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Bei Bestellungen unter 50,00 € fallen folgende Versandkosten an: Innerhalb Deutschlands 3,90 € , innerhalb Europas 6,90 €
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Der Queen-Mary-Psalter

Eine Handschrift der Superlative

 

Entstanden: Um 1310–1320 in England, London (?)

British Library, Royal MS 2 B. VII

Umfang: 638 Seiten

Format: 27,5 x 17,5 cm

Miniaturen: 374 Miniaturen, davon 151 Miniaturen in strahlendem Gold und 223 lavierte Federzeichnungen, 464 Bas-de-page-Szenen in zart kolorierter Grisaille-Zeichnung, 23 historisierte Initialen, zahlreiche mehrzeilige farbige Initialen mit Gold, punzierte Goldhintergründe, großflächig aufgetragenes Blattgold und fein schimmerndes Pinselgold, intensiv leuchtende Farben
Einband: Dunkelroter Ledereinband mit reicher Goldprägung auf dem Buchrücken und vergoldeten punzierten Zierecken sowie gravierten Schließenbeschlägen
Auflage: 480 nummerierte Exemplare
Kommentarband zur Edition von Nigel Morgan / Lynda Dennison / Delbert Russell

Die Faksimile-Edition erscheint im Frühjahr 2022.

Vorauszahlungspreis:             12.450,00 EUR (gültig bis 30.06.2021)
Subskriptionspreis:                   13.600,00 EUR (gültig bis Erscheinen)
Späterer Endpreis mindestens: 14.900,00 EUR

 

Eine Handschrift der Superlative aus dem ersten Viertel des 14. Jahrhunderts: mehr als 800 Miniaturen, historisierte Initialen und Bas-de-page-Szenen! Egal, an welcher Stelle man den Queen-Mary-Psalter aufschlägt, sofort taucht man in eine phantasievolle Bildwelt ein. Es grenzt an ein Wunder, dass ein einziger Künstler diese überwältigende Bilderfülle geschaffen hat, und doch sind alle Elemente des Buchschmucks aus einer Hand und von derselben höchsten künstlerischen Qualität. Erstmals kann dieser königliche Psalter nun als originalgetreue Faksimile-Edition Seite für Seite und Bild für Bild in seiner ganzen Pracht bei Ihnen zu Hause erlebt werden.

Ein königlicher Psalter
Der wahrscheinlich in London entstandene Queen-Mary-Psalter ist eine der wertvollsten Handschriften im Besitz der British Library. Umfang, Ausstattungsreichtum und die höchste künstlerische Qualität lassen keinen Zweifel, dass der oder die Auftraggeberin aus dem engsten Umfeld der englischen Königsfamilie stammte. Die Herstellung wird in den Zeitraum 1310–1320 datiert, also in die Regierungszeit von König Eduard II. und seiner Frau Isabella von Frankreich. Möglicherweise war der Psalter ein Geschenk an das Paar oder für ein königliches Kind gedacht. Die erste gesicherte Besitzerin des Psalters ist die englische Königin Maria I. Tudor (reg. 1553–1558), deren Namen der Psalter heute trägt.

Ein einziger genialer Buchmaler
Es ist kaum zu glauben, dass der Queen-Mary-Psalter das Werk eines einzigen Buchmalers ist. Miniaturen, Zeichnungen, Initialen – alles ist in einer Qualität, die die gesamte englische und französische Buchmalerei der Gotik überstrahlt. Der Buchmaler ist nur unter seinem Notnamen „Queen-Mary-Meister“ bekannt. Sein technisches Geschick und seine erstklassige Vorstellungskraft ermöglichten es ihm, aus vielfältigen Quellen einen ganz persönlichen Stil zu schaffen. Sein Figurenstil ist eine exquisite Neuinterpretation und Verfeinerung der etablierten Buchmalerei in England. Seine Rolle in der englischen Kunst kann mit der von Giotto in Italien und mit der von Jean Pucelle in Frankreich verglichen werden.

