Sonstige Handschriften

Heidelberger Schicksalsbuch

Entstanden: 1491

Universitätsbibliothek Heidelberg,

Umfang: 542 Seiten

Format: 36 x 26 cm

Miniaturen: Knapp 500 Miniaturen.

 

Die astrologisch-astronomisch-mantische Sammelhandschrift entstand Ende des 15. Jahrhunderts in Regensburg. Es waren mehrere Schreiber an dem großformatigen Werk beteiligt. Sie schrieben die Texte in einer sorgfältigen, kaligraphisch ausgestalteten Bastarda auf Pergamentblättern nieder. Die Illustrationen, allesamt Deckfarbenmalereien – teilweise auf Goldgrund – stammen von dem zwischen 1468 und 1501 in Regensburg tätigen Berthold Furtmeyr.

 

Inhaltlich handelt es sich bei dem Text der Handschrift um eine Zusammensetzung verschiedener astrologisch-astronomischer Drucke, die aus der Augsburger Werkstatt des Erhard Ratdolt stammen. Darunter bindet sich als spätester die 1491 erschienene Ausgabe des sog. „deutschen Hyginus“ eines astronomisch-mythologischen Handbuchs.

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Heidelberger Schicksalsbuch

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Heiligenleben

Entstanden: Mitte 14. Jahrhundert
Umfang: 212 Seiten
Format: 21,5 x 28,5 cm
Miniaturen: 106 ganzseitige Miniaturen
Einband: Rotes Ziegenleder mit Blindprägung, Messingbeschlägen und Messing schließen
Auflage: 400 nummerierte Exemplare, davon 150 für die deutschsprachigen Länder

 

Die Bilderzählungen dieser Handschrift beruhen größtenteils auf der berühmten Legendensammlung Legenda aurea des Dominikanermönchs und Bischofs von Genua, Jakobus de Voragine. Leben und Wunder der bedeutendsten christlichen Heiligen von Maria, Johannes dem Täufer, Petrus und Paulus über Sebastian und Christopherus bis zu Augustinus und Franziskus werden hier beschrieben. Die vorliegende Sammlung präsentiert sich als nahezu reines Bilderbuch mit Miniaturen von dramatischer Eindringlichkeit und farbenprächtiger Ausschmückung. Der Codex enthält auf einer Doppelseite jeweils acht Szenen, die zu zwei Bildfeldern zusammengefügt sind. Der Goldgrund steigert die intensive Farbgebung der szenischen Darstellung. In seiner buchkünstlerischen Ausführung und bildlichen Darstellung einzigartig ist dieser Codex von Bedeutung für die Religions- und Kulturgeschichte.

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Der Heilspiegel aus Kloster Einsiedeln

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Ein Bilderreigen aus 176 Miniaturen zur biblischen Geschichte

Entstanden: 1450/1460 wahrscheinlich in den burgundischen Niederlanden
Einsiedeln, Stiftsbibliothek
Format:36 x 27,4 cm
Umfang: 92 Seiten
Miniaturen: 176 goldgerahmte Miniaturen.
Einband: Einband ganz aus Pergament, in Schuber aus Plexiglas
Auflage: 680 Exemplare
Inkl. Kommentarband

Biblisches Panorama mit 176 Szenen
Der um 1450/1460 wahrscheinlich in den burgundischen Niederlanden entstandene Einsiedler Heilsspiegel gilt als einer der am reichsten ausgestatteten Heilsspiegel überhaupt. In 176 Miniaturen werden Szenen aus dem Neuen und dem Alten Testament zu einem engen Beziehungsgeflecht verwoben, mit dem der Buchmaler die Geschichte des Sündenfalls und der Erlösung der Menschheit von ihrer Erschaffung bis zum Jüngsten Gericht in lebendigen Bildern vor Augen führt. Damit illustriert der Heilsspiegel in Bild und Wort, was in so vielen mittelalterlichen Bildwerken begegnet, nämlich die Überzeugung, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Neuen und dem Alten Testament gibt.

Es ist eine der wertvollsten Handschriften in der Bibliothek des über 1000 Jahre alten Klosters Einsiedeln, das erstmals seine Pforten für eine Faksimilierung öffnet.

