Stundenbücher

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Als Stundenbuch bezeichnet man ein standardisiertes, außerhalb des liturgischen Jahreskreises stehenden Andachtsbuch für Laien, eingeteilt in verschiedene Andachten, deren Struktur aus dem Chorgebet übernommen wurde, dessen Texte aber von der Kirche nicht kontrolliert wurden. Ein Stundenbuch beinhaltet die wichtigsten Elemente aus dem Brevier, wie z. B. Fürbittengebete zu den Heiligen, das Kalendarium, Kleine Tageszeiten, Bußpsalmen, Litanei, Totengottesdienst. Hinzu kamen weitere Texte, insbesondere Mariengebete und Psalmen. Die Reihenfolge und die Zusammensetzung konnte stark variieren. Im Mittelpunkt der Stundenbücher stand die Marienverehrung.

Barberini Stundenbuch für Rouen

Entstanden: Um 1510 in Nordfrankreich
Format: 14,3 x 21,4 cm
Umfang: 212 Seiten
Miniaturen: 17 ganzseitige und 44 weitere Miniaturen und reichhaltige Bordürenmalerei.
Einband: Ganzledereinband mit zeitgenössischem, goldfoliengeprägtem Dekor und erhabenen Bünden im Rücken, ziselierter Goldschnitt
Auflage: 1280 nummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband

 

Dieses französische Stundenbuch aus der Zeit der beginnenden Renaissance stellt in seiner herausragenden Ausstattung und Erhaltung ein wahres Juwel der Vatikanischen Bibliothek dar. Besonders prachtvoll sind die Anfänge der wichtigsten Texte Illuminiert. Goldene, zumeist plastisch wiedergegebene Architekturrahmen auf ornamentierten blauen oder purpurfarbenen Grund steigern die illusionistische Tiefenwirkung der Interieurs oder Landschaften, in denen die Szenen angesiedelt sind. Eine überwältigende Fülle an Motiven und deren Variationen zeichnet auch die Bordüren dieser Handschrift aus.

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Bei Bestellungen unter 50,00 € fallen folgende Versandkosten an: Innerhalb Deutschlands 3,90 € , innerhalb Europas 6,90 €
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Barberini Stundenbuch für Rouen

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Bedford-Stundenbuch

Entstanden: 15. Jahrhundert

British Library, London

Umfang: 578 Seiten

Format: 26,3 x 18,4 cm

Miniaturen: 38 großformatige Miniaturen, zahlreicher Blütenschmuck, über 1250 Medaillons

Einband: Roter Samteinband mit zwei vergoldeten Schließen, die mit einer feinen Gravur verziert sind

Auflage: 980 nummerierte Exemplar

Inkl. Kommentarband

Beim Verlag vergriffen!

 

Das reichste Stundenbuch des Mittelalters, eine Glanzleistung der Pariser Buchmalerei, entstand im frühen 15. Jahrhundert. Die extrem reiche Ausstattung der Handschrift, das Verständnis für perspektivische Darstellung und die ausdrucksstarke Mimik der Figuren zeugen von der ungeheuren Innovationskraft des »Bedford-Meisters«.

Miniaturen aus dem Bedford-Stundenbuch wie der Turmbau zu Babel gehören zu den am häufigsten abgebildeten Beispielen für die kreative Zeit der ersten Jahrzehnte des 15. Jahrhunderts. Die Kunst der gotischen Buchmalerei stand in ihrem Zenit; am Horizont deuteten sich schon die neuen Ideen des flämischen Realismus an. Jede Text- wie Bildseite wird von einem dichten Rankenwerk aus goldstrahlenden Weinblättern, Akanthusschmuck und kleinen Blüten und Tieren verziert. In diese Schmuckbordüren sind zusätzlich über 1250 Medaillons eingelassen, die die verschiedensten Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament wiedergeben. Damit ist jede Seite von mindestens zwei Bildern geschmückt, die das Bedford-Stundenbuch zur reichsten biblischen Ikonographie des Mittelalters machen. Der mit zahlreichen Goldinitialen und phantasievollen Zeilenfüllern durchsetzte Text ist lateinisch. Am Fuß jeder Seite stehen französische Erläuterungen der Miniaturen in roter, blauer und goldener Schrift.