Atemberaubend vielfältig
Mit seinem Bilderreichtum ist der Queen-Mary-Psalter eine wahre Bilderbibel. Den Auftakt bildet ein Zyklus mit rund 223 Illustrationen zum Alten Testament, danach folgt der Festkalender mit 24 seitenbreiten gerahmten Miniaturen. Über 100 Miniaturen erzählen das Leben, die Wunder und die Passion Jesu in teilweise ungewöhnlichen Ikonographien und Szenen. Der als »Bas-de-page« bezeichnete Leerraum unten auf der Seite präsentiert das Mittelalter in seiner gesamten Vielfalt: die Tierwelt des Bestiariums, Ritter in Turnieren und in der Schlacht, Szenen der Jagd, höfisches Leben mit Tafelfreuden, Musikanten, Gauklern, Drolerien und mythologische Wesen – der Phantasie des Queen-Mary-Meisters sind keine Grenzen gesetzt.

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Der Queen-Mary-Psalter

12.450,00inkl. MwSt.
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Eine Handschrift der Superlative

 

Entstanden: Um 1310–1320 in England, London (?)

British Library, Royal MS 2 B. VII

Umfang: 638 Seiten

Format: 27,5 x 17,5 cm

Miniaturen: 374 Miniaturen, davon 151 Miniaturen in strahlendem Gold und 223 lavierte Federzeichnungen, 464 Bas-de-page-Szenen in zart kolorierter Grisaille-Zeichnung, 23 historisierte Initialen, zahlreiche mehrzeilige farbige Initialen mit Gold, punzierte Goldhintergründe, großflächig aufgetragenes Blattgold und fein schimmerndes Pinselgold, intensiv leuchtende Farben
Einband: Dunkelroter Ledereinband mit reicher Goldprägung auf dem Buchrücken und vergoldeten punzierten Zierecken sowie gravierten Schließenbeschlägen
Auflage: 480 nummerierte Exemplare
Kommentarband zur Edition von Nigel Morgan / Lynda Dennison / Delbert Russell

Die Faksimile-Edition erscheint im Frühjahr 2022.

Vorauszahlungspreis:             12.450,00 EUR (gültig bis 30.06.2021)
Subskriptionspreis:                   13.600,00 EUR (gültig bis Erscheinen)
Späterer Endpreis mindestens: 14.900,00 EUR

 

Eine Handschrift der Superlative aus dem ersten Viertel des 14. Jahrhunderts: mehr als 800 Miniaturen, historisierte Initialen und Bas-de-page-Szenen! Egal, an welcher Stelle man den Queen-Mary-Psalter aufschlägt, sofort taucht man in eine phantasievolle Bildwelt ein. Es grenzt an ein Wunder, dass ein einziger Künstler diese überwältigende Bilderfülle geschaffen hat, und doch sind alle Elemente des Buchschmucks aus einer Hand und von derselben höchsten künstlerischen Qualität. Erstmals kann dieser königliche Psalter nun als originalgetreue Faksimile-Edition Seite für Seite und Bild für Bild in seiner ganzen Pracht bei Ihnen zu Hause erlebt werden.

Ein königlicher Psalter
Der wahrscheinlich in London entstandene Queen-Mary-Psalter ist eine der wertvollsten Handschriften im Besitz der British Library. Umfang, Ausstattungsreichtum und die höchste künstlerische Qualität lassen keinen Zweifel, dass der oder die Auftraggeberin aus dem engsten Umfeld der englischen Königsfamilie stammte. Die Herstellung wird in den Zeitraum 1310–1320 datiert, also in die Regierungszeit von König Eduard II. und seiner Frau Isabella von Frankreich. Möglicherweise war der Psalter ein Geschenk an das Paar oder für ein königliches Kind gedacht. Die erste gesicherte Besitzerin des Psalters ist die englische Königin Maria I. Tudor (reg. 1553–1558), deren Namen der Psalter heute trägt.