Mit dem Heilsspiegel wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts ein neuer Buchtypus geschaffen, der von Anfang an als Text-Bild-Programm konzipiert war. Der »Heilsspiegel« oder das Speculum humanae salvationis stellt einen direkten Zusammenhang zwischen dem Alten und dem Neuen Testament her: zu jedem Geschehnis aus dem Neuen Testament findet er drei Vorbilder vorzugsweise aus dem Alten Testament, die das neutestamentliche Geschehen vorankünden. Damit soll »bewiesen« werden, was der Inhalt des christlichen Glaubens ist: die Erlösung der Menschen durch Christus ist die Erfüllung der dem Volk Israel gegebenen Verheißung. Dieses sog. typologische Denken beherrscht das gesamte mittelalterliche Welt- und Geschichtsverständnis, und damit auch die durch die bildenden Künste dargestellten Themen.

Der Heilsspiegel wendet sich sowohl an Geistliche wie an gebildete Laien. Die Texte erläutern die Bilder, und die theologischen Aussagen sind dank der Bilder schneller erfassbar. Die Bilder fungieren als eingängige Verstärker, rufen in Erinnerung und erläutern, was der Laie auch beim Kirchgang auf Wandmalereien, Altartafeln oder in den Glasfenstern abgebildet sah. Eine der schönsten Handschriften, die diese Überlegungen in ausdrucksstarke Bilder übersetzt, ist der Heilsspiegel aus Kloster Einsiedeln.

versucht habe, den bildnerischen Ausdrucksmöglichkeiten des damals noch jungen Kupferstichs nachzueifern. Auch gekonnt eingesetzte Farbakzente verleihen den vier Bildern auf jeder Doppelseite zusätzliche Spannung.

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Der Heilspiegel aus Kloster Einsiedeln

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Ein Bilderreigen aus 176 Miniaturen zur biblischen Geschichte

Entstanden: 1450/1460 wahrscheinlich in den burgundischen Niederlanden
Einsiedeln, Stiftsbibliothek
Format:36 x 27,4 cm
Umfang: 92 Seiten
Miniaturen: 176 goldgerahmte Miniaturen.
Einband: Einband ganz aus Pergament, in Schuber aus Plexiglas
Auflage: 680 Exemplare
Inkl. Kommentarband

Biblisches Panorama mit 176 Szenen
Der um 1450/1460 wahrscheinlich in den burgundischen Niederlanden entstandene Einsiedler Heilsspiegel gilt als einer der am reichsten ausgestatteten Heilsspiegel überhaupt. In 176 Miniaturen werden Szenen aus dem Neuen und dem Alten Testament zu einem engen Beziehungsgeflecht verwoben, mit dem der Buchmaler die Geschichte des Sündenfalls und der Erlösung der Menschheit von ihrer Erschaffung bis zum Jüngsten Gericht in lebendigen Bildern vor Augen führt. Damit illustriert der Heilsspiegel in Bild und Wort, was in so vielen mittelalterlichen Bildwerken begegnet, nämlich die Überzeugung, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Neuen und dem Alten Testament gibt.

Es ist eine der wertvollsten Handschriften in der Bibliothek des über 1000 Jahre alten Klosters Einsiedeln, das erstmals seine Pforten für eine Faksimilierung öffnet.

Mit dem Heilsspiegel wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts ein neuer Buchtypus geschaffen, der von Anfang an als Text-Bild-Programm konzipiert war. Der »Heilsspiegel« oder das Speculum humanae salvationis stellt einen direkten Zusammenhang zwischen dem Alten und dem Neuen Testament her: zu jedem Geschehnis aus dem Neuen Testament findet er drei Vorbilder vorzugsweise aus dem Alten Testament, die das neutestamentliche Geschehen vorankünden. Damit soll »bewiesen« werden, was der Inhalt des christlichen Glaubens ist: die Erlösung der Menschen durch Christus ist die Erfüllung der dem Volk Israel gegebenen Verheißung. Dieses sog. typologische Denken beherrscht das gesamte mittelalterliche Welt- und Geschichtsverständnis, und damit auch die durch die bildenden Künste dargestellten Themen.

Der Heilsspiegel wendet sich sowohl an Geistliche wie an gebildete Laien. Die Texte erläutern die Bilder, und die theologischen Aussagen sind dank der Bilder schneller erfassbar. Die Bilder fungieren als eingängige Verstärker, rufen in Erinnerung und erläutern, was der Laie auch beim Kirchgang auf Wandmalereien, Altartafeln oder in den Glasfenstern abgebildet sah. Eine der schönsten Handschriften, die diese Überlegungen in ausdrucksstarke Bilder übersetzt, ist der Heilsspiegel aus Kloster Einsiedeln.

versucht habe, den bildnerischen Ausdrucksmöglichkeiten des damals noch jungen Kupferstichs nachzueifern. Auch gekonnt eingesetzte Farbakzente verleihen den vier Bildern auf jeder Doppelseite zusätzliche Spannung.


