Neuzugänge

Apokalypse der Herzöge von Savoyen

 

Entstanden: Zwischen 1428 und 1490

El Escorial, Real Biblioteca del Monasterio (Spanien)

Umfang: 104 Seiten
Format: 41,5 x 26,8 cm

Miniaturen: 97 Miniaturen

Einband: Rotes Leder auf Holzdeckeln mit 2 Schließen

Auflage: 666 nummerierte Exemplare
Patrimonio Nacional/Club Bibliofilo Versol

Inkl. spanischer Kommentarband

 

Die Apokalypse der Herzöge von Savoyen zählt zu den schönsten religiösen Handschriften des 15. Jahrhunderts. Der Herzog von Svoyen, Amadeus VIII., gab den Codex im Jahr 1428 bei Jean Bapteur, dem wohl berühmtesten Buchgestalter seiner Zeit, in Auftrag. Ihm wurden 47 Illustrationen nachgewiesen. Ab 1433 stand ihm der ebenbürtige Peronat Lamy zur Seite und sie gestalten gemeinsam weitere Illustrationen.

Die Handschrift stellt eine Kurzfassung der Johannesapokalypse mit Kommentaren und Erläuterungen dar, die vom Mönch Berengaudus stammen. Die Schrift wurde in schwarzer und roter Tinte verfasst, wobei die rote Tinte bedeutsames im Text hervorhebt. Die Initialen, die jeweiligen Großbuchstaben, welche einen neuen Absatz bzw. einen neuen Textteil einleiten, sind reich verziert. Die Randverzierungen weisen pflanzliche und tierische Motive auf, auch der Evangelist Johannes ist immer wieder abgebildet.Insgesamt 97 Miniaturen verzieren fast jede Seite des Codex. Heute wird das Original in der Real Biblioteca del Monasterio in San Lorenzo de El Escorial, Spanien unter der Signatur ms. Vit. I aufbewahrt.

Apokalypse der Herzöge von Savoyen
2.490,00 EUR

Apokalypse der Herzöge von Savoyen

 

Das Tacuinum Sanitatis

 

Entstanden: um 1490, Venedig

Wien, Österreichische Nationalbibliothek
Umfang: 82 Seiten
Format: 17,5 x 26,5 cm
Miniaturen: pro Seite 4 Miniaturen, insgesamt 294 Miniaturen
Einband: Leder
Auflage: 980 nummerierte Exemplare

 

Der Codex Vindobonensis 2396 ist dem Buchtyp der sogenannten Tacuinum Sanitatis-Handschriften zugeordnet. Die Tradition, solche Gesundheitsbücher in tabellarischer Übersicht anzulegen, geht auf das arabische Werk Taqwin As-Sihha des Arztes Ibn Bôtlan zurück, der in der Mitte des 11. Jh.s in Bagdad lebte. Wohl am Hofe König Manfreds von Sizilien (1258–1266) wurde von der arabischen Originalfassung eine lateinische Übersetzung hergestellt. Diese Tabellen waren ursprünglich nicht illuminiert, verschmolzen aber mit den reinen Bilderhandschriften, den Herbarien antiker Tradition, zu dem vorliegenden neuen Buchtyp.

 

Das hier wiedergegebene Wiener Tacuinum Sanitatis ist die umfangreichste und geordnetste Rezeptsammlung für den „Hausgebrauch“ aller bisher bekannten bebilderten Tacuina Sanitatis. Alle 294 Einzelkapitel sind mit Bildern versehen.

Diese „Gesundheitstafeln in Tabellenform“ gehen wohl auf das Vorbild der arabischen astronomischen Tafeln zurück. Die ursprüngliche Tabellenform des Ibn Bôtlan war so angelegt, dass in der waagrechten Reihe jeweils „Name, Natur, besser ist …, Nutzen, Schaden, Verhütung des Schadens, Lebensalter, Gelehrtenzitate“ angeführt waren, in senkrechter Reihe die Angaben für meist sieben Drogen oder Verhaltensweisen, ein System, das den Vorteil hatte, eine gewünschte Angabe jeweils nur in einer Spalte suchen zu müssen.

 

Die Handschriften verfügten jedoch nur selten über Indizes zur raschen Auffindung der Pflanzen und anderer Begriffe. Auf antikem Wissensgut von Plato und Aristoteles aufbauend, schien sich die Materie aus vier Elementen aufzubauen, die mit den heutigen Aggregatzuständen der Physik verglichen werden können, wobei diesen vier Elementen unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben wurden:

 

Erde: trocken und kalt (fest)

Wasser: nass und kalt (flüssig)

Luft: nass und warm (gasförmig)

Feuer: trocken und heiß (plasmaartig)

 

Aus dieser 4-Elementenlehre wurde dann die „4-Säfte-Lehre“ abgeleitet, in der eine Krankheit als Störung der Körpersäfte angenommen wurde und in der es dann zur Aufgabe des Heilenden zählte, dieses „Gleichgewicht der Säfte“ und damit die Gesundheit wiederherzustellen. Von Hippokrates werden als derartige Körpersäfte genannt: Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle.

Dem heutigen Leser dieses oder anderer „Tacuina Sanitatis“ werden hier manche Mittel und Methoden zu einer gesunden Lebensführung begegnen, die auch heute noch angewendet und praktiziert werden und deren Ursprung bei den „alten Meystern“ der Heilkunst längst vergessen wurde. (Quelle ADEVA)

Tacuinum Sanitatis
250,00 EUR

Tacuinum Sanitatis

Der Ildefonso Codex aus Parma

 

Entstanden: Zwischen 1090 und 1100

Format: 23,0 × 15,8 cm

Umfang: 224 Seiten

Herkunft: Frankreich

Buchschmuck: 9 ganzseitige Miniaturen, 16 halbseitige Miniaturen, 10 Portraits der Propheten, 9 große Initialen, 28 Initialen und viele andere Verzierungen.

Limitierte Auflage: 499 Exemplare.

Inkl. Kommentarband.

 

Der Parma Ildefonsus ist zwischen 1090 und 1110 in der französischen Abtei Cluny entstanden. Das prachtvolle Werk enthält umwerfend schöne Illustrationen.

 

Jede Seite des Werkes ist mit Gold, Silber und Purpur ausgestattet. Zwischen 1090 und 1110 wurde in der Abtei der Französischen Stadt Cluny eine herausragende Handschrift hergestellt.

