Evangelistare

Evangelistar

Ein Evangelistar ist ein liturgisches Buch, das die in der Messe zu lesenden Abschnitte aus den Evangelien enthält. Textstücke aus dem Neuen Testament, die an den einzelnen Tagen und Festen im regelmäßigen Rhythmus der Jahre wiederholt wurden, wurden in einer Liste , dem „Capitulare“ oder „Comes“, mit den Anfangsworten der Texte zusammengestellt, um sie leichter auffinden zu können. Seit dem 8. Jahrhundert wurden die Evangelienstücke in separaten Büchern, den sogenannten Evangelistaren aufgezeichnet.

 

 

Reichenauer Evangelistar

 

Entstanden: 2. Hälfte des 11.  Jahrhunderts
Kupferstichkabinett der Staatl. Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin
Umfang: 182 Seiten
Format: 28 x 21 cm
Miniaturen: 29 ganzseitige oder streifenartig eingefügte Miniaturen, 6 Zierseiten und zahlreiche Initialen.
Einband: Pergament, dem Charakter der Handschrift entsprechend.

inkl. Kommentarband

 

Das Reichenauer Evangelistar ist vor über 900 Jahren vermutlich im Skriptorium des Klosters Reichenau, der damals bedeutendsten abendländischen Malschule, entstanden und gilt heute als Schlüsselwerk für die Beurteilung der Reichenauer Buchmalerei.

 

Dem Betrachter werden die zentralen Abschnitte der Heilsgeschichte dargeboten.

Mit dem unmittelbaren Nebeneinander von Elementen verschiedener Stilstufen erweist sich das Reichenauer Evangelistar als ein typisches Produkt einer Übergangszeit, in dem Tradition und Neubeginn ihre deutlichen Spuren hinterlassen und zu einer einmaligen, in dieser Kombination unwiederholbaren Synthese zusammengefunden haben. (Adeva)

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Das Brandenburger Evangelistar

 

Ein Schlüsselwerk deutscher Buchmalerei

 

Entstanden: Um 1210 in Magdeburg

Brandenburg, Domstift, Ms. 1

Umfang: 218 Seiten

Format: 33,6 x 24,0 cm

Miniaturen: 18 ganzseitige Miniaturen, eine ganzseitige Zierinitiale, zehn große miniaturenartige Zierinitialen, zahlreiche mehrzeilige Goldinitialen auf farbigem Grund und farbige Initialen auf Goldgrund, großflächig aufgetragenes Blattgold, glänzendes Silber, intensiv leuchtende Farben

Einband: Edler, weißer Ledereinband

Kommentarband zur Edition von Beate Braun-Niehr / Klaus Niehr / Christina Meckelnborg / Rüdiger von Schnurbein / Fabian Kolb

Auflage: 680 nummerierte Exemplare

 

Die Faksimile-Edition erscheint im Winter 2020/2021.

 

Die Prämonstratenser des Brandenburger Domstifts haben um 1210 ein Skriptorium in der Stadt Magdeburg mit der Herstellung des Brandenburger Evangelistars beauftragt. Eng mit der niedersächsischen und thüringischen Buchmalerei verbunden und von der damals führenden byzantinischen Kunst inspiriert, entstand ein Schlüsselwerk der deutschen Buchmalerei. Bilder und Initialen bestechen durch ihre Kunstfertigkeit: geschickt gesetzte Lichtpunkte auf den Gewändern unterstreichen die Dynamik der Figuren; die Intensität der Gefühlsdarstellungen schlägt eine Brücke zum Betrachter; großflächige Goldhintergründe verleihen den Szenen eine spektakuläre Atmosphäre.

 

Initialen – so kunstvoll wie Bilder

Die historisierten Initialen ergänzen den Miniaturenreichtum des Brandenburger Evangelistars mit zusätzlichem Bildschmuck. Neben einer ganzseitigen Initialzierseite schmücken zehn große Initialen den Text. Die Kreativität der Buchmaler zeigt sich auch in der Vielfalt der Initialengestaltung. Neben den bildgleichen Initialen vor Goldgrund gibt es reich gefüllte, goldene ornamentale Zierinitialen auf farbigem Grund. Farbenfrohe Rankeninitialen sind von dem zu Beginn des 13. Jahrhunderts modernen »Channel Style« inspiriert und bringen Abwechslung. Daneben gibt es ganz eigenwillige Initialen, die auf einzigartige Weise Figuren und Buchstabenkörper zu einem Ganzen verschmelzen.