Das Berliner Stundenbuch der Maria von Burgund und Kaiser Maximilians I.

Entstanden: 1480, Brügge

Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin

Umfang: 726 Seiten

Format: 10,3 x 7 cm

Miniaturen: 27 ganzseitige Miniaturen, 11 größere Miniaturen, 36 Kleinbilder, 16 Ornamentseiten

Einband: Bordeauxroter Samt mit einer vergoldeten Schließe aus Sterlingsilber

Inkl. Kommentarband

Auflage: 980 nummerierte Exemplare

 

Die Verbindung der Häuser Habsburg und Burgund durch die Heirat zwischen Maria von Burgund, der einzigen Tochter und Erbin Karls des Kühnen, und dem Sohn Kaiser Friedrichs III., Maximilian, war trotz dahinter stehender politischer Erwägungen ein romantisch-idyllisches Intermezzo und führte zu persönlichem Liebes- und Familienglück.

 

Im Zuge dieser Verbindung aus dem Jahre 1477 entstand eine der schönsten Bilderhandschriften des burgundischen Fürstenhauses: Das Berliner Stundenbuch der Maria von Burgund und Kaiser Maximilians I.. Der Buchmaler erschließt Innenräume und weite Landschaften und tritt mit den besten Tafelmalern seiner Zeit in einen Wettstreit, bei dem die Buchkunst nicht selten triumphiert. Sogar der große Simon Bening hielt später so manche Bildidee aus dem Stundenbuch für zeitlos gültig.

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Das Berliner Stundenbuch der Maria von Burgund und Kaiser Maximilians I.

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Das Berliner Stundenbuch der Maria von Burgund und Kaiser Maximilians I.

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Das Blumenstundenbuch von Simon Bening (Vorzugsausgabe)

Schönste flämische Buchmalerei

 

Entstanden: 16. Jahrhundert

Umfang: 438 Seiten
Format: 16,5 x 11,2 cm

Miniaturen: 70 Miniaturen und über 300 Seiten mit einer Fülle an Buchschmuck,
vor allem Blumen, aber auch Vögeln und anderem Getier ausgestattet
Einband: Roter Samteinband mit 3-seitigem Goldschnitt und 2 prächtigen Schmuckschließen die aus 925er-Sterlingsilber gefertigt, mit 46 echten Rubinen ausgefasst sowie mit Kaltemail dekoriert und vergoldet wurden.
Auflage: 980 Exemplare von 290 Exemplare der Vorzugsausgabe
Inkl. Kommentarband

Beim Verlag vergriffen

 

Das Blumen-Stundenbuch von Simon Bening gehört zu den schönsten der Buchmalerei. Es demonstriert eindrucksvoll den hohen Rang der flämischen Buchkunst des 16. Jahrhunderts. Zwei Besonderheiten heben diese Meisterwerk unter allen Stundenbüchern hervor: zum einen das lockere Streumuster von Blumen oder Vögeln, das jede Textseite ziert; zum anderen die vielen unterschiedlichen Formen der Seitengestaltung innerhalb einer Handschrift.

Deshalb gilt dieses Werk in seiner Gestaltungsvielfalt als unübertroffener Höhepunkt seiner Zeit

 

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Das Blumenstundenbuch von Simon Bening (Vorzugsausgabe)

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Das Briçonnet-Stundenbuch

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Farbenprächtige Tafelmalerei in Buchform

 

Entstanden: Um 1485 in Tours
Haarlem, Teylers Museum
Umfang: 288 Seiten

Format: 21,0 x 14,5 cm

Miniaturen: 25 ganzseitige Miniaturen in kraftvoll leuchtenden Farben, verziert mit zarten Goldhöhungen und Silberpartien, zahlreiche vergoldete Zierinitialen mit Trompe-l’œil-Edelsteinen und -Perlen, farbig gestaltete Zeilenfüller auf feinem Pinselgoldgrund

Einband: Dekorativer roter Ledereinband mit reicher Goldprägung auf Vorder- und Rückdeckel, Rücken und Kanten

Inkl. Kommentarband
Auflage: 680 nummerierte Exemplare

 

Die Faksimile-Edition erscheint im Sommer 2020.