Ein einziger genialer Buchmaler
Es ist kaum zu glauben, dass der Queen-Mary-Psalter das Werk eines einzigen Buchmalers ist. Miniaturen, Zeichnungen, Initialen – alles ist in einer Qualität, die die gesamte englische und französische Buchmalerei der Gotik überstrahlt. Der Buchmaler ist nur unter seinem Notnamen „Queen-Mary-Meister“ bekannt. Sein technisches Geschick und seine erstklassige Vorstellungskraft ermöglichten es ihm, aus vielfältigen Quellen einen ganz persönlichen Stil zu schaffen. Sein Figurenstil ist eine exquisite Neuinterpretation und Verfeinerung der etablierten Buchmalerei in England. Seine Rolle in der englischen Kunst kann mit der von Giotto in Italien und mit der von Jean Pucelle in Frankreich verglichen werden.

Atemberaubend vielfältig
Mit seinem Bilderreichtum ist der Queen-Mary-Psalter eine wahre Bilderbibel. Den Auftakt bildet ein Zyklus mit rund 223 Illustrationen zum Alten Testament, danach folgt der Festkalender mit 24 seitenbreiten gerahmten Miniaturen. Über 100 Miniaturen erzählen das Leben, die Wunder und die Passion Jesu in teilweise ungewöhnlichen Ikonographien und Szenen. Der als »Bas-de-page« bezeichnete Leerraum unten auf der Seite präsentiert das Mittelalter in seiner gesamten Vielfalt: die Tierwelt des Bestiariums, Ritter in Turnieren und in der Schlacht, Szenen der Jagd, höfisches Leben mit Tafelfreuden, Musikanten, Gauklern, Drolerien und mythologische Wesen – der Phantasie des Queen-Mary-Meisters sind keine Grenzen gesetzt.


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Astro-medizinischer Kalender

2.200,00
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Handschrift: Strasbourg, Bibliothèque nationale et universitaire, Ms. 7141
Entstanden: Um 1460, Oberrhein (Freiburg, Colmar)
Umfang: 24 Seiten
Format: 20,6 x 15,5 cm
Miniaturen: 12 golden umrahmte Monatsmedaillons, 12 Tierkreiszeichen und elf Gelehrtenbilder mit 22 goldenen Zierbögen. Reiche Bildausstattung mit Gold und leuchtender Deckfarbenmalerei
Einband: Pergamenteinband mit feiner Goldprägung
Kommentarband zur Edition von Christoph Mackert mit einem Beitrag von Lieselotte Saurma-Jeltsch. Alle Texte sind transkribiert und ins Neuhochdeutsche übertragen
Auflage: 680 nummerierte Exemplare


Die Faksimile-Edition erscheint im Herbst 2020.


Holen Sie sich mit dem Astro-medizinischen Kalender das Alltagsleben des Mittelalters direkt in ihr Wohnzimmer! Gesundheits- und Ernährungstipps, Wetterprognosen und Monatsregeln: Ein kostbar ausgestatteter, immerwährender Kalender aus der Zeit um 1460 lässt Monat für Monat tief in die mittelalterliche Vorstellungswelt blicken. Er vereint dabei auf 24 Seiten verschiedenste Komponenten und ist gleichzeitig Kalender, medizinischer Ratgeber, astrologischer Leitfaden und prognostiziert das Wetter. Farbenfroher Buchschmuck und schwungvolle Figuren voller Lebendigkeit illustrieren jeden Monat. Auch heute noch ist ein solcher Ratgeber in jedem Haushalt ein ganz besonderes Schatzkästlein!

Wie stehen die Sterne in diesem Monat? Was bedeuten Wetterphänomene? Was muss im Hinblick auf Gesundheit und Ernährung beachtet werden? Auf solche Fragen des mittelalterlichen Menschen weiß der Kalender Antworten. So soll beispielsweise im Mai jeden Morgen Ziegenmilch getrunken werden, und es werden frische Kräuter empfohlen. Im Oktober ist für dreizehn Tage prognostiziert, welche Ereignisse nach dem Donner eintreten. Monat für Monat stehen sich Kalenderblatt und die jeweiligen Ratschläge zur Gesundheit, Wetterprognosen und Erläuterungen zu den Sternzeichen gegenüber. Mit seinen Erklärungen in der Volkssprache bietet der Astro-medizinische Kalender komplexes Gelehrtenwissen für den Alltagsgebrauch.