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Herbolarium et Materia Medica

Das Medizinbuch Karls des Großen

 

Entstanden: 9. Jahrhundert

Biblioteca Statale di Lucca (Lucca, Italien)
Umfang: 218 Seiten

Format: ca. 24 × 17 cm

Miniaturen: 122 farbige Abbildungen von Pflanzen du Tieren

Einband:

Auflage: 995 Exemplare

AyN Ediciones

 

Die Handschrift ist eine medizinische Sammelhandschrift und umfasst die Tier- und Pflanzenwelt sowie die Heilkunde des frühen Mittelalters. Karl der Große gab den Mönchen seines Reiches den Auftrag, sich mit der medizinischen Pflanzenkunde zu beschäftigen. Diese bauten verschiedene Heilpflanzen und Gewächse an und dokumentieren ihre Wissenschaft in der Handschrift „Herbolarium et Materia Medica“. Hier finden sich Beschreibungen verschiedenster Gewächse, Pflanzen und Tierarten. Die Handschrift galt lange Zeit als eine der wichtigsten medizinischen Abhandlungen und war für die Geschichte der Naturkunde von unermesslicher Bedeutung.

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Das Medizinbuch Karl des Großen

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Historia Civitates Troiane

Entstanden: 14. Jahrhundert

Nationalbiblothek  von Spanien
Umfang: 294 Seiten
Format:  285 x 190 mm
Miniaturen: 95 Miniaturen, davon 2 vergoldete Initialen.
Einband: Leder mit Goldprägung
Inkl. Kommentarband

 

Das Manuskript aus dem Jahr 17805 der Spanischen Nationalbibliothek ist zweifellos eines der reichsten illuminierten Exemplare des berühmten Epos über den Trojanischen Krieg, das in dieser Bibliothek aufbewahrt wird und von dem berüchtigten italienischen Anwalt, Dichter und Historiker Guido delle Colonne verfasst wurde. Das Manuskript gelangte nach dem Ankauf der Pascual de Gayangos-Fonds im Jahr 1899 in die Bibliothek. Die Handschrift ist in lateinischer Sprache verfasst.

Dieses Werk bietet neben der Schilderung der Zerstörung Trojas durch die Griechen etwas, was bis dahin noch niemand behandelt hatte, nämlich eine detaillierte Beschreibung der Sitten und Gebräuche, der Freizeitgestaltung in der Stadt usw.

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Historia Civitates Troiane

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Hrabanus Maurus.
Liber de laudibus sanctae Crucis

Entstanden: Nach 844, Fulda.

Wien, Österreichische Nationalbibliothek

Format: 40,3 x 30.7 cm

Umfang: 100 Seiten

Miniaturen: 2 ganzseitige Miniaturen, 30 Figurentafeln (Bildgedichte mit farbigen Figuren). Die übrigen Seiten mit schwarzer Schrift

Einband: Ledereinband unter Verwendung von Motiven des Einbandes von Codex Vindobonensis 522., randbeschnitten

Inkl. Kommentarband

Beim Verlag vergriffen

 

Der Codex Vindobonensis 652, der sich bis ins Jahr 1576 als Besitz der Wiener Nationalbibliothek nachweisen läßt, gehört zu den zahlreichen Abschriften eines Werkes, das bereits zu Lebzeiten seines Verfassers große Berühmtheit und eine planmäßige Verbreitung erlangt hatte.

Als sein Autor ist – durch einen Verfasservermerk und mehrere Quellen ausgewiesen – der Fuldaer Mönch und spätere Bischof von Mainz, Hrabanus Maurus, gesichert. Der als „praeceptor Germaniae“ gelobte Hrabanus gab seiner Schrift die literarische Form der Bildgedichte, die schon sein berühmter Lehrer Alkuin in Tours geübt hatte. Hrabanus führte diese Gattung zu einer neuen Blüte, wobei er sich weniger auf die unmittelbaren karolingischen Vorbilder als auf die eigentliche Quelle dieser Form berief. Im 4. Jh. n. Chr. hatte Optantius Porphyrius anläßlich des 20. Regierungsjubiläums Konstantins des Großen einen Panegyrikos verfasst, um die Gunst des Kaisers wiederzugewinnen. Dieses aus 28 Gedichten bestehende Loblied auf den Herrscher begründete den Typus des Bildgedichtes, das eine Zwischenstellung zwischen Bild und Text einnimmt.