Parma Ildefonso
1.690,00 EUR

Parma Ildefonso

Das Stammheimer Missale

Die schönste Bilderhandschrift der deutschen Romanik

Entstanden: um 1170

Format: 28,5 x 18,5 cm

Umfang: 370 Seiten (184 Blatt)

Miniaturen: 12 ganzseitige Miniaturen

Einband: heller Ledereinband mit Messingschließen

Druckauflage: 480 Exemplare

 

Das Stammheimer Missale macht sprachlos. Ein echter Höhepunkt der romanischen Buchmalerei aus dem letzten Drittel des 12. Jahrhunderts! Makellos schön und vollkommen in der künstlerischen Ausführung! Mit Darstellungen von höchster Qualität, die nirgendwo anders zu finden sind. Neben Szenen aus dem Alten Testament zeigen sie die Hauptfeste aus dem Leben Jesu und die Festtage der besonders verehrten Heiligen. Ungewöhnlich und einzigartig ist der Kalender mit seinen Architekturrahmungen und die Wiedergabe der Tages- und Nachtstunden.

Kurzum: eine Handschrift der Superlative, die nach 850 Jahren immer noch so hell erstrahlt wie zur Zeit ihrer Entstehung!

Stammheimer Missale
3.980,00 EUR

Stammheimer Missale

Der Codex Gisle

Das Goldene Graduale der Gisela von Kerssenbrock

 

Entstanden: Um 1300, Kloster Rulle (Osnabrück)

Bistumsarchiv Osnabrück

Format: 35,5 x 26 cm

Umfang: 344 Seiten

Miniaturen: 53 historisierte Initialen, 15 effektvolle blau-goldene Initialen auf rotem Fleuronnée, über 200 kleinere goldene Initialen auf blauem oder rotem Grund

Einband: Prachtvoll geprägter Ledereinband mit Eckbeschlägen und zwei Schließen aus Messing.

Der Faksimileband wird in einer Präsentationskassette aus Leinen geliefert.

Auflage: 480 handnummerierte Exemplare

Inkl. Kommentarband

Antiquarisches Exemplar
 

 

Das „Codex Gisle“ genannte Graduale der Schwester Gisela von Kerssenbrock gilt als die schönste niedersächsisch-westfälische Handschrift zwischen 1250 und 1400. Die hohe Anzahl von 53 historisierten Initialen ist wahrscheinlich einzigartig für ein gotisches Graduale. Mit den 53 historisierten, das heißt mit Bildern versehenen Initialen, werden die wichtigsten Stationen aus dem Leben Jesu illustriert.  Mit „Graduale“ wird seit dem 12. Jahrhundert das Choralbuch bezeichnet, das alle Gesänge der Messe im Ablauf des Kirchenjahres enthält, die nicht vom Priester auszuführen sind. Der Codex Gisle umfasst rund 1500 Gesänge, die teils abgekürzt oder vollständig wiedergegeben werden.

Der Codex Gisle
3.200,00 EUR

Der Codex Gisle

Der Pariser Alexanderroman

Entstanden: ca. 1420/25, Paris
British Library, London
Umfang: 194 Seiten
Format: ca. 28,4 x 19,5 cm
Miniaturen: 86 Miniaturen, mehr als 100 mehrzeilige goldene Initialen
Einband: Brauner Ledereinband mit drei feinen goldgeprägten Rahmenlinien sowie dem Wappen des
letzten Besitzers, König Georg II, auf dem Vorderdeckel.
Auflage: 680 handnummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband

Der Pariser Alexanderroman gilt zweifelsohne als eine der prachtvollsten Alexander-Handschriften des ganzen Mittelalters. Die 86 Miniaturen sind fast auf jedem Blatt der Handschrift zu finden. Sie erzählen in ihrer Schönheit der gotischen Bildersprache von der mythischen Abkunft Alexanders, dem Unterricht bei Aristoteles. Die Schlachten gegen den Perserkönig Darius sind in den Miniaturen wiedergegeben sowie Bilder Alexanders Zug bis nach Indien. Der Alexanderroman ist in Altfranzösisch verfasst.

 

Pariser Alexanderroman
1.350,00 EUR

Pariser Alexanderroman

Das Buch von Lindisfarne - Vorzugsausgabe

 

Entstanden: Nach 710
British Library, London
Umfang: 518 Seiten
Format: 34 x 24,5 cm
Miniaturen: Eine Folge prachtvoll gestalteter Kanontafeln über 16 Seiten
Über 200 weitere, farbig ausgefüllte und zum Teil rot umpunktete Anfangsbuchstaben gliedern den gesamten Text.
Einband: Heller Ledereinband mit Schmuckkassette
Auflage: Die Luxusausgabe ist auf 290 nummerierte Exemplare limitiert.
Inklusive 2 Kommentarbände
Beim Verlag vergriffen!

 

„Holy Island“ – schon der Name des kleinen, wellenumtosten Eilandes vor der Küste Northumbriens zeugt von der Mystik des Ortes. Hier, im Skriptorium des 635 von irischen Mönchen gegründeten Klosters, entstand nach 710 das Buch von Lindesfarne als ein Meisterwerk frühmittelalterlicher Buchkunst.

 

Im Buch von Lindisfarne verschmelzen die Einflüsse des römischen und keltischen Kulturkreises zu einem einmaligen Meisterwerk italo-northumbrischer Buchkunst. Sowohl der auf eine Vorlage aus dem Raum um Neapel zurückgehende Text als auch die in ihrer Komposition eindeutig an mediterrane Vorbilder anknüpfenden Evangelistenporträts und Kanontafeln sind ganz im insularen Stil gestaltet.

 

Gewidmet ist das Buch von Lindesfarne dem noch heute hochverehrten heiligen Cuthbert.

Bischof Maltby von Durham stiftete 1852 den kostbaren Einband.

Die Handschrift besticht durch eine außergewöhnlich breite Farbpalette: mehr als 45 individuelle Farbtöne sind zu unterscheiden. Aufgrund besonderer Misch- und Maltechniken entstehen bei den transparenten Pigmenten durch Lichtreflexionen die atemberaubendsten Farbeffekte. An einigen Stellen werden sie glänzenden Pigmente der einzelnen Farben durch winzige Partikel sparsam aufgetragenen Goldes ergänzt.

 

Auf 259 Blättern entpuppt sich der Text der vier Evangelien mit zugehörigen Vorreden und 16 Kanontafeln als eine wahre Schatzkammer insularer Kunst.

