und Figuren, bei denen Haare, Bärte und Gewänder detailgenau mit unzähligen feinen Pinselstrichen gemalt sind. Dabei scheint das höfische Umfeld Poyers seinen Blick vor allem für kostbare Stoffe und modische Accessoires geschärft zu haben. Besonderen Wert legte er ganz offensichtlich auf ausgefallene Kopfbedeckungen.

 

So trägt der Evangelist Matthäus auf fol. 10r einen Turban. Der Raum, in dem er an einem Pult sein Evangelium schreibt, ist perspektivisch perfekt konstruiert. Sein Symbol, der Engel, schaut ihm über die Schulter und weist mit der linken Hand auf den Text. Ob er ihn auf einen Fehler aufmerksam macht oder ihm erklärt, was er schreibt? Auf den ersten Blick lässt sich das Bild als Ganzes erfassen, so übersichtlich ist es aufgebaut. Auf den zweiten Blick sind dann viele faszinierende Details zu entdecken, wie die Bücher unter dem Pult oder der Lichtreflex durch das Buntglasfenster auf der gemauerten Laibung. Einzigartig ist auch hier wieder das intensive Kolorit: Matthäus‘ blaues Gewand, der rote Mantel des Engels mit einem goldgelben Seidenfutter und dessen grüne Flügel.

(Quelle: Quaternio Verlag)

 


Subskriptionspreis (gültig bis 30.06.2020) 5980,00 Euro
Endpreis mind. 6450,00 Euro

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Das Briçonnet-Stundenbuch

5.980,00inkl. MwSt.
Bei Bestellungen unter 50,00 € fallen folgende Versandkosten an: Innerhalb Deutschlands 3,90 € , innerhalb Europas 6,90 €

Farbenprächtige Tafelmalerei in Buchform

 

Entstanden: Um 1485 in Tours
Haarlem, Teylers Museum
Umfang: 288 Seiten

Format: 21,0 x 14,5 cm

Miniaturen: 25 ganzseitige Miniaturen in kraftvoll leuchtenden Farben, verziert mit zarten Goldhöhungen und Silberpartien, zahlreiche vergoldete Zierinitialen mit Trompe-l’œil-Edelsteinen und -Perlen, farbig gestaltete Zeilenfüller auf feinem Pinselgoldgrund

Einband: Dekorativer roter Ledereinband mit reicher Goldprägung auf Vorder- und Rückdeckel, Rücken und Kanten

Inkl. Kommentarband
Auflage: 680 nummerierte Exemplare

 

Die Faksimile-Edition erscheint im Sommer 2020.

Das Briçonnet-Stundenbuch überwältigt durch seine intensive Farbenpracht im Wechselspiel mit zart schimmernden Goldpartien und bietet eine staunenswerte Galerie von ausschließlich ganzseitigen Miniaturen, die als gerahmte Tafelbilder daherkommen. Das gibt es kein zweites Mal in einem Buch! Große Kunst eines großen Meisters im kleinen Format. Sorgfältige Malerei mit besonders feinen Pinselstrichen, die sowohl die individuellen Gesichtszüge der wohlproportionierten Figuren als auch die Stofflichkeit ihrer Gewänder genauestens wiedergibt. In architektonischen Räumen und vor stillen, tiefen Landschaften agieren Heilige und biblische Gestalten, die eine ernste Würde ausstrahlen und von denen eine ganz eigene Faszination ausgeht.

Ein Stundenbuch als Gemäldegalerie
Das Briçonnet-Stundenbuch ist um 1485 in Tours entstanden und insofern neu und einmalig, als hier die in der Ausstattung von Stundenbüchern übliche Hierarchisierung aufgegeben ist und auch untergeordnete Textanfänge mit großen Bildern angezeigt werden. Den Beginn des Marienoffiziums, der Johannes-Passion, der Bußpsalmen und des Totenoffiziums markieren sogar gleich zwei ganzseitige Miniaturen, die auf einer Doppelseite einander gegenübergestellt sind. Alle 25 Miniaturen sind ganz bewusst wie Tafelbilder angelegt und werden von einem Trompe-l’œil-Zierrahmen umgeben, der bis an die Seitenränder reicht. So ist die Illusion perfekt: Wer im Briçonnet-Stundenbuch blättert, schwelgt in einer Gemäldegalerie!