Jenaer Martyrologium

Unterweisung zur Vollkommenheit

 

Entstanden: Um 1275 in Thüringen

Jenaer Universitäts- und Landesbibliothek Jena

Umfang: 226 Seiten

Format: 24,3 x 18,5 cm

Miniaturen: 366 Federzeichnungen

Auflage: 999 nummerierte Exemplare

 

Das um 1275 entstandene, von einem unbekannten Auftraggeber initiierte, aufgrund der Schreibsprache nach Thüringen zu lokalisierende Jenaer Martyrologium gilt als das älteste deutschsprachige Martyrologium. Es ist nur in Ms. Bos. q. 3 überliefert und handelt sich um die Abschrift einer deutschen Vorlage, die nicht vor 1220/30 entstanden sein kann.

Ein herausragendes Juwel der Buchkunst – die von Nikolaus von Havelberg (tätig zwischen 1477 und 1506) als einem der erfolgreichsten Vertreter der Erfurter Buchbinderkunst gebundene Handschrift  und weist insgesamt 366 zarte Federzeichnungen mit teils sattem Kolorit und raffinierten Akzenten in Gold und Silber auf.

In der Pracht-Handschrift sind zwei äußerst seltene volkssprachliche Übersetzungen des in Prosa verfassten Jenaer Martyrologiums sowie des geistlichen Lehrgedichts Unterweisung zur Vollkommenheit in Mitteldeutsch konserviert – der Jenaer Kodex ist deren ältestes, einzig vollständig überliefertes und zudem hervorragend bebildertes Beispiel.

In den eng mit dem Text verschränkten Bildstreifen bündelt sich packend und eindrücklich die Bildaussage, die eine evokative Wirkmacht entfaltet und das Auge des Lesers zum emotiven Nachvollzug der Geschichten animiert.

Die Josua-Rolle

 

Entstanden: 10. Jahrhundert

Biblioteca Apostolica Vaticana in Rom.

Umfang: Vollständige farbige Faksimile-Ausgabe aller 15 Segmente der Rolle im Originalformat

Format: Durchschnittlich 800 x 320 mm. Gesamtlänge: 10,6 m

Miniaturen: Die Handschrift ist durchgehend in Grisailletechnik illuminiert und mit griechischen Kurztexten aus dem Buche Josua versehen

Einband: Aufklappbare massive, mit Leinen überzogene Kassette. Originalgetreuer Randbeschnitt und Konfektionierung als Rolle auf zwei Holzkernen.

Auflage: 800 nummerierte Exemplare

 

Die Josua-Rolle ist eine absolut einmalige Handschrift, zu der bis auf den heutigen Tag keine Parallele gefunden wurde. Unbekannt ist uns der Grund des Entstehens dieser monumentalen Handschrift gerade zum Buche Josua des Alten Testaments. Es kann jedoch vermutet werden, dass diese Handschrift Ausdruck der militärischen Erfolge der Byzantiner im Heiligen Land war. Erstmals konnten sie im 10. Jh. nach einer langen Defensive gegenüber den Arabern wieder in die Offensive gehen. Schließlich gelang es, die Macht bis ins Heilige Land hin auszuweiten.

Wenn auch zu Anfang des Buches Josua ein kleiner Teil fehlt, ist das Kernstück dieses in unserer Zählung sechsten Buches des Alten Testaments doch vollständig und lückenlos erhalten. Die griechischen Texte der Bibel entsprechen der Septuaginta.

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Die Josua-Rolle

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Die Josua-Rolle

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Lehrbuch für Kaiser Maximilian I

Entstanden: Um 1466, Wien
Wien, Österreichische Nationalbibliothek
Umfang: 54 Seiten
Format: 28,4 x 21,4 cm
Miniaturen: Zahlreiche Rankenwerke und 14 ausgemalte Initialen
                    Reproduktion der Goldpartien in farbgetreuem Foliengold
Einband: Zweifarbiger Wildledereinband mit Blindprägung
Auflage: 480 nummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband
ADEVA

 

Die kulturhistorische Bedeutung des „Lehrbuches für Kaiser Maximilian I.“ kann gar nicht hoch genug geschätzt werden. Der als „letzter Ritter und erster Landsknecht“ in die Geschichte eingegangene, vielseitig begabte Fürst, unter dem die Habsburger zur mächtigsten Dynastie Europas aufstiegen, lernte mit diesem Buch das Lesen.

