Sonstige Handschriften

Die Goldene Bulle
König Wenzels Handschrift

Entstanden: 1400, Prag
Umfang: 160 Seiten
Format: 42 x 30 cm
Miniaturen: 48 Miniaturen und zahlreiche Initialen in Gold und Farbe
Einband: Leder, Kopie des Originaleinbandes
Auflage: 500 Exemplare
Inkl. Kommentarband
Beim Verlag vergriffen!

 

Künstlerisch gehört die prächtige Handschrift in die Tradition der böhmischen Buchmalerei. Die Miniaturen sowie die zahlreichen farbigen Initialen ziehen den Blick des Betrachters in ihren Bann. Die Ebenmäßigkeit der Schrift und der Schriftspiegel aller Seiten tragen zur Schönheit der Handschrift bei und bilden zusammen mit den Miniaturen und Initialen ein harmonisches Ganzes.

Auch politisch-geschichtlich ist die Handschrift ein Dokument ersten Ranges durch den Hinweis am Schluss, dass sie im Auftrag des römischen und böhmischen Königs Wenzel im Jahre 1400 entstanden sei. Die feierliche Abschrift sollte den Anspruch Wenzels auf die ihm soeben aberkannte römische Königswürde legitimieren und vielleicht auch als wichtigstes Dokument bei den geplanten Verhandlungen mit dem Papst über eine Kaiserkrönung in Rom dienen.

Der Hintergrund der Miniaturen ist entweder mit Blattgold aufgelegt oder farbig und mit Muschelgold damasziert. Das Rankenwerk der Miniaturen besteht aus Akanthusblättern in blauer, rosa, grüner und grauer Farbe. An den Verzweigungen der Blätter sind in verspielter Weise oft tropfenförmige Knospen aus Blattgold eingefügt.

In den Szenen der Goldenen Bulle herrscht ein festlicher Ton. Bezeichnend ist die Vorliebe für üppige Faltengehänge und rundliche Formen, das volle, lockige Haar und die stark hervortretenden Nasen.

Zur Kennzeichnung von Kapitelanfängen und einigen Absätzen dienen farbige Initialen, die teils mit Gold verziert und von phantasievollen Ranken umgeben sind. Ein Höhepunkt der Initialkunst, für die eigene Künstler zuständig waren, wird durch die Aufnahme einer figürlichen Darstellung erreicht. Somit wird die Initiale in ihrer künstlerisch am stärksten ausgeprägten Form zur bildlichen Miniatur.

Auch die Schrift des Codex verdient gebührende Beachtung. Es handelt sich um eine kalligraphisch schöne gotische Buchschrift (textualis formata oder textura), die von einem namentlich nicht bekannten Schreiber stammt. Die Kapitelanfänge sind jeweils mit roter Tinte hervorgehoben, zu Beginn der Handschrift jedoch in repräsentativer Weise in goldenen Buchstaben ausgezeichnet.

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Die Goldene Bulle

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Gaston Phoebus – Das Buch der Jagd

 

Entstanden: 14./15. Jahrhundert

Pierpont Morgan Library in New York

Format: ca. 38,5 x 28,6 cm

Umfang: 256 Seiten

Miniaturen: 87 Miniaturen mit Gold versehen, 126 prachtvolle Initialen, unzählige Rankenbordüren,  Goldumschnitt

Einband: Pergament-Rücken mit blauem Samteinband und goldenen Lilien bestickt

Original Acrylglas-Schuber

Auflage: 980 nummerierte Exemplare

Inkl. Kommentarband

Beim Verlag vergriffen

 

Das Werk ist nicht nur die berühmteste Darstellung der Jagd im Mittelalter, es zählt auch zu den schönsten Handschriften des Mittelalters. Auftraggeber dieser Handschrift war Philipp der Kühne, Bruder des Kunstmaiziere Du de Berry. Der ursprüngliche Einband des Gaston Phoebus ist nicht mehr erhalten, so wurde ein blauer Seideneinband aus der Bibliothek König Ludwigs XII Vorbild für den heutigen Einband aus feiner Seide, welche mit goldenen Lilien, dem Wappen der französischen Königsfamilie, bestickt ist. Die 87 Miniaturen werden zusätzlich von Zierranken umrahmt, die aus unzähligen Blättern in Rot, Blau und schimmernden Gold bestehen.