Das Briçonnet-Stundenbuch überwältigt durch seine intensive Farbenpracht im Wechselspiel mit zart schimmernden Goldpartien und bietet eine staunenswerte Galerie von ausschließlich ganzseitigen Miniaturen, die als gerahmte Tafelbilder daherkommen. Das gibt es kein zweites Mal in einem Buch! Große Kunst eines großen Meisters im kleinen Format. Sorgfältige Malerei mit besonders feinen Pinselstrichen, die sowohl die individuellen Gesichtszüge der wohlproportionierten Figuren als auch die Stofflichkeit ihrer Gewänder genauestens wiedergibt. In architektonischen Räumen und vor stillen, tiefen Landschaften agieren Heilige und biblische Gestalten, die eine ernste Würde ausstrahlen und von denen eine ganz eigene Faszination ausgeht.

Ein Stundenbuch als Gemäldegalerie
Das Briçonnet-Stundenbuch ist um 1485 in Tours entstanden und insofern neu und einmalig, als hier die in der Ausstattung von Stundenbüchern übliche Hierarchisierung aufgegeben ist und auch untergeordnete Textanfänge mit großen Bildern angezeigt werden. Den Beginn des Marienoffiziums, der Johannes-Passion, der Bußpsalmen und des Totenoffiziums markieren sogar gleich zwei ganzseitige Miniaturen, die auf einer Doppelseite einander gegenübergestellt sind. Alle 25 Miniaturen sind ganz bewusst wie Tafelbilder angelegt und werden von einem Trompe-l’œil-Zierrahmen umgeben, der bis an die Seitenränder reicht. So ist die Illusion perfekt: Wer im Briçonnet-Stundenbuch blättert, schwelgt in einer Gemäldegalerie!

Ein großer Künstler
Das Briçonnet-Stundenbuch wurde von einem Meister geschaffen, den schon die Zeitgenossen mit Künstlern wie Jean Fouquet, Rogier van der Weyden, Hugo van der Goes, Leonardo da Vinci oder Michelangelo in einem Atemzug genannt haben: Jean Poyer. Um 1445 in Tours geboren, zählte er zu den besten Buch- und Tafelmalern des 15. Jahrhunderts. So arbeitete er für drei Könige von Frankreich und ihre Ehefrauen, nachweislich zwischen 1465 und 1503. Das Briçonnet-Stundenbuch ist dabei das erste Werk der Buchmalerei, das ihm zugeschrieben wird.

In seinem Schaffen wurde Jean Poyer erkennbar von der Architektur und Kunst der italienischen Frührenaissance beeinflusst, die er aus eigener Anschauung kannte.

Ein schillernder Auftraggeber
Dass beim Briçonnet-Stundenbuch sowohl der Künstler als auch der Auftraggeber historisch fassbar sind, ist bei Handschriften aus dem Spätmittelalter eher selten und daher ein wahrer Glücksfall der Kunstgeschichte. Einen Hinweis auf den Auftraggeber gibt die Initiale auf fol. 10v. Sie zeigt das Wappen der Adelsfamilie Briçonnet. In Frage kommt dabei der um 1445 in Tours geborene Guillaume Briçonnet, der spätere Bischof, Erzbischof und Kardinal. Unter König Ludwig XI. hatte er sich in der Finanzverwaltung hervorgetan und stieg unter dessen Sohn dann zum Schatzmeister Frankreichs und Mitglied des Staatsrates auf. Aus diesem Anlass dürfte er das extravagante Stundenbuch als Geschenk für seine Ehefrau bestellt haben.