Ein großer Künstler
Das Briçonnet-Stundenbuch wurde von einem Meister geschaffen, den schon die Zeitgenossen mit Künstlern wie Jean Fouquet, Rogier van der Weyden, Hugo van der Goes, Leonardo da Vinci oder Michelangelo in einem Atemzug genannt haben: Jean Poyer. Um 1445 in Tours geboren, zählte er zu den besten Buch- und Tafelmalern des 15. Jahrhunderts. So arbeitete er für drei Könige von Frankreich und ihre Ehefrauen, nachweislich zwischen 1465 und 1503. Das Briçonnet-Stundenbuch ist dabei das erste Werk der Buchmalerei, das ihm zugeschrieben wird.

In seinem Schaffen wurde Jean Poyer erkennbar von der Architektur und Kunst der italienischen Frührenaissance beeinflusst, die er aus eigener Anschauung kannte.

Ein schillernder Auftraggeber
Dass beim Briçonnet-Stundenbuch sowohl der Künstler als auch der Auftraggeber historisch fassbar sind, ist bei Handschriften aus dem Spätmittelalter eher selten und daher ein wahrer Glücksfall der Kunstgeschichte. Einen Hinweis auf den Auftraggeber gibt die Initiale auf fol. 10v. Sie zeigt das Wappen der Adelsfamilie Briçonnet. In Frage kommt dabei der um 1445 in Tours geborene Guillaume Briçonnet, der spätere Bischof, Erzbischof und Kardinal. Unter König Ludwig XI. hatte er sich in der Finanzverwaltung hervorgetan und stieg unter dessen Sohn dann zum Schatzmeister Frankreichs und Mitglied des Staatsrates auf. Aus diesem Anlass dürfte er das extravagante Stundenbuch als Geschenk für seine Ehefrau bestellt haben.

 

Unter der Lupe: Farbe, Proportion und Perspektive – Ein Malergenie am Werk
Das Briçonnet-Stundenbuch zeigt einen Maler von überragendem Talent am Werk, der seine Kunst souverän beherrscht und dessen Stil bereits voll ausgereift ist. Den Betrachter seiner Miniaturen-Gemälde begeistert Jean Poyer mit seinem sehr ausgeprägten Gespür für Farbkombinationen, Proportionen und die korrekte Darstellung der Perspektive. Von großer Meisterschaft zeugt überdies auch die differenzierte Gestaltung der großenteils individualisierten Gesichter und Figuren, bei denen Haare, Bärte und Gewänder detailgenau mit unzähligen feinen Pinselstrichen gemalt sind. Dabei scheint das höfische Umfeld Poyers seinen Blick vor allem für kostbare Stoffe und modische Accessoires geschärft zu haben. Besonderen Wert legte er ganz offensichtlich auf ausgefallene Kopfbedeckungen.

 

So trägt der Evangelist Matthäus auf fol. 10r einen Turban. Der Raum, in dem er an einem Pult sein Evangelium schreibt, ist perspektivisch perfekt konstruiert. Sein Symbol, der Engel, schaut ihm über die Schulter und weist mit der linken Hand auf den Text. Ob er ihn auf einen Fehler aufmerksam macht oder ihm erklärt, was er schreibt? Auf den ersten Blick lässt sich das Bild als Ganzes erfassen, so übersichtlich ist es aufgebaut. Auf den zweiten Blick sind dann viele faszinierende Details zu entdecken, wie die Bücher unter dem Pult oder der Lichtreflex durch das Buntglasfenster auf der gemauerten Laibung. Einzigartig ist auch hier wieder das intensive Kolorit: Matthäus‘ blaues Gewand, der rote Mantel des Engels mit einem goldgelben Seidenfutter und dessen grüne Flügel.

(Quelle: Quaternio Verlag)

 


Subskriptionspreis (gültig bis 30.06.2020) 5980,00 Euro
Endpreis mind. 6450,00 Euro


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Der Bamberger Psalter

10.950,00
inkl. MwSt.
Bei Bestellungen unter 50,00 € fallen folgende Versandkosten an: Innerhalb Deutschlands 3,90 € , innerhalb Europas 6,90 €
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Ein einzigartiges Buchjuwel

Entstehungszeit: um 1220/30 in Bamberg (oder Regensburg?)

Bamberg, Staatsbibliothek

Umfang: 420 Seiten
Format: ca. 26,0 x 18,0 cm
Miniaturen: 15 ganzseitige Miniaturen auf Goldgrund in 3 Bilderzyklen mit jeweils 5 Miniaturen, 8 ganzseitige goldene Zierinitialseiten und 3 ganzseitige historisierte Zierinitialen, 256 einzeilige Goldinitialen, 24 Kalendermedaillons

Einband: Hornplatteneinband mit mehrteiligen vergoldeten Miniaturen auf Vorder- und Rückdeckel

Auflage: 280 Exemplare

Kommentarband zur Edition von Karin Eckstein / David Ganz / Sibylle Ruß / Bettina Wagner

Die Faksimile-Edition steht unter dem hohen Patronat Seiner Exzellenz, des H.H. Erzbischof Dr. Ludwig Schick, Erzbischof von Bamberg.