Dem mittelalterlichen Kanon für den Erstunterricht folgend enthält Maximilians Tafel zunächst ein ABC und die grundlegenden Gebete wie Pater noster, Ave Maria, Credo, Magnificat, Lobgesang des Simeon, Salve Regina, Sanctus, Requiem, Ostende nobis und Stufengebet, Confiteor, Tischgebete und abschließend Gebete für den Wohltäter.

Darauf folgt der Cisioianus, ein aus kurzen Silben zusammengestellter Verskalender, der als Gedächtnisstütze zum Einprägen der Fest- und Heiligentage und ihrer Stellung im Jahreslauf diente.

Den Abschluss des ersten Teiles bildet eine unvollständig gebliebene deutsche Übersetzung der lateinischen Gebete (Vaterunser bis Sanctus).

Der zweite, zeichnerische Teil des Lehrbuches umfasst zwei Zieralphabete, deren variantenreiche Buchstabenformen in Federzeichnungen vorgeführt werden, sowie drei ganzseitige, aus hängenden Tüchern gebildete Initialbuchstaben, ein Christogramm und schließlich das Wappen des Stifters, das auf der letzten Seite der Handschrift erscheint. (Quelle ADEVA)

Le Livre Roy Du Modus

Strahlende flämische Miniaturen zur Jagd

Entstanden: Flandern, um 1455
Brüssel, Bibliothèque Royale Albert I
Umfang:  120 Seiten
Format: 29,9 x 20,5 cm
Miniaturen: 56 Miniaturen, einigen Randminiaturen und durchgehend mit Goldinitialen.
Einband: Leder mit Goldprägung.
Originalgetreue Wiedergabe des marmorierten Vorsatzpapiers.
Alle Blätter sind dem Original entsprechend randbeschnitten.
Inkl. Kommentarband
Auflage: 975 handnummerierte Exemplare für die Akademische Druck- und Verlagsanstalt.

 

Das Jagdbuch des Roi Modus ist der älteste Traktat über alle Aspekte der Jagd. Es gibt einen Einblick über die wesentlichen Arten mit Hunden und Falken, aber auch über die Möglichkeiten mit Hilfe von Fallen, Schlingen und Netzen zu jagen. In dem Jagdbuch werden das Aussehen der Tiere und ihr Lebensraum, ihre Verhaltensweisen, Fährten und Losungen genau beschrieben.

Die Handschrift wurde von Philipp dem Guten, Herzog von Burgund, in Auftrag gegeben und um 1455 in der Werkstatt des berühmten flämischen Buchmalers geschaffen, der als Girart-Meister bekannt wurde.

Liber Aureus - Das Goldene Buch von Pfäfers

Entstanden: um 1070 – 1450, Reichenau und Pfäfers
Stiftsarchiv St. Gallen

Umfang: 106 Seiten
Format: 28,1 x 18,8 cm
Einband: Samteinband, in einem Schuber
Auflage: 430 nummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband

 

In ihrer vorliegenden Form verbindet die Handschrift drei unterschiedliche Teile:

Teil 1 enthält ein Evangelistar mit späteren Eintragungen von Urbaren. Der Buchschmuck umfasst vier ganzseitige Evangelistendarstellungen und zahlreiche Goldinitialen.

Teil 2 enthält eine Liste der Äbte von Pfäfers, Besitzaufzeichnungen und Rechtstexte. Durchgehend kolorierte Federzeichnungen. Entstehungszeit: um 1400, Pfäfers.

Teil 3 enthält die deutsche Übersetzung der im Evangelistarteil nachgetragenen lateinischen Offnungen und Rechtstexte. Entstehungszeit: um 1450, Pfäfers.

Die Bedeutung und wirtschaftliche Stärke der Abtei Pfäfers, die seit 740 zu einem geistlichen Zentrum von enormer Ausstrahlung herangewachsen war, werden in der erlesenen Ausstattung des Evangelistars deutlich. (ADEVA)

Liber Physiognomiae

Entstanden: ca. 1440 in Ferrara

Biblioteca Estense Universitaria in Modena

Format: 21,5 x 29,3 cm

Umfang: 70 Seiten

Miniaturen: Zahlreiche Miniaturen und Sternbilder sowie zwei astrologische Karten mit je 2 von Hand montierten Drehscheiben mit je einem Zeiger

Einband: Kalbsledereinband
Inkl. Kommentarband
Auflage: Die Ausgabe der Edition Libri illustri ist auf 380 Exemplare limitiert.