 

Unter der Lupe: Farbe, Proportion und Perspektive – Ein Malergenie am Werk
Das Briçonnet-Stundenbuch zeigt einen Maler von überragendem Talent am Werk, der seine Kunst souverän beherrscht und dessen Stil bereits voll ausgereift ist. Den Betrachter seiner Miniaturen-Gemälde begeistert Jean Poyer mit seinem sehr ausgeprägten Gespür für Farbkombinationen, Proportionen und die korrekte Darstellung der Perspektive. Von großer Meisterschaft zeugt überdies auch die differenzierte Gestaltung der großenteils individualisierten Gesichter und Figuren, bei denen Haare, Bärte und Gewänder detailgenau mit unzähligen feinen Pinselstrichen gemalt sind. Dabei scheint das höfische Umfeld Poyers seinen Blick vor allem für kostbare Stoffe und modische Accessoires geschärft zu haben. Besonderen Wert legte er ganz offensichtlich auf ausgefallene Kopfbedeckungen.

 

So trägt der Evangelist Matthäus auf fol. 10r einen Turban. Der Raum, in dem er an einem Pult sein Evangelium schreibt, ist perspektivisch perfekt konstruiert. Sein Symbol, der Engel, schaut ihm über die Schulter und weist mit der linken Hand auf den Text. Ob er ihn auf einen Fehler aufmerksam macht oder ihm erklärt, was er schreibt? Auf den ersten Blick lässt sich das Bild als Ganzes erfassen, so übersichtlich ist es aufgebaut. Auf den zweiten Blick sind dann viele faszinierende Details zu entdecken, wie die Bücher unter dem Pult oder der Lichtreflex durch das Buntglasfenster auf der gemauerten Laibung. Einzigartig ist auch hier wieder das intensive Kolorit: Matthäus‘ blaues Gewand, der rote Mantel des Engels mit einem goldgelben Seidenfutter und dessen grüne Flügel.

(Quelle: Quaternio Verlag)

 


Subskriptionspreis (gültig bis 30.06.2020) 5980,00 Euro
Endpreis mind. 6450,00 Euro

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Das Briçonnet-Stundenbuch

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Farbenprächtige Tafelmalerei in Buchform

 

Entstanden: Um 1485 in Tours
Haarlem, Teylers Museum
Umfang: 288 Seiten

Format: 21,0 x 14,5 cm

Miniaturen: 25 ganzseitige Miniaturen in kraftvoll leuchtenden Farben, verziert mit zarten Goldhöhungen und Silberpartien, zahlreiche vergoldete Zierinitialen mit Trompe-l’œil-Edelsteinen und -Perlen, farbig gestaltete Zeilenfüller auf feinem Pinselgoldgrund

Einband: Dekorativer roter Ledereinband mit reicher Goldprägung auf Vorder- und Rückdeckel, Rücken und Kanten

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Auflage: 680 nummerierte Exemplare

 

Die Faksimile-Edition erscheint im Sommer 2020.

Das Briçonnet-Stundenbuch überwältigt durch seine intensive Farbenpracht im Wechselspiel mit zart schimmernden Goldpartien und bietet eine staunenswerte Galerie von ausschließlich ganzseitigen Miniaturen, die als gerahmte Tafelbilder daherkommen. Das gibt es kein zweites Mal in einem Buch! Große Kunst eines großen Meisters im kleinen Format. Sorgfältige Malerei mit besonders feinen Pinselstrichen, die sowohl die individuellen Gesichtszüge der wohlproportionierten Figuren als auch die Stofflichkeit ihrer Gewänder genauestens wiedergibt. In architektonischen Räumen und vor stillen, tiefen Landschaften agieren Heilige und biblische Gestalten, die eine ernste Würde ausstrahlen und von denen eine ganz eigene Faszination ausgeht.