 

Das Buch von Lindisfarne - Vorzugsausgabe
3.980,00 EUR

Das Buch von Lindisfarne - Vorzugsausgabe

Das Mainzer Evangeliar


Entstanden: Um 1250
Strahlende Bilder - Worte in Gold
Format: 35.3 x 27.0 cm Umfang: 200 Seiten Miniaturen: 71 biblische Darstellungen und über 300 Initialen Ganz in Gold geschriebener Evangelientext Inkl. Kommentarband
Auflage: 980 Exemplare


In einem Evangeliar sind die vier Evangelien des Neuen Testaments nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes zu einem Band vereinigt. Ein außerordentlich reicher und viel gestalteter Buchschmuck illustriert im Mainzer Evangeliar die Erzählungen vom Leben und Wirken Jesu: ganzseitige Miniaturen und gerahmte Streifenbilder auf hochpoliertem Goldgrund, Kanontafeln und mehrzeilige große ornamentale Initialen zieren die 200 Seiten der Handschrift.

Mainzer Evangeliar
1.490,00 EUR

Mainzer Evangeliar

Das Stundenbuch des Etienne Chevalier

 

Umfang: 12 Passepartout Seiten a. 4 Miniaturen
Gasamt: 48 Miniaturen
Einband: Kassette
Inkl. Kommentarband

 

Stundenbuch des Etienne Chevalier
950,00 EUR

Stundenbuch des Etienne Chevalier

Turnierbuch für René d´Anjou

 

Entstanden: Um 1446 in Frankreich

Umfang: 108 Seiten

Format: 37,0 × 27,0 cm

Miniaturen: 90 Federzeichnungen

Einband: Eigens hergestelltes Marmorpapier

Auflage: 580 Exemplare

 

Ein Turnier war nicht nur ein sportlicher Wettbewerb. Die Kämpfer haben Werte wie Würde, Beständigkeit und Tapferkeit eines ganzen Standes repräsentiert.Es waren Veranstaltungen bei denen es um Selbstdarstellung und Selbstbestätigung einer Kerngruppe der Gesellschaft ging. René d'Anjou, König von Neapel und Sizilien, Herzog von Anjou, Bar und Lothringen, veranstalte Turniere, die im ganzen Land bekannt waren und hohes Ansehen genossen haben. Diese von ihm in Auftrag gegebene Handschrift beschreibt ein fulminantes Turnier, zu dem er 1446 die Elite des französischen Hochadels eingeladen hatte. Die zahlreichen Verse beschreiben sehr detailliert die Waffen und Kleidung der Ritter. In 90 meisterhaft Federzeichnungen, wurden die entschiedensten Momente des Turniers für die Nachwelt festgehalten

Turnierbuch für Rene d'Anjou
590,00 EUR

Turnierbuch für Rene d'Anjou

Das Gulbenkian Stundenbuch

Das Stundenbuch aus Poitiers in der Lissaboner Stiftung Gulbenkian

 

Entstanden: 1460 - 1465, Dreieck Angers, Tours und Poitiers
Museu Fundacao Calouste Gulbenkian, Lissabon
Format: 17 x 25,2 cm
Umfang: 352 Seiten
Miniaturen: 39 Seiten mit großen Miniaturen, 24 Seiten mit Bildbordüren und einem
Medaillon in Gold-Camaieu, 248 Seiten mit mehreren Miniaturen, über 850 Bildmotive
Einband: Blauer Samteinband mit Messingbeschlägen und
Lapislazuli (Sonderauflage)
Auflage: Gesamtauflage 995 Exemplare
Inkl. Kommentarband

 

Die reiche Illuminierung des Codex umfasst nicht nur die gewohnten Themen des Marienzyklus, der Bußpsalmen und des Toten-Offiziums, sondern darüber hinaus einen packenden Passionszyklus und eindrucksvolle Bilder zu den Fürbitten der Heiligen. Die Bildfülle wartet mit vielen Kleinbildern in den Bordüren auf: Alle Textseiten sind mit drei Miniaturen in den Rändern geschmückt, die sich zwischen Geschichten des Alten Testaments und frecher Groteske bewegen.

Unser Codex entstand im Umfeld eines herausragenden Künstlers, den man nach dem Stundenbuch einer Tochter Ludwigs XIV. „Meister der Adelaide von Savoyen“ oder nach zwei Miniaturen in einem Missale „Meister von Poitiers 30“ nennt.

Calouste Gulbenkian 1869-1955 war ein vermögender britischer Ingenieur, Ölforscher, Geschäftsmann, Finanzexperte und Kunstsammler. Gulbenkian ist als Gründer der in Lissabon ansässigen Stiftung Fundcao Calouste Gulbenkian bekannt, die das im Jahr 1969 eröffnete gleichnamige Museum verwaltet.

Das Gulbenkian-Stundenbuch wurde wohl für eine Frau konzipiert, kann aber keiner konkreten Person zugeordnet werden.

Das Gulbenkian Stundenbuch
1.490,00 EUR

Das Gulbenkian Stundenbuch

Grandes Heures de Rohan
Das Rohan Stundenbuch inklusive Deutschen und Spanischen Kommentarband

Entstanden: Um 1430 – 1435
Bibliothéque nationale de France
Umfang: 478 Seiten
Format: 33,5 x 26 cm
Miniaturen: 537 Miniaturen; davon 12 ganzseitige und 53 halbseitige Miniaturen.
Einband: Ledereinband mit Prägungen
Auflage: 995 Exemplare

 

Um 1430-1435 hat der Meister von Rohan, unter dessen verantwortlicher Leitung, wenigstens drei weitere Buchmaler die an der Fertigstellung der Handschrift beteiligt waren, das Stundenbuch konzipiert. Es entstand in einer, möglicherweise seiner, Werkstatt in Paris oder Angers, vielleicht sogar an verschiedenen Sitzen der Werkstatt. Einflüsse der Gebrüder Limburg sowie des Bedford- und Boucicaut-Meisters waren für den Stil des Ateliers charakterlich.

Jede Seite ist mit mindestens einer Miniatur ausgestattet und mit einem floralem Rankmuster umrahmt.
12 wunderschöne Monatsbilder, „die ganz von der Erregung der Zeit geprägt sind und über deren fast wie Unheilszeichen schwebend die Tierkreiszeichen im Himmel erscheinen“ (Eberhard König), schmücken das Werk.