Gesundheit und Charakter der Menschen werden nach mittelalterlicher Vorstellung von kosmischen Kräften bestimmt. Gemäß antiker Tradition besteht alles aus den vier Elementen Erde, Feuer, Wasser und Luft. Diesen sind vier Primärqualitäten zugeordnet (trocken, feucht, heiß und kalt), die wiederum mit den vier Körpersäften und den vier Temperamenten (Sanguiniker, Phlegmatiker, Choleriker, Melancholiker) verbunden sind. Je nach Jahreszeit, Mondstand, Tierkreiszeichen, Monat, Tag oder Stunde galten andere Einflüsse auf die Säftemischung des mittelalterlichen Menschen, die es auszugleichen galt – sich über den Kosmos zu informieren, war daher essentiell, um Krankheiten zu behandeln oder vorzubeugen. (Quelle QUATERNIO)

 

Subskriptionspreis (gültig bis Erscheinen) 2200,00 EURO

Endpreis mind. 2480,00 EURO

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Astro-medizinischer Kalender

2.200,00inkl. MwSt.
Bei Bestellungen unter 50,00 € fallen folgende Versandkosten an: Innerhalb Deutschlands 3,90 € , innerhalb Europas 6,90 €

Handschrift: Strasbourg, Bibliothèque nationale et universitaire, Ms. 7141
Entstanden: Um 1460, Oberrhein (Freiburg, Colmar)
Umfang: 24 Seiten
Format: 20,6 x 15,5 cm
Miniaturen: 12 golden umrahmte Monatsmedaillons, 12 Tierkreiszeichen und elf Gelehrtenbilder mit 22 goldenen Zierbögen. Reiche Bildausstattung mit Gold und leuchtender Deckfarbenmalerei
Einband: Pergamenteinband mit feiner Goldprägung
Kommentarband zur Edition von Christoph Mackert mit einem Beitrag von Lieselotte Saurma-Jeltsch. Alle Texte sind transkribiert und ins Neuhochdeutsche übertragen
Auflage: 680 nummerierte Exemplare


Die Faksimile-Edition erscheint im Herbst 2020.


Holen Sie sich mit dem Astro-medizinischen Kalender das Alltagsleben des Mittelalters direkt in ihr Wohnzimmer! Gesundheits- und Ernährungstipps, Wetterprognosen und Monatsregeln: Ein kostbar ausgestatteter, immerwährender Kalender aus der Zeit um 1460 lässt Monat für Monat tief in die mittelalterliche Vorstellungswelt blicken. Er vereint dabei auf 24 Seiten verschiedenste Komponenten und ist gleichzeitig Kalender, medizinischer Ratgeber, astrologischer Leitfaden und prognostiziert das Wetter. Farbenfroher Buchschmuck und schwungvolle Figuren voller Lebendigkeit illustrieren jeden Monat. Auch heute noch ist ein solcher Ratgeber in jedem Haushalt ein ganz besonderes Schatzkästlein!

Wie stehen die Sterne in diesem Monat? Was bedeuten Wetterphänomene? Was muss im Hinblick auf Gesundheit und Ernährung beachtet werden? Auf solche Fragen des mittelalterlichen Menschen weiß der Kalender Antworten. So soll beispielsweise im Mai jeden Morgen Ziegenmilch getrunken werden, und es werden frische Kräuter empfohlen. Im Oktober ist für dreizehn Tage prognostiziert, welche Ereignisse nach dem Donner eintreten. Monat für Monat stehen sich Kalenderblatt und die jeweiligen Ratschläge zur Gesundheit, Wetterprognosen und Erläuterungen zu den Sternzeichen gegenüber. Mit seinen Erklärungen in der Volkssprache bietet der Astro-medizinische Kalender komplexes Gelehrtenwissen für den Alltagsgebrauch.