Ein Stundenbuch als Gemäldegalerie
Das Briçonnet-Stundenbuch ist um 1485 in Tours entstanden und insofern neu und einmalig, als hier die in der Ausstattung von Stundenbüchern übliche Hierarchisierung aufgegeben ist und auch untergeordnete Textanfänge mit großen Bildern angezeigt werden. Den Beginn des Marienoffiziums, der Johannes-Passion, der Bußpsalmen und des Totenoffiziums markieren sogar gleich zwei ganzseitige Miniaturen, die auf einer Doppelseite einander gegenübergestellt sind. Alle 25 Miniaturen sind ganz bewusst wie Tafelbilder angelegt und werden von einem Trompe-l’œil-Zierrahmen umgeben, der bis an die Seitenränder reicht. So ist die Illusion perfekt: Wer im Briçonnet-Stundenbuch blättert, schwelgt in einer Gemäldegalerie!

Ein großer Künstler
Das Briçonnet-Stundenbuch wurde von einem Meister geschaffen, den schon die Zeitgenossen mit Künstlern wie Jean Fouquet, Rogier van der Weyden, Hugo van der Goes, Leonardo da Vinci oder Michelangelo in einem Atemzug genannt haben: Jean Poyer. Um 1445 in Tours geboren, zählte er zu den besten Buch- und Tafelmalern des 15. Jahrhunderts. So arbeitete er für drei Könige von Frankreich und ihre Ehefrauen, nachweislich zwischen 1465 und 1503. Das Briçonnet-Stundenbuch ist dabei das erste Werk der Buchmalerei, das ihm zugeschrieben wird.

In seinem Schaffen wurde Jean Poyer erkennbar von der Architektur und Kunst der italienischen Frührenaissance beeinflusst, die er aus eigener Anschauung kannte.

Ein schillernder Auftraggeber
Dass beim Briçonnet-Stundenbuch sowohl der Künstler als auch der Auftraggeber historisch fassbar sind, ist bei Handschriften aus dem Spätmittelalter eher selten und daher ein wahrer Glücksfall der Kunstgeschichte. Einen Hinweis auf den Auftraggeber gibt die Initiale auf fol. 10v. Sie zeigt das Wappen der Adelsfamilie Briçonnet. In Frage kommt dabei der um 1445 in Tours geborene Guillaume Briçonnet, der spätere Bischof, Erzbischof und Kardinal. Unter König Ludwig XI. hatte er sich in der Finanzverwaltung hervorgetan und stieg unter dessen Sohn dann zum Schatzmeister Frankreichs und Mitglied des Staatsrates auf. Aus diesem Anlass dürfte er das extravagante Stundenbuch als Geschenk für seine Ehefrau bestellt haben.

 

Unter der Lupe: Farbe, Proportion und Perspektive – Ein Malergenie am Werk
Das Briçonnet-Stundenbuch zeigt einen Maler von überragendem Talent am Werk, der seine Kunst souverän beherrscht und dessen Stil bereits voll ausgereift ist. Den Betrachter seiner Miniaturen-Gemälde begeistert Jean Poyer mit seinem sehr ausgeprägten Gespür für Farbkombinationen, Proportionen und die korrekte Darstellung der Perspektive. Von großer Meisterschaft zeugt überdies auch die differenzierte Gestaltung der großenteils individualisierten Gesichter und Figuren, bei denen Haare, Bärte und Gewänder detailgenau mit unzähligen feinen Pinselstrichen gemalt sind. Dabei scheint das höfische Umfeld Poyers seinen Blick vor allem für kostbare Stoffe und modische Accessoires geschärft zu haben. Besonderen Wert legte er ganz offensichtlich auf ausgefallene Kopfbedeckungen.

 

So trägt der Evangelist Matthäus auf fol. 10r einen Turban. Der Raum, in dem er an einem Pult sein Evangelium schreibt, ist perspektivisch perfekt konstruiert. Sein Symbol, der Engel, schaut ihm über die Schulter und weist mit der linken Hand auf den Text. Ob er ihn auf einen Fehler aufmerksam macht oder ihm erklärt, was er schreibt? Auf den ersten Blick lässt sich das Bild als Ganzes erfassen, so übersichtlich ist es aufgebaut. Auf den zweiten Blick sind dann viele faszinierende Details zu entdecken, wie die Bücher unter dem Pult oder der Lichtreflex durch das Buntglasfenster auf der gemauerten Laibung. Einzigartig ist auch hier wieder das intensive Kolorit: Matthäus‘ blaues Gewand, der rote Mantel des Engels mit einem goldgelben Seidenfutter und dessen grüne Flügel.