 

Grandes Heures de Rohan Das Rohan Stundenbuch
2.490,00 EUR

Grandes Heures de Rohan
Das Rohan Stundenbuch

Der Breslauer Psalter

Entstanden: ca. 1265 in Breslau

Cambridge, Fitzwilliam Museum, MS 36-1950

Umfang: 294 Seiten

Format: ca. 32,6 x 22,7 cm

Miniaturen: 28 ganzseitige Miniaturen, 10 Initialzierseiten, 168 Randminiaturen, goldene Initialen auf mehrfarbigem Grund, goldener und farbiger Zeilenschmuck, Ornamente und figürliche Szenen auf den Blatträndern, 36 Kalendermedaillons

Einband: schlicht-eleganter heller Ledereinband in Acrylkassette

Auflage: 680 Exemplare
Inkl. Kommentarband

 

Der Breslauer Psalter fasziniert den Betrachter im Original wie im Faksimile als ein Meisterwerk europäischer Buchkunst durch seine prachtvolle Ausstattung. Er ist eines der reichsten Psalterien der Buchmalerei. Strahlendes Gold und kostbare Farben auf jeder Seite!

 

Der staunende Betrachter des Breslauer Psalters kann sich auf 294 Seiten am überreichen Buchschmuck auf goldstrahlendem Grund erfreuen. Bereits der Kalender bietet mehr als üblich: neben den 12 Tierkreiszeichen und 12 monatstypischen Darstellungen werden zusätzlich 12 Sätze aus dem Glaubensbekenntnis mit eigenen Bildszenen illustriert; kleinere Bilder der verzeichneten Heiligen flankieren rechts und links den Kalender. Der weitere Buchschmuck besteht aus 28 prachtvollen ganzseitigen Miniaturen und 10 großen historisierten Bild-Initialen; 168 Randbilder schmücken die Textseiten mitsamt einer Fülle von burlesken Drolerien und Zierornamenten auf den Seitenrändern; dazu kommen goldene und farbige Initialen in allen Größen und Seiten mit goldener Zierschrift – der Breslauer Psalter ist eine Handschrift, die in all ihrer Pracht auf Lob Gottes versinnbildlichen soll und auf beispiellose Weise Glanz und künstlerischen Geschmack des schlesischen Herzoghofes feiert. (Quaternio Verlag)

 

Die weiblichen Gebetsformeln und die Betonung böhmischer Heiliger im Kalender legen nahe, dass der Psalter für Anna von Böhmen (1204 – 1268), Schwester des mächtigen böhmischen Königs Wenzel I. und Gattin des schlesischen Herzog Heinrich II. geschaffen wurde.

Breslauer Psalter
3.980,00 EUR

Breslauer Psalter

Musterbuch des Giovannino de Grassi

Entstanden: Ende des 14. Jahrhunderts
Biblioteca Civica Angelo Mai, Bergamo
Umfang: 62 Seiten
Format: ca. 22 x 17 cm
Miniaturen: 77 Zeichnungen exotischer Tiere sowie 24 Buchstaben
Einband: Der Einband ist eine getreue Nachbildung des Originaleinbandes aus steifem Karton. Eine Umschlagtasche aus feinstem rotbraunem Velours dient als Schutz des Musterbuchs. Die Lieferung erfolgt in einer repräsentativen Buchkassette.
Auflage: 999 nummerierte Ausgaben
Inkl. Kommentarband

Der Baumeister des Mailänder Doms schuf Ende des 14. Jahrhunderts das Vorlagenbuch, bedeutendstes Beispiel spätgotischer italienischer Kunst. 77 realistische Zeichnungen exotischer Tiere aber auch Menschen in typischen Haltungen, sowie 24 Buchstaben höchster Güte dienten vielen Künstlern als Vorlage.

Der im ausgehenden 14. Jahrhundert am Hofe der Visconti entstandene Codex, ein sogenanntes Musterbuch, geschaffen vom Baumeister des Mailänder Doms – Giovannino de Grassi - , beinhaltet insgesamt 77 Zeichnungen und 24 Buchstaben des Alphabets. Er war ein echter Universalkünstler: neben seiner Tätigkeit als Zeichner und Bildhauer war er auch Dombaumeister des prachtvollen Mailänder Domes.

Musterbuch Giovanni di Grassi
790,00 EUR

Musterbuch Giovanni di Grassi

Der Egbert-Codex

Höhepunkt ottonischer Buchmalerei
Entstanden: 10. Jahrhundert
Stadtbibliothek in Trier
Format: 27 x 21 cm
Umfang: 330 Seiten
Miniaturen: 60 Miniaturen und 240 Initialen
Einband: Der Einband aus grüner Seide ist einem typischen Bucheinband aus ottonischer Zeit nachempfunden. Den Vorderdeckel ziert eine fein gearbeitete, versilberte und patinierte Metallplatte, dessen Vorbild eine Darstellung Egberts auf dem Mettlacher Kreuzreliquiar liefert, sein einzig erhaltenes Porträt auf einer Metallplatte.
Auflage: 980 nummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband
Beim Verlag vergriffen

Bischof Egbert wirkte in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts - einer Zeit, die als eine der erfolgreichsten der Geschichte der Kunst gilt. Herausragende Zentren künstlerischen Einfallsreichtums entstanden damals in den Skriptorien der Klöster. Das berühmteste unter ihnen war das Benediktinerkloster auf der Insel Reichenau. Der Egbert-Codex gilt als der älteste Bilderzyklus zum Leben Jesu.

Egbert Codex
1.250,00 EUR

Egbert Codex

Johannis Apokalypse

Eines der schönsten Blockbücher weltweit
48 Holzschnitte zur Vision des Johannes

 

Entstanden: 15. Jahrhundert
Biblioteca Estense Universitaria in Modena
Format: 28,8 x 22 cm
Umfang: 48 Seiten
Miniaturen: 4 ganzseitige Holzschnitte und 44 Blätter in zwei Hälften geteilt, die je zwei verschiedene Szenen zeigen
Einband: Kalbsledereinband, im Schuber
Auflage: 999 nummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband
Beim Verlag vergriffen

 

Die Johannis-Apokalypse ist das letzte Buch des Neuen Testaments und zugleich dessen einziges ausschließlich prophetisches Buch. Obwohl mit der Apokalypse die neue Botschaft der Christen endet, geht sie zurück auf die alte Tradition der Prophezeiungen und Enthüllungen der Hebräer, die im Alten Testament, bei Daniel beginnend, ausführlich dokumentiert sind. (Libri Illustri)

Die Johannis Apokalypse entstand zwischen 1438 und 1440 in Modena und fasziniert durch seine ausdruckstarken 48 ganzseitigen Miniaturen.