Gesundheit und Charakter der Menschen werden nach mittelalterlicher Vorstellung von kosmischen Kräften bestimmt. Gemäß antiker Tradition besteht alles aus den vier Elementen Erde, Feuer, Wasser und Luft. Diesen sind vier Primärqualitäten zugeordnet (trocken, feucht, heiß und kalt), die wiederum mit den vier Körpersäften und den vier Temperamenten (Sanguiniker, Phlegmatiker, Choleriker, Melancholiker) verbunden sind. Je nach Jahreszeit, Mondstand, Tierkreiszeichen, Monat, Tag oder Stunde galten andere Einflüsse auf die Säftemischung des mittelalterlichen Menschen, die es auszugleichen galt – sich über den Kosmos zu informieren, war daher essentiell, um Krankheiten zu behandeln oder vorzubeugen. (Quelle QUATERNIO)

 

Subskriptionspreis (gültig bis Erscheinen) 2200,00 EURO

Endpreis mind. 2480,00 EURO


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Das Brandenburger Evangelistar

7.980,00
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Bei Bestellungen unter 50,00 € fallen folgende Versandkosten an: Innerhalb Deutschlands 3,90 € , innerhalb Europas 6,90 €
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Ein Schlüsselwerk deutscher Buchmalerei

 

Entstanden: Um 1210 in Magdeburg

Brandenburg, Domstift, Ms. 1

Umfang: 218 Seiten

Format: 33,6 x 24,0 cm

Miniaturen: 18 ganzseitige Miniaturen, eine ganzseitige Zierinitiale, zehn große miniaturenartige Zierinitialen, zahlreiche mehrzeilige Goldinitialen auf farbigem Grund und farbige Initialen auf Goldgrund, großflächig aufgetragenes Blattgold, glänzendes Silber, intensiv leuchtende Farben

Einband: Edler, weißer Ledereinband

Kommentarband zur Edition von Beate Braun-Niehr / Klaus Niehr / Christina Meckelnborg / Rüdiger von Schnurbein / Fabian Kolb

Auflage: 680 nummerierte Exemplare

 

Die Faksimile-Edition erscheint im Winter 2020/2021.

 

Die Prämonstratenser des Brandenburger Domstifts haben um 1210 ein Skriptorium in der Stadt Magdeburg mit der Herstellung des Brandenburger Evangelistars beauftragt. Eng mit der niedersächsischen und thüringischen Buchmalerei verbunden und von der damals führenden byzantinischen Kunst inspiriert, entstand ein Schlüsselwerk der deutschen Buchmalerei. Bilder und Initialen bestechen durch ihre Kunstfertigkeit: geschickt gesetzte Lichtpunkte auf den Gewändern unterstreichen die Dynamik der Figuren; die Intensität der Gefühlsdarstellungen schlägt eine Brücke zum Betrachter; großflächige Goldhintergründe verleihen den Szenen eine spektakuläre Atmosphäre.

 

Initialen – so kunstvoll wie Bilder

Die historisierten Initialen ergänzen den Miniaturenreichtum des Brandenburger Evangelistars mit zusätzlichem Bildschmuck. Neben einer ganzseitigen Initialzierseite schmücken zehn große Initialen den Text. Die Kreativität der Buchmaler zeigt sich auch in der Vielfalt der Initialengestaltung. Neben den bildgleichen Initialen vor Goldgrund gibt es reich gefüllte, goldene ornamentale Zierinitialen auf farbigem Grund. Farbenfrohe Rankeninitialen sind von dem zu Beginn des 13. Jahrhunderts modernen »Channel Style« inspiriert und bringen Abwechslung. Daneben gibt es ganz eigenwillige Initialen, die auf einzigartige Weise Figuren und Buchstabenkörper zu einem Ganzen verschmelzen.