Ungewöhnlich in einem Evangelistar

 

Das Evangelistar ist ein liturgisches Buch mit Lesungen aus den vier Evangelien, die der Diakon in der Messe vorliest – um so erstaunlicher, dass sich auf fol. 54v–56r des Brandenburger Evangelistars der komplette Wortlaut und die Melodie des Exsultet finden. Der Gesang wird zu Beginn der Osternachtsfeier gesungen und ist in gregorianischen Neumen, die Vorläufer der heutigen Noten, aufgezeichnet. Die Bezeichnung leitet sich vom ersten Wort des Gesangs „Exultet“ (lat. Es jauchze) ab und wird datiert ins 4./5. Jahrhundert. Blaue und rote Initialen schmücken diese besonderen Seiten. Im Kommentarband wird das Exsultet transkribiert, übersetzt und in moderne Notation übertragen.

 

In einer ungemein ausdrucksstarken Miniatur sind die zwei Szenen der Grablegung und der Beweinung vereint. Der Buchmaler des Brandenburger Evangelistars hat den im Johannesevangelium erwähnten Garten in der Nähe des Golgatha-Hügels ganz wörtlich genommen und eine Blumenwiese mit Laub- und Obstbäumen dargestellt. Inmitten dieser hoffnungsvoll blühenden Landschaft steht der Sarkophag mit Christi Leichnam. Der Körper wird von Joseph von Arimathäa einbalsamiert, während Nikodemus behutsam den Kopf des Verstorbenen stützt und ein Gehilfe Christi Füße mit Stoffbinden umwickelt. Diese für diese frühe Zeit ungewöhnlich detailreiche Darstellung hat etwas zutiefst Berührendes.

 

Schmerzbewegt wird das Geschehen vom oberen Bildteil aus betrachtet, wo sich pointiert die Gruppe von stillen Trauernden vor strahlendem Goldgrund abhebt. Mimik und Gestik des Johannes und der drei Marien sind von intensiver Ausdrucksstärke und machen die Emotionen für den Betrachter greifbar – eine ganz besondere Stärke dieses Buchmaler-Meisters! Sie sind vom offenen Grab durch eine Wiese mit Blumen und einem zackenförmigen Felsenrand getrennt. Ein rötlicher Rahmen aus Palmettenfries mit quadratischen Ornamenten in verschiedenen Farben und feinen goldenen Balken schließt die Szene bildhaft ein

 

Das Brandenburger Evangelistar

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Echternacher Evangelistar

 

Entstanden: 1030 in der Abtei Echternach
Bibliothèque royale de Belgique, Brüssel
Umfang: 310 Seiten
Format: 20,5 x 14,7 cm
Miniaturen: 41 zumeist ganzseitige Miniaturen,13 großzügig geschmückte Textzierseiten und mehr als 52 phantasievolle Goldinitialen.
Einband: Einband mit Lederrücken, Holzdeckel und einer Messingschließe.
Inkl. Kommentarband
Auflage: 980 Exemplare

Beim Verlag vergriffen!

 

Kostbare Farben und leuchtendes Gold auf annähernd jeder Seite verbreiten im Echternacher Evangelistar einen noblen Glanz, der charakteristisch für die Werke auf lothringischen Abtei. Bei dieser Ausstattungsfreude ist es leicht nachzuvollziehen, warum die Salierkaiser im 11. Jahrhundert Echternach zu Ihrem Hauskloster machten. Doch nicht nur die Ausstattung beeindruckt damals wie heute, auch die qualitätsvolle Malerei mit Ihrem innovativen Bildprogramm sucht ihresgleichen.

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Godescalc-Evangelistar

 

Entstanden: 781 – 783

Bibliothèque nationale de France in Paris

Umfang: 254 Seiten
Format: 31 x 21 cm

Miniaturen: 6 ganzseitige Miniaturen, der gesamte Text ist in Gold und Silber auf Purpurpergament geschrieben, die Seiten sind mit reichem Ornamentschmuck versehen.

Einband: Roter Ledereinband

Auflage: 980 Exemplare
Inkl. Kommentarband

 

Antiquarisches Exemplar

 

Von Karl dem Großen persönlich zwischen 781 und 783 in Auftrag gegeben, kommt dem Godescalc-Evangelistar als liturgischer Prachthandschrift eine sowohl kunsthistorisch als auch historisch herausragende Bedeutung zu. Dem Reichtum und Rang der hohen Auftraggeber entsprechend, ist es mit allen Mitteln der Schreib- und Malkunst ausgestattet, die am Hofe verfügbar waren: Die goldene und silberne Tinte steht auf kostbarem Purpurpergament, die Seiten sind mit reichem Ornamentschmuck verziert und eine Reihe von sechs ganzseitigen Miniaturen eröffnet den Text.