Johannis Apokalypse
298,00 EUR

Johannis Apokalypse

Das Evangeliar Heinrich des Löwen

Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

Entstanden: Helmarshausen, vor 1188
Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
Umfang: 452 Seiten
Format: 34,2 x 25,3 cm
Miniaturen: 50 ganzseitige Miniaturen
Einband: Bibliotheks-/Studienausgabe, Brauner Ledereinband im Schuber
Inkl. Kommentarband
Insel Verlag

 

Heinrich der Löwe, 1129(31)-1195, einer der mächtigsten Landesfürsten der Stauferzeit, Herzog von Sachsen und Bayern, hat diese prunkvolle Handschrift in Auftrag gegeben. Gemeinsam mit seiner Gemahlin Mathilde, Tochter des englischen Königs Heinrich II., widmete er das Evangeliar der Kirche St. Blasius in Braunschweig, dem Braunschweiger Dom, den er seit 1173 errichten ließ, anlässlich der Weihe des dortigen Marienaltars im Jahre 1188. Der Codex ist nicht nur eine der großen Schöpfungen romanischer Buchkunst in Deutschland. Er ist zugleich ein eindrucksvolles Monument der weltlichen wie geistlichen Deutschen Geschichte, einzigartig deshalb, weil er ebenso von mittelalterlicher Frömmigkeit zeugt, wie seine Bilder den weltlich-politischen Anspruch Heinrichs des Löwen kundtun

 

Das "teuerste Buch der Welt", wie das goldglänzende Evangeliar nach seiner spektakulären Versteigerung am 6. Dezember 1983 bei Sotheby's apostrophiert wurde, schrieb Auktionsgeschichte. Für 32,5 Millionen Mark erstand es Hermann Josef Abs für die heutigen vier Besitzer, die Bundesrepublik Deutschland, den Freistaat Bayern, das Land Niedersachsen und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin.

Evangeliar Heinrich des Löwen
2.450,00 EUR

Evangeliar Heinrich des Löwen

Das Breviarium Grimani

Eine der berühmtesten Handschriften der flämischen Buchmalerei der Renaissance

Entstanden: Anfang des 16. Jahrhunderts in der Gent-Brügger Malschule
Format: 29,5 x 22,3 cm
Das Werk ist 18 cm dick, der Buchblock misst 14 cm.
Umfang: 1662 Seiten
Miniaturen: 110 ganzseitige Miniaturen, 1280 Seiten mit gemalten Ausschmückungen
Einband: Mit rotem Samt überzogenem Holzdeckel, darauf sind silber-vergoldete Ornamentleisten, mittig ein Medaillon des Kardinals Grimani mit Text und Wappen versehen.
Auflage: Limitiert auf 750 Exemplare
Inkl.:Kommentarband

Unter den vielen Handschriften der Biblioteca Marciana (Markusbibliothek) in Venedig ragt eine Handschrift hervor, die als eines der größten Meisterwerke der Gent-Brügger Buchmalerei gilt – das Breviarium Grimani.

Kardinal Domenico aus der venezianischen Adelsfamilie Grimani erwarb das Stundenbuch 1520 in Rom oder Venedig für 500 Golddukaten von Antonio Siciliano, Gesandter des Herzoges von Mailand. 1593 gelangte das wertvolle Buch durch den letzten Erben, Giovanni Grimani, an den venezianischen Dogen Cicogna und von ihm in den Besitz der Biblioteca Marciana in Venedig.

Es wird vermutet, dass der prachtvolle Codex, an dessen Ausgestaltung mehrere Maler, darunter Alexander und Simon Bening, beteiligt waren, um 1510 entstanden ist.

Breviarium Grimani
3.900,00 EUR

Breviarium Grimani

Alchemistisches Lehrgedicht

 

Zahlreiche Miniaturen, Goldschnitt im Ledereinband mit Schmuckkassette.

Das Alchemistische Lehrgedicht
690,00 EUR

Das Alchemistische Lehrgedicht

Das Goldene Evangelienbuch von Echternach

Entstanden: 1020/1030
Umfang: 272 Seiten
Format: 31 x 44 cm
Miniaturen: 64 ganzseitige Miniaturen und Schrifttafeln, hunderte von kostbaren Initialen

Einband: Purpur/grün eingefärbte Seide mit vergoldeten Beschlägen

Auflage: 850 nummerierte Exemplare

Verlag: Müller und Schindler

Inkl. Kommentarband


Das Goldene Evangelienbuch von Echternach ist ein Werk von unvorstellbarer Pracht, verschwenderisch in seinem Reichtum an Bildmotiven, an herrlichen Ornamenten und farbenprächtigen szenischen Darstellungen zu biblischen Geschehen.

Als hervorragendes Zentrum mittelalterlicher Buchmalerei ist die Reichsabtei der Benediktinermönche von Echternach in Luxemburg in die Geschichte eingegangen. Das erste große Zeugnis der Blütezeit ihrer Kunst, die auch in acht späteren Codices und Handschriftenfragmenten überliefert wurde, ist das goldene Evangelienbuch von
1020/30, der Codex Aureus Epternacensis. Als berühmtes Denkmal der europäischen Kultur bildet diese Handschrift heute den Mittelpunkt in den reichen Sammlungen des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg. Hier ist sie ausgestellt neben dem von König Otto III. , dem späteren Kaiser, und seiner Mutter Theophanu Ende des 10.
Jahrhunderts.
 

Das Goldene Evangelienbuch von Echternach
1.890,00 EUR

Das Goldene Evangelienbuch von Echternach

Die Berry Apokalypse

 

85 einzigartige Miniaturen für den Duc de Berry

 

Entstanden: Um 1410 in Paris
Morgan Library & Museum in New York
Umfang: 174 Seiten
Format: ca. 30,2 x 20,8 cm
Miniaturen: 85 großformatige Miniaturen und zahlreiche Initialen
Einband: Samteinband in edlem dunklen Orange mit gravierten Silberbeschlägen und Silberschließe, in Luxuskassette
Auflage: 900 nummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband
Antiquarisches Exemplar

 

Um 1410 entsteht in Paris eine der spannendsten Handschriften des 15. Jahrhunderts, geschaffen von einem unbekannt gebliebenen Meister, der nach diesem großartigen Kunstwerk benannt ist: die faszinierende Berry-Apokalypse. Die Berry-Apokalypse ist laut Experten eine der beeindruckendsten Handschriften aus der Sammlung des Duc de Berry. Dieser Bilderzyklus zur Geheimen Offenbarung gehört zu den bilderreichsten Handschriften aus der bedeutenden Sammlung dieses größten Bibliophilen des Spätmittelalters.