Ungewöhnlich in einem Evangelistar

 

Das Evangelistar ist ein liturgisches Buch mit Lesungen aus den vier Evangelien, die der Diakon in der Messe vorliest – um so erstaunlicher, dass sich auf fol. 54v–56r des Brandenburger Evangelistars der komplette Wortlaut und die Melodie des Exsultet finden. Der Gesang wird zu Beginn der Osternachtsfeier gesungen und ist in gregorianischen Neumen, die Vorläufer der heutigen Noten, aufgezeichnet. Die Bezeichnung leitet sich vom ersten Wort des Gesangs „Exultet“ (lat. Es jauchze) ab und wird datiert ins 4./5. Jahrhundert. Blaue und rote Initialen schmücken diese besonderen Seiten. Im Kommentarband wird das Exsultet transkribiert, übersetzt und in moderne Notation übertragen.

 

In einer ungemein ausdrucksstarken Miniatur sind die zwei Szenen der Grablegung und der Beweinung vereint. Der Buchmaler des Brandenburger Evangelistars hat den im Johannesevangelium erwähnten Garten in der Nähe des Golgatha-Hügels ganz wörtlich genommen und eine Blumenwiese mit Laub- und Obstbäumen dargestellt. Inmitten dieser hoffnungsvoll blühenden Landschaft steht der Sarkophag mit Christi Leichnam. Der Körper wird von Joseph von Arimathäa einbalsamiert, während Nikodemus behutsam den Kopf des Verstorbenen stützt und ein Gehilfe Christi Füße mit Stoffbinden umwickelt. Diese für diese frühe Zeit ungewöhnlich detailreiche Darstellung hat etwas zutiefst Berührendes.

 

Schmerzbewegt wird das Geschehen vom oberen Bildteil aus betrachtet, wo sich pointiert die Gruppe von stillen Trauernden vor strahlendem Goldgrund abhebt. Mimik und Gestik des Johannes und der drei Marien sind von intensiver Ausdrucksstärke und machen die Emotionen für den Betrachter greifbar – eine ganz besondere Stärke dieses Buchmaler-Meisters! Sie sind vom offenen Grab durch eine Wiese mit Blumen und einem zackenförmigen Felsenrand getrennt. Ein rötlicher Rahmen aus Palmettenfries mit quadratischen Ornamenten in verschiedenen Farben und feinen goldenen Balken schließt die Szene bildhaft ein

 

Subskriptionspreis bis Erscheinen – 7980,00 Euro

Späterer Endpreis mindestens – 8850,00 Euro


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Das Brandenburger Evangelistar

7.980,00inkl. MwSt.
Bei Bestellungen unter 50,00 € fallen folgende Versandkosten an: Innerhalb Deutschlands 3,90 € , innerhalb Europas 6,90 €

Ein Schlüsselwerk deutscher Buchmalerei

 

Entstanden: Um 1210 in Magdeburg

Brandenburg, Domstift, Ms. 1

Umfang: 218 Seiten

Format: 33,6 x 24,0 cm

Miniaturen: 18 ganzseitige Miniaturen, eine ganzseitige Zierinitiale, zehn große miniaturenartige Zierinitialen, zahlreiche mehrzeilige Goldinitialen auf farbigem Grund und farbige Initialen auf Goldgrund, großflächig aufgetragenes Blattgold, glänzendes Silber, intensiv leuchtende Farben

Einband: Edler, weißer Ledereinband

Kommentarband zur Edition von Beate Braun-Niehr / Klaus Niehr / Christina Meckelnborg / Rüdiger von Schnurbein / Fabian Kolb

Auflage: 680 nummerierte Exemplare

 

Die Faksimile-Edition erscheint im Winter 2020/2021.