Das prachtvolle Evangelistar enthält die Evangelienlesungen (Evangelienperikopen) in der liturgischen Abfolge des Kirchenjahres. Das elegante, ebenmäßige und schwungvolle Textbild ergibt sich durch die Verwendung einer Kombination aus Unziale, früher karolingischer Minuskel und Capitalis rustica.

Eingeleitet wird die Handschrift von sechs ganzseitigen Miniaturen: vier Evangelistenbilder, eine Christusdarstellung sowie das Bild eines Lebensbrunnens, der hier als Motiv zum ersten Mal überhaupt in einem erhaltenen Evangelistar auftaucht.

Das Evangelistar wurde von Karl dem Großen und seiner Gemahlin Hildegard in Auftrag gegeben. Es sollte ein Buch angefertigt werden, das eine Abfolge der Evangelienlesungen gemäß dem Verlauf des liturgischen Jahres enthält. Begonnen im Jahr 781 und beendet im Jahr 783, wurde das Evangelistar anlässlich Karls Italienzuges im Jahr 780/781, mit dem Aufenthalt Karls in Rom am Grabe des Heiligen Petrus und der Taufe seines Sohnes Pippin durch Papst Hadrian I., angefertigt. Der Schreiber der Handschrift, Godescalc, dessen Namen das Evangeliar trägt, begleitete Karl den Großen auf dieser Reise und verewigte den Italienzug in seinem Widmungsgedicht.

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Godescalc Evangelistar

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Godescalc Evangelistar

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Festtagsevangelistar - Die Evangelienharmonie des Eusebius

Entstanden: 11. Jahrhundert
Bibliotheca Queriniana, Brescia
Format: 35 x 25 cm
Umfang: 50 Seiten, randbeschnitten
Miniaturen: 19 Kanontafeln, 11 Miniaturseiten und 12 ganzseitige Initialen mit reichem Goldschmuck
Einband: Halbleder-Einband im Schuber
Auflage: 980 nummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband

Beim Verlag vergriffen

 

Das Festtagsevangelistar entstand im 11. Jahrhundert im Skriptorium der Insel Reichenau.

Am Anfang des Codex stehen Canones-Bögen, die der Evangelienharmonie des Eusebius aus dem 4. Jahrhundert als Rahmen dienen. Es folgt das eigentliche Perikopenbuch. Den Festtagscharakter des Buches unterstreichen auch die auf Purpurgrund gestellten Initialen zu den einzelnen Lesungen. Insbesondere deren orange Füllungen tragen zu jener Farbkraft bei, die für die ottonische Buchmalerei der Reichenau als typisch gelten kann

398,00
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Festtagsevangelistar

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Festtagsevangelistar

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Das Passauer Evangelistar

 

Romanische Buchkunst in Gold und Silber

 

Entstanden: 1170–1180 in Passau (St. Nikola)
München, Bayerische Staatsbibliothek
Umfang: 88 Seiten
Format: ca. 32,5 × 22,5 cm
Miniaturen: 49 große Zierinitialen und 8 ganzseitige Miniaturen
Einband: Matt schimmerndes Gewebe aus Halbseide, das prachtvoll mit Tier- und Pflanzenmotiven gemustert ist, in einer Präsentationskassette aus Acrylglas
Auflage: 680 nummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband

Die Faksimileedition erscheint im Winter 2017/2018

 

Im 12. Jahrhundert entstanden in den Passauer Skriptorien kostbare Handschriften, die von weltlichen und geistlichen Fürsten hochgeschätzt wurden. Doch haben Brände und Erdbeben diese reiche Handschriftenüberlieferung fast zur Gänze ausgelöscht. Beim Brand von 1389 wurden die Bestände in der Bibliothek von St. Nikola fast vollständig vernichtet. Umso schätzbarer ist der Wert des Passauers Evangelistars, da es heute beinahe das einzige erhaltene Zeugnis für die künstlerisch hochstehende und eigenständige Passauer Buchmalerei aus der Zeit der Romanik ist.

Das Passauer Evangelistar ist das kongeniale Werk zweier Buchmaler, die Miniaturen und Initialen geschaffen haben. Sie sind benannt nach den Sujets ihrer Hauptminiaturen „Petrus-Meister“ und Ecclesia-Meister“. Die zwei Buchmaler sind deutlich von Stilelementen der byzantinischen Malerei beeinflusst.