(Quelle: Quaternio Verlag)

 


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Das Brüsseler Stundenbuch
Geheimnisvolles Juwel des Herzogs von Berry

Entstanden: 15. Jahrhundert
Bibliothèque Royale Albert Ier in Brüssel
Format: 27,5 x 18,5 cm
Umfang: 276 Seiten
Miniaturen: 20 ganzseitige Miniaturen, 17 wunderschöne Initialseiten mit Teilbordüren wiedergegeben
Einband: Einband aus rotem Ziegenleder, mit Gold- und Blindprägung, Gold-Rundumschnitt
Auflage: 980 nummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband

Auch wenn so manches Geheimnis um die Entstehung des Brüsseler Stundenbuches bestehen bleibt, so gibt es doch deutliche Indizien dafür, dass es sich dabei um eine Auftragsarbeit des Herzogs von Berry gehandelt haben muss. Denn überall in den Bordüren dieser Bilderhandschrift finden wir die herzoglichen Wappen, seine Embleme wie etwa den Bären sowie das Monogramm VE aus seiner Devise.

Besonders interessant sind die Anhaltspunkte, die mögliche Erinnerungen an eine große Liebe darstellen könnten. Eine englische Dame muss es wohl gewesen sein, die das Herz des Herzogs entflammt hatte.

Das Brüsseler Stundenbuch ist ein Werk, das man als Inbegriff des gotisch gestalteten Buches anerkennen muss.

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Das Brüsseler Stundenbuch

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Das Brüsseler Stundenbuch

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Les Belles Heures du Duc de Berry

Entstehung: 15. Jahrhundert
Metropolitain Museum of Art, The Cloisters, New York
Umfang: 448 Seiten
Format: 23,8 x 17,0 cm
Miniaturen: 172 Miniaturen, umgeben von filigranen Zierranken mit bis zu 500 goldstrahlenden Efeublättern.
Zahlreiche ein- oder mehrzeilige Zierinitialen in Rot und Blau sowie strahlendem Gold.
Einband: Saffianleder mit Goldverzierung auf dem Vorder- und Rückendeckel.
Auflage: Limitiert auf 980 Exemplare
Inkl. Kommentarband

 

Der prachtvolle Codex stellt das persönlichste Stundenbuch des Herzogs von Berry dar. Strahlende Miniaturen, filigrane Zierranken und verspielte Schmuckelemente zeugen von der Begeisterung des Auftraggebers für die Kunst der Malerbrüder Limburg.

Les Belles Heures du Duc de Berry

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Les Très Belles Heures de Notre-Dame

Entstanden: Ende 14. Jahrhundert

Bibliothèque Nationale in Paris

Format: 28 x 20 cm

Umfang: 252 Seiten

Miniaturen: 25 Miniaturseiten

Einband: Rotes Leder mit Zierprägung und einem Wappen, Goldschnitt, in Acrylglas-Vitrine

Auflage: 980 nummerierte Exemplare

 

Die Bilderhandschrift „Très Belles Heures de Notre-Dame wurde im Verlauf ihrer wechselvollen Geschichte in drei Teile getrennt. Ursprünglich gehörten der Handschrift das „Turiner Stundenbuch“ und das „Mailänder-Stundenbuch“ an. Die Turiner Gebete sind heute leider verloren. Berühmte Maler wie die Brüder Limburg wirkten bei der Gestaltung dieser prachtvollen Bilderhandschrift mit. Jede der Miniaturen besteht aus drei Elementen. Dem Figurenbild, der historisierten Initiale und der figürlichen Szene am unteren Blattrand.