2.290,00
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Gaston Phoebus - Das Buch der Jagd

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Gaston Phoebus

Entstanden: Um 1405-1410
Umfang: 276 Seiten
Format: 37 x 28 cm
Miniaturen: 87 Miniaturseiten mit Jagdszenen
Inkl. Kommentarband

Verlag: Adeva

 

Die Miniaturen vermitteln auf künstlerisch anspruchvollstem Niveau die Tradition der Jagd. Sie sind von mehreren Künstlern in einer Pariser Werkstätte des frühen 15. Jahrhunderts geschaffen worden. In seinem Jagdbuch beschreibt Gaston Phoebus Charakter und Verhaltensweisen des jagdbaren Wildes. Neben Überraschendem und bisweilen Kuriosem wird der Leser über weite Passagen Vertrautes finden, Einzelheiten, die sich mit dem modernen Wissensstand und seinen eigenen Erfahrungen decken und mit ihrem Wahrheitsgehalt gleichsam eine Brücke über 600 Jahre Geistesgeschichte schlagen.

In aller Ausführlichkeit widmet sich Gaston in seinem Jagdbuch auch dem Hund, dem treuesten Gefährten des Jägers. Von seinen Eigenschaften ist die Rede, aber auch von den einzelnen Rassen und ihrem Aussehen. Ebenso finden sich Verhaltensregeln für die richtige Dressur und Pflege dieser für die Jagd wichtigen Tiere. Auch die Parforcejagd, bei der der Hund eine ganz besondere Rolle spielt, wird in sämtlichen Aspekten geschildert.

790,00
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Gaston Phoebus

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Gaston Phoebus

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Der Goldene Atlas der Nautik

Spanische Nationalbibliothek Madrid
Umfang: 10 Seiten
Format: 34 x 22 cm
Miniaturen: 5 doppelseitige Karten
Einband: Brauner Ledereinband mit Goldprägung.
Auflage: 999 nummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband

 

Im 16. Jahrhundert wog man Portolan-Atlanten mit Gold auf, denn sie waren die unabdingbare Voraussetzung für Macht und Reichtum durch Seefahrt. Ohne sie wäre jede Seereise eine Reise ins Unbekannte gewesen.

Der goldene Atlas der Nautik aus der Spanischen Nationalbibliothek Madrid ist ein prächtiges Beispiel für diese abenteuerliche Zeit voller Gefahren und Entdeckungen

998,00
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Der Goldene Atlas der Nautik

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Das Goldene Hildesheimer Kalendarium

Deutsche Buchmalerei zwischen Romanik und Gotik

Entstanden: 13. Jahrhundert
Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel
Umfang: 16 Seiten
Format: ca. 31 x 22,5 cm
Miniaturen: Vollständiger Kalender auf 9 Seiten sowie 2 ganzseitige Miniaturen
Einband: Brauner Ledereinband
Auflage: 980 Ausgaben

 

Das Hildesheimer Kalendarium entstand im Skriptorium des Benediktinerklosters St. Michael in Hildesheim

Diese Prachthandschrift umfasst auf 9 Seiten einen vollständigen Kalender mit reichem Architekturschmuck und Tierkreiszeichen sowie 5 Darstellungen zum Leben Christi auf 2 Bildseiten.

Das außer-gewöhnliche Kalendarium spiegelt das harmonische Zusammentreffen eines sich wandelnden Kunstverständnisses in einer spannungsgeladenen, lebendigen Ausdrucksweise wieder.