 

Die Prämonstratenser des Brandenburger Domstifts haben um 1210 ein Skriptorium in der Stadt Magdeburg mit der Herstellung des Brandenburger Evangelistars beauftragt. Eng mit der niedersächsischen und thüringischen Buchmalerei verbunden und von der damals führenden byzantinischen Kunst inspiriert, entstand ein Schlüsselwerk der deutschen Buchmalerei. Bilder und Initialen bestechen durch ihre Kunstfertigkeit: geschickt gesetzte Lichtpunkte auf den Gewändern unterstreichen die Dynamik der Figuren; die Intensität der Gefühlsdarstellungen schlägt eine Brücke zum Betrachter; großflächige Goldhintergründe verleihen den Szenen eine spektakuläre Atmosphäre.

 

Initialen – so kunstvoll wie Bilder

Die historisierten Initialen ergänzen den Miniaturenreichtum des Brandenburger Evangelistars mit zusätzlichem Bildschmuck. Neben einer ganzseitigen Initialzierseite schmücken zehn große Initialen den Text. Die Kreativität der Buchmaler zeigt sich auch in der Vielfalt der Initialengestaltung. Neben den bildgleichen Initialen vor Goldgrund gibt es reich gefüllte, goldene ornamentale Zierinitialen auf farbigem Grund. Farbenfrohe Rankeninitialen sind von dem zu Beginn des 13. Jahrhunderts modernen »Channel Style« inspiriert und bringen Abwechslung. Daneben gibt es ganz eigenwillige Initialen, die auf einzigartige Weise Figuren und Buchstabenkörper zu einem Ganzen verschmelzen.

Ungewöhnlich in einem Evangelistar

 

Das Evangelistar ist ein liturgisches Buch mit Lesungen aus den vier Evangelien, die der Diakon in der Messe vorliest – um so erstaunlicher, dass sich auf fol. 54v–56r des Brandenburger Evangelistars der komplette Wortlaut und die Melodie des Exsultet finden. Der Gesang wird zu Beginn der Osternachtsfeier gesungen und ist in gregorianischen Neumen, die Vorläufer der heutigen Noten, aufgezeichnet. Die Bezeichnung leitet sich vom ersten Wort des Gesangs „Exultet“ (lat. Es jauchze) ab und wird datiert ins 4./5. Jahrhundert. Blaue und rote Initialen schmücken diese besonderen Seiten. Im Kommentarband wird das Exsultet transkribiert, übersetzt und in moderne Notation übertragen.

 

In einer ungemein ausdrucksstarken Miniatur sind die zwei Szenen der Grablegung und der Beweinung vereint. Der Buchmaler des Brandenburger Evangelistars hat den im Johannesevangelium erwähnten Garten in der Nähe des Golgatha-Hügels ganz wörtlich genommen und eine Blumenwiese mit Laub- und Obstbäumen dargestellt. Inmitten dieser hoffnungsvoll blühenden Landschaft steht der Sarkophag mit Christi Leichnam. Der Körper wird von Joseph von Arimathäa einbalsamiert, während Nikodemus behutsam den Kopf des Verstorbenen stützt und ein Gehilfe Christi Füße mit Stoffbinden umwickelt. Diese für diese frühe Zeit ungewöhnlich detailreiche Darstellung hat etwas zutiefst Berührendes.

 

Schmerzbewegt wird das Geschehen vom oberen Bildteil aus betrachtet, wo sich pointiert die Gruppe von stillen Trauernden vor strahlendem Goldgrund abhebt. Mimik und Gestik des Johannes und der drei Marien sind von intensiver Ausdrucksstärke und machen die Emotionen für den Betrachter greifbar – eine ganz besondere Stärke dieses Buchmaler-Meisters! Sie sind vom offenen Grab durch eine Wiese mit Blumen und einem zackenförmigen Felsenrand getrennt. Ein rötlicher Rahmen aus Palmettenfries mit quadratischen Ornamenten in verschiedenen Farben und feinen goldenen Balken schließt die Szene bildhaft ein

 

Subskriptionspreis bis Erscheinen – 7980,00 Euro

Späterer Endpreis mindestens – 8850,00 Euro



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