Das Da Costa-Stundenbuch

121 strahlende Miniaturen von Simon Bening

Entstanden: Gent/Brügge um 1515

New York, Pierpont Morgan Library

Umfang: 388 Folios

Format: 17,2 x 12,5 cm

Miniaturen: 174 Miniatur- und 363 Initialseiten

Einband: Leder-Einband - edles grünes Veloursleder.
Auflage: 381 nummerierte Exemplare

Inkl. Kommentarband

 

Das Da Costa-Stundenbuch ist eine der ersten von Simon Bening geschaffenen Handschriften. Es ist eines der ersten Meisterwerke, die für einen spanischen Auftraggeber entstanden sind. Ein Wappen konnte einem Mitglied der portugiesischen Familie Sá zugeschrieben werde. Allerdings weist das darüber gemalte Wappen auf jenen Mann hin, nach dem das Stundenbuch benannt werden sollte: Don Alvaro da Costa, Waffenmeister und Kämmerer des portugiesischen Königs Manuels I., dem Gründer des portugiesischen Kolonialreichs.

 

Strahlende Farben und einzigartige Bildkompositionen, ein unglaublicher ikonografischer Reichtum und eine überreiche Anzahl an Bildern und figürlichem Buchschmuck machen das Da Costa-Stundenbuch zu einer der beeindruckendsten Handschrift des ausgehenden europäischen Mittelalters.

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Das Da Costa - Stundenbuch

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Das Da Costa - Stundenbuch

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Stundenbuch des Gerard David

Liber Horarum des Escorial

Entstanden: 1484-1486 in Brügge

Real Biblioteca des Monasterio de San Lorenzo de El Escorial

Format: 15,7 x 11,5 cm

Umfang: 470 Seiten

Miniaturen: 15 ganzseitige und 4 kleinere Miniaturen, 16 Dekorseiten

Einband: Dunkles Ziegenleder mit Buchschließe, in Schmuckkassette

Auflage: 980 nummerierte Exemplare

Inkl. Kommentarband
 

Nur ganz selten hat sich Gerad David, der renommierte Tafelmaler, so wie in diesem Stundenbuch von 1486, als Buchmaler betätigt. Unter den zahlreichen, heute erhaltenen Handschriften, die Brügger oder Genter Buchmaler zu Lebzeiten Davids illuminierten, finden sich tatsächlich nur drei, an denen der Mahler wohl beteiligt gewesen ist. Geboren um 1460 im holländischen Oudewater, ist Gerard David seit 1484 in Brügge nachweisbar, wo er der führende Meister der Stadt wurde. Gerard David (um 1460-1523) ist der letzte in der Reihe der großen altniederländischen Maler des 15. Jahrhunderts, der letzte bedeutende Vertreter der traditionsreichen Schule von Brügge. 1484 trat er der Gilde der Bildermacher in Brügge bei, in der er wichtige Ämter und schließlich den Vorsitz übernahm.

 

Weit über 500 Jahre liegt die Erstellung des Stundenbuches von Gerad David in Brügge für den heutigen Betrachter zurück. Gerard David war der führende Kopf in einem kleinen Konsortium von Künstlern, die das Stundenbuch zu gestalten hatten. Ein unbekannter Auftraggeber bestellte das Werk beim berühmten Tafelmaler. Der Meister delegierte zumeist die Ausführung und vollendete sie.

 

Gerard David stand zur Zeit der Entstehung des so besonderen Stundenbuches in sehr produktiver Beziehung zum Meister des Dresdener Gebetbuchs. Mit ihm zusammen betrieb er die Illuminierung eines berühmten Breviers, das der spanischen Königin Isabel la Católica zugedacht war.

 

Das Stundenbuch des Gerard David trägt in seinen Miniaturen stets die Handschrift des großen Künstlers, obwohl er mitunter nur retuschiert. Die Handschrift des Meisters vereinheitlicht die Miniaturen im Stundenbuch des Gerard David von 1486 dabei keineswegs. David überarbeitete diejenigen Stellen, die als besonders wichtig galten, nämlich Köpfe und Inkarnate sowie die Gewänder. Exzeptionelle Buchmaler arbeiteten unter seiner Ägide zusammen, ein einmaliger künstlerischer Entstehungsprozess prägt den Codex.