380,00
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Das Goldene Hildesheimer Kalendarium

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Das Goldene Hildesheimer Kalendarium

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Das Graduale von St. Katharinenthal

Entstanden: 14. Jahrhundert

Alternierend Schweizerisches Landesmuseum Zürich und Museum des Kantons Thurgau

Umfang: 314 Blätter

Format: 48,0 x 35,0 cm

Miniaturen: 71 zierlich gemalte und reich mit Blattgold verzierte Miniaturen und 13 Prachtinitialen schmücken dieses Spitzenstück gotischer Kunst. Der Bilderschmuck des Werkes besteht aus 71 zierlich gemalten, reich mit Blattgold versehenen, farbenfrischen Miniaturen und 13 ornamentalen Prachtinitialen sowie unzähligen fein verzierten kalligraphischen Anfangsbuchstaben.

Einband: Echtes Nappaleder, mit  Eckbeschlägen, einer Mittelrosette und Schließen versehen.

Auflage: 930 nummerierte Exemplar

Inkl. Kommentarband

Beim Verlag vergriffen

 

Das Graduale ist ein liturgisches Buch, das jene Gesänge mit Notation enthält, die in lateinischer Sprache nach dem Kalender wechselnd im feierlichen Hochamt vorgetragen wurden

Das 1312 entstandene geistliche Gesangsbuch ist eines der bedeutendsten gotischen Kunstwerke der Schweiz. Aufgrund eines handschriftlichen Eintrags auf der Innenseite des Vorderdeckels lassen sich sowohl die Herkunft des Manuskripts aus dem Kloster St. Katharinental in der Nähe von Dießenhofen in der Schweiz als auch die Zeit der Vollendung der Handschrift um 1312 erschließen.

Die imposante Größe des Codex erklärt sich dadurch, dass es dem Chor möglich sein musste, selbst aus größerer Entfernung noch gemeinsam zu singen.

Der Aufbau des Graduales gestaltet sich folgendermaßen: Auf ein Blatt mit kalendarischen Angaben folgen 626 Seiten mit lateinischen Gesängen. Die Noten sind im gregorianischen Vierliniensystem aufgezeichnet, wobei jede Seite neun Text- und neun Notenzeilen umfasst. Das Graduale wurde in gotischer Schrift verfasst.

Das Große Buch der Liebe
Breviari d'Amor de Matfre Ermengaud

Entstanden: Um 1320

Russische Nationalbibliothek , St. Petersburg

Umfang: 504 Seiten

Format: 35,0 x 24,5 cm

Miniaturen: 29 ganzseitige und 192 kleinere Miniaturen

Einband: Rosafarbiger Samteinband mit Beschlägen

Auflage: 995 nummerierte Exemplare

 

Matfre Ermengau Franziskanermönch aus Béziers.  Sein berühmtestes Werk war ein okzitanisches Gedichtbuch mit etwa 34.500 Versen und ist in achtsilbigen Reimpaaren verfasst.

 Das Breviari d'amor ist ein enzyklopädisches Werk von großer Länge und Vielfalt, dessen einziges Ziel die Versöhnung der Liebe zu Gott mit den erotischen Vergnügungen der Troubadour-Lyrik ist und das wie ein "Baum der Liebe" gegliedert ist.

Das Werk beginnt mit volkstümlicher Theologie, einem Abschnitt mit dem Titel "Das Studium Gottes und der Schöpfung". Von der Dreifaltigkeit geht es weiter zu den Engeln und Dämonen, dann zum Tierkreis und den Planeten. In einem Abschnitt mit dem Titel "Das Studium der Natur" ("Naturgesetz") werden die richtigen Formen der Anbetung, die Versuchungen, denen der Christ ausgesetzt ist, und die Sünden, die er vermeiden muss, erörtert.

Es werden Beispiele aus dem täglichen Leben angeführt. In "Die Liebe zu Gott" fasst er schließlich die christlichen Glaubensbekenntnisse, das Leben Christi und einige Hagiographien zusammen.

Matfre soll neben Ferrari da Ferrara der erste gewesen sein, der die Lieder der Troubadoure niedergeschrieben hat.