Evangelistar aus St. Peter

 

Entstanden: 1200

Badische Landesbibliothek Karlsruhe

Umfang: 26 Seiten

Format: 32.8 x 27,5

Miniaturen: 12 große, fast ganzseitige Miniaturen

Einband: Weinroter Schafleder-Einband

Auflage: 700 nummerierte Exemplare

Feuermann-Verlag Basel

Inkl. Kommentarband

 

Der Codex ist ein Evangelistar oder Perikopenbuch, worin die Lesestücke, die sogenannten Perikopen, enthalten sind, wie man sie für sonn- und feiertäglichen Gottesdienst aus den vier Evangelien zusammengestellt hat. Innerhalb dieser Gruppe verkörpert die Handschrift nun den besonders seltenen und in seiner Art ungewöhnlichen Buchtypus der Prunkhandschrift, die, im Gegensatz zu anderen Evangelistaren, nicht für den täglichen Gebrauch bestimmt war, sondern nur die Lesestücke für die zwölf hohen Feste des Kirchenjahres umfasst. Diese sind mit reichem, künstlerischem Schmuck versehen, der aus Zierinitialen und ganzseitigen Miniaturen besteht.

Das Speyerer Evangelistar
Entstanden: um 1220 in Speyer oder Trier

Badische Landesbibliothek in Karlsruhe

Umfang:154 Seiten

Format: 33,2 x 25,2 cm

Miniaturen: 17 ganzseitige Miniaturen und 70 großen (z. T. miniaturengleichen) Initialen.

Einband: Prunkeinband aus vergoldetem Silber, besetzt mit Schmucksteinen und spätantiken Gemmen, und einer eingelassenen vollplastischen Christusfigur. Rückdeckel und Rücken sind mit bordeauxrotem Samt überzogen und mit einer vergoldeten Rahmenleiste eingefasst. Zwei Schließen aus Leder sind mit Zierbeschlägen geschmückt.

Auflage: 280 nummerierte Exemplare

Inkl. Kommentarband

 

Das Speyerer Evangelistar gilt heute als die kostbarste Handschrift der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe. Mit ihrem Prunkeinband aus vergoldetem Silber, besetzt mit Schmucksteinen und spätantiken Gemmen, und der eingelassenen vollplastischen Christusfigur sowie der reichen Buchausstattung mit Miniaturen und Initialen ist die Prachthandschrift  eines der herausragenden Werke der deutschen Buchkunst der Spätromanik . Um 1220 gab der Domkustos und spätere Bischof von Speyer, Konrad IV. von Tann, die Herstellung eines Evangelistars für den Festtagsgebrauch im Speyerer Dom in Auftrag. Das Evangelistar gibt den Wortlaut der Lesungen aus den vier Evangelien im Ablauf des Kirchenjahres wieder.

Als Rarität darf gelten, dass der Prunkeinband des Speyerer Evangelistars die Jahrhunderte beinahe unversehrt überdauert hat und immer noch mit Schmucksteinen und Silberplättchen aus dem 13. Jahrhundert geschmückt ist. Der Einband des Faksimiles ist eine getreue Kopie des mittelalterlichen Prunkeinbands.

Das Evangelistar Kaiser Heinrichs III.

 

Entstanden: Um 1043
Universitätsbibliothek Bremen
Umfang: 254 Seiten
Format: 15 x 20 cm

Miniaturen: 38 große und 13 kleinere Miniaturen sowie 5 Vollinitialseiten

Einband: Pergament
Auflage: 500 Exemplare
Reichert Verlag

 

Das Evangelistar Kaiser Heinrichs III. entstand um 1043 im Skriptorium der Abtei Echternach und ist heute die wertvollste und bekannteste Handschrift der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen.

Als einzige unter den Echternacher Handschriften enthält der Bremer Kodex einen ausdrücklichen Verweis auf den Ort seiner Entstehung und hält in besonderer Weise die Beziehung Echternachs zum Herrscherhaus der Salier fest. Aus diesem Grund  erklärte man das Evangelistar zur Schlüsselhandschrift der Echternacher Malerschule. Die weitaus bekannteste Miniatur der Handschrift, die Darstellung des Skriptoriums auf Blatt 124v, ist mit einer Bitte an den königlichen Auftraggeber überschrieben: „O König, dieser sein Ort Echternach genannt erwartet Deine Gnade bei Tag und Nacht“. Das Dedikationsbild auf der nächsten Seite zeigt König Heinrich III. im Moment, als ihm zwei Äbte die Handschrift überreichen. (Quelle Universitätsbibliothek Bremen).