 

Subskriptionspreis gültig bis 30.06.2020: 10950,00 Euro
Späterer Endpreis mindestens:   13600 Euro

 

Der Bamberger Psalter schimmert golden, warm und verheißungsvoll. Die vergoldeten Miniaturen auf Vorder- und Rückdeckel scheinen durch die dünnen Hornplatten des Einbands, fixiert durch filigrane Silberleisten. In seinem Innern funkelt das Gold, leuchten die Farben in Miniaturen und Initialen wie Kirchenfenster im Sonnenlicht. Der Inhalt und die Einband bilden eine vollkommene Einheit. Ein wahrer Feuerwerk spätromanischer Buchkunst!

 

Die Faksimile-Edition des Bamberger Psalters ist weltweit das einzige Faksimile, das einen Hornplatteneinband repliziert. Dessen originalgetreue Wiedergabe verlangt sehr viel handwerkliches Können, daher ist die Auflage dieser Faksimileausgabe auf nur 280 Exemplare limitiert.

 

Der Psalter gehört gewiss „zu den wertvollsten Handschriften des Mittelalters. Er ist zur Bauzeit des Bamberger Doms entstanden … und ein wichtiges Objekt des europäischen Kulturgutes. [Der große Kunsthistoriker] Wilhelm Messerer bezeichnete ihn als ‚Höhepunkt aller Bamberger Kunst‘.“ (S.E. Dr. Ludwig Schick, Erzbischof von Bamberg)

 

 

Ein harmonisches Ganzes

Der um 1220/30 entstandene Bamberger Psalter ist das perfekte Gemeinschaftswerk von zwei künstlerisch hochrangigen Buchmaler-Meistern, die in unterschiedlichen Traditionen stehen und deren Neben- und Miteinander den Stilwandel von der Romanik zur Gotik dokumentiert. Sie zeigen sich offen gegenüber neuen Strömungen, und es ist reizvoll, zu entdecken, wie in ihren lichtdurchfluteten Bildern ältere Stilformen mit neuen verschmelzen. Eine harmonische Einheit bilden ebenso der exklusive Hornplatteneinband und der goldstrahlende Inhalt der Handschrift, indem die auf Christus und Maria bezogenen Motive der Miniaturen unter den Hornplatten des Einbands die drei Bilderzyklen im Innern des Bamberger Psalters komplettieren.

Die reich ausgestatteten Handschriftenseiten des Bamberger Psalters ziehen den Betrachter ebenso in den Bann wie dessen blickfangende Hülle. Den Hauptschmuck bilden 15 ganzseitige Miniaturen mit Szenen zum Neuen Testament in drei Bilderzyklen zu jeweils fünf Miniaturen. Hinzu kommen acht ganzseitige verschlungene Goldinitialen, die den Psalter liturgisch in acht Abschnitte gliedern. Alle 150 Psalmen beginnen mit einer mehrzeiligen Goldinitiale auf farbigem Grund, die Versanfänge stets auf einer neuen Zeile mit einer ebenfalls in Gold ausgeführten Initiale.

Die Frage, wer den Bamberger Psalter in Auftrag gegeben hat, lässt sich nicht mehr beantworten. Dass der Psalter für die private Andacht einer höhergestellten Person bestimmt war, ist dabei unstrittig. Prächtige Psalterien waren oftmals mit adligen Damen verbunden. So zeigt die figürliche Initiale „I“ am Beginn von Psalm 86 eine betende Frau in Gold auf blau-grünem Grund. Das könnte als ein Hinweis auf die Stifterin der Handschrift verstanden werden. Im Kalendarium ist zum 5. Juni die Ermordung des Grafen Gebhard von Hirschberg († 1245) nachgetragen worden, was Anlass zur Spekulation über die familiäre Herkunft der Stifterin gegeben hat. In welcher Beziehung sie zu dem Ritter auf fol. 135v steht, bleibt freilich ihr Geheimnis.

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Der Bamberger Psalter

10.950,00inkl. MwSt.
Bei Bestellungen unter 50,00 € fallen folgende Versandkosten an: Innerhalb Deutschlands 3,90 € , innerhalb Europas 6,90 €

Ein einzigartiges Buchjuwel

Entstehungszeit: um 1220/30 in Bamberg (oder Regensburg?)