 

Ein einziges von über fünfzig Bildern hat David zu einem Stundenbuch in Cleveland beigesteuert, welches aus dem Besitz der spanischen Königin Isabel la Catolica stammt, lediglich vier von weit über hundert Miniaturen zu einem Brevier in London, das für die gleiche Herrscherin geschaffen wurde. Die bei weitem interessanteste Konstellation bietet das vorliegende Stundenbuch.

Stundenbuch des Gerard David

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Stundenbuch des Gerard David

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Das Stundenbuch der Jeanne d’Evreux

Entstanden: 1325 – 1328 in Paris
Metropolitan Museum of Art, The Cloisters, New York

Umfang: 418 Seiten

Format: 9 x 6 cm
Miniaturen: 25 Miniaturen in Demigrisaille, eine Maltechnik von Grauschattierungen mit Farbtönen für Gesicht und Hände der Figuren.

Einband: Brauner Ledereinband mit Goldprägung

Auflage: 980 nummerierte Exemplare

Inkl. Kommentarband

 

Dieses Stundenbuch wurde für Jeanne d’Evreux, die Gemahlin des französischen Königs Karl IV angefertigt und ist eines der epochemachenden Werke der französischen Kunst des 14. Jahrhunderts. Das Werk gilt als eines der erlesensten Exemplare früher Stundenbücher. Es ist mit 25 Miniaturen des Malers Jean Pucelle ausgestattet.

 

Das Stundenbuch ist eines der kleinsten Stundenbücher mit einem Format von 9 x 6 cm. Besonders hervorzuheben ist, dass der Meister selbst den Buchschmuck bis hin zum kleinsten Detail ausführte und auch, dass das Stundenbuch der Jeanne d’Evreux das erste große Werk der französischen Buchkunst ist, welches in Demigrisaille-Technik ausgeführt ist.

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Das Stundenbuch der Jeanne d’Evreux

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Das Stundenbuch der Jeanne d’Evreux

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Das Stundenbuch aus Poitiers in der Lissaboner Stiftung Gulbenkian

Entstanden: 1460 - 1465, Dreieck Angers, Tours und Poitiers
Museu Fundacao Calouste Gulbenkian, Lissabon
Format: 17 x 25,2 cm
Umfang: 352 Seiten
Miniaturen: 39 Seiten mit großen Miniaturen, 24 Seiten mit Bildbordüren und einem
Medaillon in Gold-Camaieu, 248 Seiten mit mehreren Miniaturen, über 850 Bildmotive
Einband: Blauer Samteinband mit Messingbeschlägen und
Lapislazuli (Sonderauflage)
Auflage: Gesamtauflage 995 Exemplare
Inkl. Kommentarband

Die reiche Illuminierung des Codex umfasst nicht nur die gewohnten Themen des Marienzyklus, der Bußpsalmen und des Toten-Offiziums, sondern darüber hinaus einen packenden Passionszyklus und eindrucksvolle Bilder zu den Fürbitten der Heiligen. Die Bildfülle wartet mit vielen Kleinbildern in den Bordüren auf: Alle Textseiten sind mit drei Miniaturen in den Rändern geschmückt, die sich zwischen Geschichten des Alten Testaments und frecher Groteske bewegen.

Unser Codex entstand im Umfeld eines herausragenden Künstlers, den man nach dem Stundenbuch einer Tochter Ludwigs XIV. „Meister der Adelaide von Savoyen“ oder nach zwei Miniaturen in einem Missale „Meister von Poitiers 30“ nennt.

Calouste Gulbenkian 1869-1955 war ein vermögender britischer Ingenieur, Ölforscher, Geschäftsmann, Finanzexperte und Kunstsammler. Gulbenkian ist als Gründer der in Lissabon ansässigen Stiftung Fundcao Calouste Gulbenkian bekannt, die das im Jahr 1969 eröffnete gleichnamige Museum verwaltet.

Das Gulbenkian-Stundenbuch wurde wohl für eine Frau konzipiert, kann aber keiner konkreten Person zugeordnet werden.

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Gulbenkian Stundenbuch

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Gulbenkian Stundenbuch

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