 

Etwa um 1440 entstand die kostbare Handschrift in Ferrara. Auftraggeber für das Werk war wohl Graf Leonello d’Este, ein großer Förderer von Kunst und Kultur. An seinem Hof arbeiteten die bedeutendsten Künstler und die angesehensten Wissenschaftler der damaligen Zeit, z. B Guarino Veronese, Teodoro Gaza, Leon Battista Alberti, Pisanello, Bellini und Mantegna.

 

Die Astrologie war im Mittelalter und in der Renaissance in allen Gesellschaftsschichten von großer Bedeutung. Vor allem die Mächtigen umgaben sich mit Astrologen, um fast täglich Vorhersagen und Ratschläge für alle ihre Entscheidungen zu erhalten. Das LIBER RHYSIOGNOMIAE ist eine der schönsten Handschriften zu diesem spannenden Thema. Erstellen Sie sich aus den beiden Drehzeigern und Drehscheiben Ihr eigenes Horoskop!

Das liebentbrannte Herz

El Libro Del Corazón Prendido

 

Entstanden: 1460 - 1469

Österreichische Nationalbiblothek

Umfang 38 Seiten

Format: 29 x 27 cm

Miniaturen: 16 Miniaturen mit Bordüren, reicher Buchschmuck

Einband: Brauner Ledereinband

 

„Das liebentbrannte Herz“ gehört zu den schönsten Handschriften des Mittelalters. Verfasst wurde die Geschichte um den Ritter Coeur, auf seiner abenteuerlichen Reise zu seiner großen Liebe, von Renè d’Anjou, König von Neapel und Jerusalem. Kein geringerer als Barthélemy d’Eyck – der Meister der Schatten – illuminierte diese große Liebensgeschichte mit atemberaubenden Miniaturen.

Das Lobgedicht auf Robert von Anjou – Luxus-Ausgabe

 

Entstanden: um 1340

Wien, Österreichische Nationalbibliothek

Format: 48,5 x 34,4 cm
Umfang: 72 Seiten
Miniaturen: 43 großformatige Miniaturen, reich ausgestattet mit ziseliertem Gold und Silber
Einband: Einband aus feinstem Hirschleder mit sechs echten Bünden und dem originalgetreuen Prägemuster. Auf den Ecken des Vorderdeckels werden vier goldene Lilien – das Zeichen des mächtigen Hauses Anjou – appliziert, die Mitte des Deckels ziert das Wappen Roberts von Anjou. Die originalgetreue Wiedergabe der Schließen ergänzt die prachtvolle Ausstattung der Luxus-Ausgabe. Inkl. Holz-Kassette

Auflage: 80 nummerierte Exemplare (limitierte Luxus-Ausgabe)

Inkl. Kommentarband

 

Mit dem um 1340 entstandenen Lobgedicht auf Robert von Anjou, König von Neapel (1278–1343), hütet die Österreichische Nationalbibliothek eines der wichtigsten Zeugnisse der mittelalterlichen Herrschaftsinszenierung und zugleich eines der herausragendsten Beispiele der Buchmalerei des 14. Jahrhunderts.

 

Das Lobgedicht auf Robert von Anjou stellt den König als idealen Herrscher dar, der allein fähig sei, Italien unter seiner Herrschaft zu einen. Denn Italien ist zerrissen: Robert soll als zukünftiger Herrscher die  Verhältnisse seiner Zeit ordnen. Der Verfasser beklagt, dass Italien im Gegensatz zu anderen Staaten keinen König habe; ebenso prangert er die Abwesenheit der Päpste von Rom während ihres „Babylonischen“ Exils in Avignon (1309–1376) an.

 

Die Miniaturen stellen den „idealen“ Hofstaat Roberts vor: Allegorien Italiens und italienischer Städte sowie Tugenden, die den König als idealen Herrscher preisen. So treten die für ihr Land bittende Italia oder mythologische Gestalten der Antike vor den Thron Roberts. Der König sieht sich selbst als von Gott für seine Aufgabe auserwählt, Italien zu einen. Entsprechend wird in mehreren großartigen Miniaturen der himmlische Hofstaat dem seinen gegenübergestellt.

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Das Lobgedicht auf Robert von Anjou

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Das Lobgedicht auf Robert von Anjou

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