Die Miniaturen sind von besonderer Qualität und Dramatik, die den Inhalt des visionären Textes wiedergeben. Die künstlerische Umsetzung ist in Stil und Ikonographie einzigartig und lädt den Betrachter ein, sich auf das Wesentliche des Inhaltes zu konzentrieren: der Fokus wird in den Bildszenen ganz klar auf die darstellenden Figuren und Ereignisse gelegt. Der Text ist in Mittelfranzösisch verfasst und die Miniaturen, stets auf der zugehörigen Seite links vom Text positioniert, werden häufig von lateinischen Rubriken erläutert. Auf den biblischen Text folgen Ausschnitte der Interpretation von Berengaudus zur geheimen Offenbarung.

Berry Apokalypse
1.750,00 EUR

Berry Apokalypse

Gebetbuch Karl des Kühnen

 

Entstanden: 15 Jahrhundert
Los Angeles, Getty Museum,
Umfang: 318 Seiten
Format: 12,4 x 9,2 cm
Miniaturen : 47 Miniaturen, über 360 Initialen
Einband: Purpurfarbener Samteinband, unter Akrylhaube.
Vorder- wie auf der Rückseite jeweils vier vergoldete Eckbeschläge und ein vergoldetes, mit verschlungenen Hörnern verziertes Medaillon. Zwei Schließen aus vergoldetem Messing.
Auflage: 980 limitierte Exemplare

Inkl. Kommentarband
Faksimile Verlag Luzern


 

Das persönliche Gebetbuch des burgundischen Herzogs Karl der Kühne, erkennbar an drei Porträts des Auftraggebers, ist auf jeder Seite reich verziert und mit Gold ausgestattet. Der Codex spiegelt so den Luxus Burgunds wider und nimmt eine Schlüsselstellung in der Geschichte der flämischen Buchmalkunst ein.

Karl der Kühne, Herzog von Burgund, lies von Lieven van Lathem, dem Wiener Meister der Maria von Burgund sowie dem Schreiber Nicolas Spierinc ein Gebetbuch zum persönlichen Gebrauch anfertigen, das heute im Getty Museum in Los Angeles gehütet wird: das Gebetbuch Karls des Kühnen. Es legt Zeugnis davon ab, dass der mächtigste Mann in Europa auch als Mäzen nicht seinesgleichen hatte – ist doch das Buch Seite für Seite mit Gold ausgestattet!

Auf insgesamt 47 Miniaturen entfaltet sich die überbordende Pracht burgundischer Bücherliebe. Die zeichnerische Fabulierlust setzt sich bis in die erfindungsreichen Bordüren fort, wo sich zwischen farbigem Akanthus und Goldpollen ungezählte Drôlerien, Menschen und Vögel tummeln. Drei Porträts des Auftraggebers belegen die sehr persönliche Beziehung Karls zu seinem Gebetbuch.

Auch die Textseiten sind mit reichem Schmuck versehen. Die feine Kalligraphie wird von mehr als 360 Initialen auf zumeist ziseliertem Goldgrund gegliedert; jede Textseite ist zudem mit einer ornamentalen Bordüre verziert. So spiegelt das Gebetbuch Karls des Kühnen Seite für Seite Pracht und Luxus Burgunds wieder.

Gebetbuch Karl des Kühnen
1.290,00 EUR

Gebetbuch Karl des Kühnen

Das Berliner Stundenbuch der Maria von Burgund und Kaiser Maximilians

Entstanden: 1480, Brügge

Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin

Umfang: 726 Seiten

Format: 10,3 x 7 cm

Miniaturen: 27 ganzseitige Miniaturen, 11 größere Miniaturen, 36 Kleinbilder, 16 Ornamentseiten

Einband: Bordeauxroter Samt mit einer vergoldeten Schließe aus Sterlingsilber

Inkl. Kommentarband

Auflage: 980 nummerierte Exemplare

 

Die Verbindung der Häuser Habsburg und Burgund durch die Heirat zwischen Maria von Burgund, der einzigen Tochter und Erbin Karls des Kühnen, und dem Sohn Kaiser Friedrichs III., Maximilian, war trotz dahinter stehender politischer Erwägungen ein romantisch-idyllisches Intermezzo und führte zu persönlichem Liebes- und Familienglück.

 

Im Zuge dieser Verbindung aus dem Jahre 1477 entstand eine der schönsten Bilderhandschriften des burgundischen Fürstenhauses: Das Berliner Stundenbuch der Maria von Burgund und Kaiser Maximilians I.. Der Buchmaler erschließt Innenräume und weite Landschaften und tritt mit den besten Tafelmalern seiner Zeit in einen Wettstreit, bei dem die Buchkunst nicht selten triumphiert. Sogar der große Simon Bening hielt später so manche Bildidee aus dem Stundenbuch für zeitlos gültig.

Das Berliner Stundenbuch der Maria von Burgund und Kaiser Maximilians
598,00 EUR

Das Berliner Stundenbuch der Maria von Burgund und Kaiser Maximilians

Die Schatzbibel des Mittelalters

 

Umfang: 96 Seiten

Format: 18,6 x 14,9 cm

Entstehung: Um 1250

Miniaturen: 48 Ganzseitige Miniaturen auf leuchtendem Goldgrund

Inkl. Kommentarband

 

Dieses Band enthält eine Reihe von Miniaturen mit Szenen aus GENESIS und Exodus. Der Band wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts im Nordosten Flanderns in Frankreich illuminiert.

Das Schatzbibel des Mittelalters enthielt möglicherweise ursprünglich eine Reihe einleitender Miniaturen für einen Psalter, es ist jedoch wahrscheinlicher, dass es sich um ein Beispiel für eine seltene Art illustrierter Bibelsammlung handelt, die als „illustriertes Bibelbuch“ bekannt ist.