Bamberg, Staatsbibliothek

Umfang: 420 Seiten
Format: ca. 26,0 x 18,0 cm
Miniaturen: 15 ganzseitige Miniaturen auf Goldgrund in 3 Bilderzyklen mit jeweils 5 Miniaturen, 8 ganzseitige goldene Zierinitialseiten und 3 ganzseitige historisierte Zierinitialen, 256 einzeilige Goldinitialen, 24 Kalendermedaillons

Einband: Hornplatteneinband mit mehrteiligen vergoldeten Miniaturen auf Vorder- und Rückdeckel

Auflage: 280 Exemplare

Kommentarband zur Edition von Karin Eckstein / David Ganz / Sibylle Ruß / Bettina Wagner

Die Faksimile-Edition steht unter dem hohen Patronat Seiner Exzellenz, des H.H. Erzbischof Dr. Ludwig Schick, Erzbischof von Bamberg.

 

Subskriptionspreis gültig bis 30.06.2020: 10950,00 Euro
Späterer Endpreis mindestens:   13600 Euro

 

Der Bamberger Psalter schimmert golden, warm und verheißungsvoll. Die vergoldeten Miniaturen auf Vorder- und Rückdeckel scheinen durch die dünnen Hornplatten des Einbands, fixiert durch filigrane Silberleisten. In seinem Innern funkelt das Gold, leuchten die Farben in Miniaturen und Initialen wie Kirchenfenster im Sonnenlicht. Der Inhalt und die Einband bilden eine vollkommene Einheit. Ein wahrer Feuerwerk spätromanischer Buchkunst!

 

Die Faksimile-Edition des Bamberger Psalters ist weltweit das einzige Faksimile, das einen Hornplatteneinband repliziert. Dessen originalgetreue Wiedergabe verlangt sehr viel handwerkliches Können, daher ist die Auflage dieser Faksimileausgabe auf nur 280 Exemplare limitiert.

 

Der Psalter gehört gewiss „zu den wertvollsten Handschriften des Mittelalters. Er ist zur Bauzeit des Bamberger Doms entstanden … und ein wichtiges Objekt des europäischen Kulturgutes. [Der große Kunsthistoriker] Wilhelm Messerer bezeichnete ihn als ‚Höhepunkt aller Bamberger Kunst‘.“ (S.E. Dr. Ludwig Schick, Erzbischof von Bamberg)

 

 

Ein harmonisches Ganzes

Der um 1220/30 entstandene Bamberger Psalter ist das perfekte Gemeinschaftswerk von zwei künstlerisch hochrangigen Buchmaler-Meistern, die in unterschiedlichen Traditionen stehen und deren Neben- und Miteinander den Stilwandel von der Romanik zur Gotik dokumentiert. Sie zeigen sich offen gegenüber neuen Strömungen, und es ist reizvoll, zu entdecken, wie in ihren lichtdurchfluteten Bildern ältere Stilformen mit neuen verschmelzen. Eine harmonische Einheit bilden ebenso der exklusive Hornplatteneinband und der goldstrahlende Inhalt der Handschrift, indem die auf Christus und Maria bezogenen Motive der Miniaturen unter den Hornplatten des Einbands die drei Bilderzyklen im Innern des Bamberger Psalters komplettieren.

Die reich ausgestatteten Handschriftenseiten des Bamberger Psalters ziehen den Betrachter ebenso in den Bann wie dessen blickfangende Hülle. Den Hauptschmuck bilden 15 ganzseitige Miniaturen mit Szenen zum Neuen Testament in drei Bilderzyklen zu jeweils fünf Miniaturen. Hinzu kommen acht ganzseitige verschlungene Goldinitialen, die den Psalter liturgisch in acht Abschnitte gliedern. Alle 150 Psalmen beginnen mit einer mehrzeiligen Goldinitiale auf farbigem Grund, die Versanfänge stets auf einer neuen Zeile mit einer ebenfalls in Gold ausgeführten Initiale.

Die Frage, wer den Bamberger Psalter in Auftrag gegeben hat, lässt sich nicht mehr beantworten. Dass der Psalter für die private Andacht einer höhergestellten Person bestimmt war, ist dabei unstrittig. Prächtige Psalterien waren oftmals mit adligen Damen verbunden. So zeigt die figürliche Initiale „I“ am Beginn von Psalm 86 eine betende Frau in Gold auf blau-grünem Grund. Das könnte als ein Hinweis auf die Stifterin der Handschrift verstanden werden. Im Kalendarium ist zum 5. Juni die Ermordung des Grafen Gebhard von Hirschberg († 1245) nachgetragen worden, was Anlass zur Spekulation über die familiäre Herkunft der Stifterin gegeben hat. In welcher Beziehung sie zu dem Ritter auf fol. 135v steht, bleibt freilich ihr Geheimnis.


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