Die Schatzbibel des Mittelalters
1.290,00 EUR

Die Schatzbibel des Mittelalters

Das Perikopenbuch von St. Peter

Ein romanisches Meisterwerk aus dem früheren Besitz von St. Erentrud in Salzburg

 

Entstanden: Um 1150
Bayerische Staatsbibliothek

Umfang: 212 Seiten
Format: 22 x 31 cm

Miniaturen: 55 Miniaturen (davon 33 ganzseitig), 6 Seiten mit einem Verzeichnis der 71 Perikopen, 1 Initialzierseite und 81 figürliche und Rankeninitialen.
Einband: Lederdecke mit exakt vom Original abgenommener Prägung, Handheftung auf vier echte, erhabene Bünde, handumstochenes Kapital, 2 Metallschließen
Auflage: 480 nummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband

Antiquarisches Exemplar

 

Auf den 206 Seiten des Perikopenbuches von St. Peter breitet sich vor dem Betrachter ein Bild- und Dekorationsprogramm aus, das sowohl quantitativ als auch qualitativ seinesgleichen sucht. Von den Miniaturen, die den Lesungen zum Weihnachts- und Osterkreis, zu den Heilungs- und den Erweckungswundern Christi, den Marien- und Heiligenfesten sowie dem Fest der Kreuzauffindung und -verehrung vorangestellt sind, ist weit mehr als die Hälfte ganzseitig. Breite Rechteckrahmen mit ornamentierten Füllungen zwischen goldenen und silbernen Leisten fassen die biblischen Szenen wie Tafelbilder ein. Wertvolles Blattgold bildet die Hintergrundfolie für die großfigurigen Szenen, die in kräftigen, gebrochenen Deckfarben ausgeführt sind. Vereinzelte Architekturelemente und Landschaftsangaben dienen lediglich der Verortung des Geschehens. Würdevolle Figuren dominieren den symmetrischen Bildaufbau. Durch eine lebhafte Gebärdensprache und Blicke aus großen Augen treten sie zueinander in Beziehung und vermitteln so den Inhalt des Bildes und zugleich dessen emotionalen Ausdruck.

Perikopenbuch von St. Peter
1.980,00 EUR

Perikopenbuch von St. Peter

Bible moralisée

 

Entstanden:13. Jahrhundert

Umfang: 131 Seiten

Format: 26 x 34,4 cm

Miniaturen: 1032 prachtvolle vergoldete Miniaturen auf Pergamentpapier

Einband: Roter Samteinband mit Beschlägen

Auflage: 200 nummerierte Exemplare
Verlag: Imago

Inkl.: Kommentarband

 

 

Die berühmte Bible moralisée ist eine der prächtigsten gotischen Handschriften aus dem 13. Jahrhundert.

Die 131 Bildseiten sind geschmückt mit 1032 vergoldeten Miniaturen und einem ganzseitigen Vollbild, das mit der Darstellung Gottes als Architekt des Universums große Berühmtheit erlangt hat.

 

Die Bible moralisée ist auch ohne Text lesbar. Sie wurde durchgehend nach folgendem Schema gestaltet:

Auf jeder Seite sind 8 Medaillons zu einem Block zusammengefügt, der jeweils links und rechts von vier Textabschnitten begleitetet wird. Das Ganze wird durch einen schmalen Rahmen umschlossen.

Inhaltlich gehören jeweils zwei untereinander stehende Bildmedaillons und die sie begleitenden Texte zusammen. Im oberen Textabschnitt wird eine Passage aus der Bibel zusammengefasst oder paraphrasiert, in der Miniatur daneben ist die Szene dargestellt. Der Textabschnitt darunter enthält eine Auslegung des Bibeltextes, die wiederum illustriert ist. Der Bildzyklus ist jeweils vom Bildpaar links oben beginnend zu lesen, anschließend das Bildpaar rechts oben, dann das links unten und schließlich rechts unten.

 

Die einzigartige Wirkung dieser Bilderhandschrift geht von den vergoldeten, farbigen Bildmedaillons aus, in denen Szenen aus Büchern des Alten Testamentes dargestellt sind. Der Inhalt dieser Szenen ist schon allein durch diese Illustrationen lesbar; der begleitende Text fasst die jeweilige Passage zusammen oder paraphrasiert sie. Die Miniaturen überzeugen durch die Durchschlagskraft der Erzählung, ihre Eindeutigkeit und auch Drastik.

Bible moralisée
2.490,00 EUR

Bible moralisée

Das Passauer Evangelistar

 

Romanische Buchkunst in Gold und Silber

 

Entstanden: 1170–1180 in Passau (St. Nikola)
München, Bayerische Staatsbibliothek
Umfang: 88 Seiten
Format: ca. 32,5 × 22,5 cm
Miniaturen: 49 große Zierinitialen und 8 ganzseitige Miniaturen
Einband: Matt schimmerndes Gewebe aus Halbseide, das prachtvoll mit Tier- und Pflanzenmotiven gemustert ist, in einer Präsentationskassette aus Acrylglas
Auflage: 680 nummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband

 

 

Im 12. Jahrhundert entstanden in den Passauer Skriptorien kostbare Handschriften, die von weltlichen und geistlichen Fürsten hochgeschätzt wurden. Doch haben Brände und Erdbeben diese reiche Handschriftenüberlieferung fast zur Gänze ausgelöscht. Beim Brand von 1389 wurden die Bestände in der Bibliothek von St. Nikola fast vollständig vernichtet. Umso schätzbarer ist der Wert des Passauers Evangelistars, da es heute beinahe das einzige erhaltene Zeugnis für die künstlerisch hochstehende und eigenständige Passauer Buchmalerei aus der Zeit der Romanik ist.

Das Passauer Evangelistar ist das kongeniale Werk zweier Buchmaler, die Miniaturen und Initialen geschaffen haben. Sie sind benannt nach den Sujets ihrer Hauptminiaturen „Petrus-Meister“ und Ecclesia-Meister“. Die zwei Buchmaler sind deutlich von Stilelementen der byzantinischen Malerei beeinflusst.

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Das Passauer Evangelistar

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Aratea Vaticana

Umfang: 200 Seiten

Format: 23,2 x 15,1 cm

Erschienen: Zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts

Buchschmuck: 40 Diagramme und Miniaturen; 1 aufwändig gerahmte Incipit-Seite; 60 goldene Feldinitialien

Inkl. Kommentarband

 

Der Dichter Aratos von Soloi liefert mit seinem antiken Text des Phainomena, das Vorbild für das astronomische Lehrbuch, die Aratea Vaticana. Die Planeten, Himmelserscheinungen und Wetterzeichen, werden mit 40 großen goldgeschmückten Miniaturen erläutert und dargestellt.

Angefertigt wurde diese astronomische Handschrift für König Ferdinand I. von Nepal oder seinem Sohn Johannes. Sie ist ein perfektes Beispiel für ein literarisches und künstlerisches Zeugnis der Frührenaissance in Italien.

Kardinal Maffeo Baerberini, der später Papst Urban VIII. wurde, erteilte persönlich den Auftrag den einband mit Samt zu umhüllen und kostbar zu besticken.

Aratea Vaticana
1.298,00 EUR

Aratea Vaticana

Das Goldene Hildesheimer Kalendarium

Deutsche Buchmalerei zwischen Romanik und Gotik

Entstanden: 13. Jahrhundert
Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel
Umfang: 16 Seiten
Format: ca. 31 x 22,5 cm
Miniaturen: Vollständiger Kalender auf 9 Seiten sowie 2 ganzseitige Miniaturen
Einband: Brauner Ledereinband
Auflage: 980 Ausgaben

Inkl.: Kommentarband

 

Das Hildesheimer Kalendarium entstand im Skriptorium des Benediktinerklosters St. Michael in Hildesheim

Diese Prachthandschrift umfasst auf 9 Seiten einen vollständigen Kalender mit reichem Architekturschmuck und Tierkreiszeichen sowie 5 Darstellungen zum Leben Christi auf 2 Bildseiten.

Das außer-gewöhnliche Kalendarium spiegelt das harmonische Zusammentreffen eines sich wandelnden Kunstverständnisses in einer spannungsgeladenen, lebendigen Ausdrucksweise wieder.

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Das Goldene Hildesheimer Kalendarium

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Guido de Columnis - Der Trojanische Krieg

Entstanden: 15. Jahrhundert

Österreichische Nationalbibliothek, Wien

Format 37 x 27,5 cm

Umfang: 478 Seiten

Miniaturen: 343 großformatige mit Gold und Silber ausgeschmückte Miniaturen

Einband: Ledereinband mit vier Schließen und fünf Bünden, die Rahmenecken und die Buchdeckelmitte sind
mit einer Wirbelrosette in Echtgold besetzt.

Auflage: 980 nummerierte Exemplare

Inkl. Kommentarband

 

Im 13. Jahrhundert verfasste Guido de Columnis seine Historia destructionis Troiae: die Geschichte von der Zerstörung Trojas. Die Geschichten um die schöne Helena und den Helden Achill, Hector und Odysseus werden in den bezaubernden, reich mit Silber und Gold geschmückten Miniaturen wiedergegeben.

Guido de Columnis - Der Trojanische Krieg
1.200,00 EUR

Guido de Columnis - Der Trojanische Krieg

Wolfram von Eschenbach: Willehalm

Ein deutsches Heldenepos in goldenen Bildern

 

Entstanden: um 1320, Westdeutschland

Wien, Österreichische Nationalbibliothek

Umfang: 702 Seiten

Format: 31 x 22 cm

Miniaturen: 117 Miniaturen, 15 große Initialen

Einband: Leder, dem Charakter der Handschrift entsprechend

Inkl. Kommentarband

 

 

Dieses wohl berühmteste höfische Epos des Mittelalters zählt zu den meistgelesenen Dichtungen der Geschichte. Es wurde zu Beginn des 13. Jh.s von Wolfram von Eschenbach (1170–1220) verfasst, dem wohl bedeutendsten Vertreter mittelhochdeutscher Epik. Obwohl über sein Leben sehr wenig bekannt ist, gilt es doch als sicher, dass er dem Adelsstand angehörte. Seine herausragenden literarischen Werke inspirierten viele Literaten der folgenden Jahrhunderte. (Adeva)

Willehalm verteidigt seine Gemahlin Gyburc, die getaufte Tochter des Heidenkönigs Terramer, gegen das zu ihrer Befreiung angerückte Heidenheer; sie hatte Willehalm zuvor aus der Gefangenschaft befreit und war ihm in seine Heimat gefolgt. In der ersten Schlacht unterliegen die Christen. In den Vordergrund rückt dann die Gestalt des jungen Rennewart, des Bruders von Gyburc. Er tritt in Willehalms Dienste und trägt in der zweiten Schlacht mit gewaltigen Keulenschlägen entscheidend zum Sieg der Christen bei. (Adeva)

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Wolfram von Eschenbach: Willehalm

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Marco Polo: Buch der Wunder

 

Entstanden: Um 1410

Bibliotheque nationale, Paris

Format: 42 x 30 cm

Umfang: 192 Seiten

Miniaturen: 84 großformatige Miniaturen, zahlreiche kleine Goldinitialen im Tex

Einband: Brauner Lebereinband mit Königswappen und Rückenvergoldung

Auflage: 980 nummerierte Exemplare

Inkl. Kommentarband.

 

Beim Verlag vergriffen!

 

Der Entstehungsort der berühmten Bilderhandschrift über die abenteuerlichen Reisen des venezianischen Kaufmanns Marco Polo (1254-1324) mit 84 Miniaturen in herrlichen Farben und reichem Goldschmuck kann nur vermutet werden. Auftraggeber und ursprünglicher Besitzer war wohl Johann Ohnefurcht, Herzog von Burgund, der in den Inventaren des Herzogs von Berry als derjenige vermerkt ist, der dem Herzog das Prachtwerk geschenkt hat. Die großformatigen Miniaturen können zwei Stilgruppen zugeordnet werden. Der Boucicaut-Meister prägt eine von ihnen, unterstützt vom Mazarine-Meister, während die zweite Gruppe von der engen Zusammenarbeit des Egerton-Meisters und des Bedford-Meisters bestimmt wird. Die Geschichte, welche die Buchmaler illustrieren, ist die des Handelsreisenden Marco Polo. Die Wirklichkeitsschilderung und phantasievolle Ausschmückung verbindenden Berichte seines mutigen und mühevollen Abenteuers, das ihn 1271 von Venedig in dreieinhalb Jahren bis an den sagenumwobenen Hof des Mongolenherrschers Kublai Khan reisen ließ, faszinieren noch heute den Leser, wie sie bereits Kolumbus beeinflussten, der selbst ein Exemplar der Handschrift besaß.

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Marco Polo - Das Buch der Wunder

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