Neuzugänge
Book of Kells
Entstehung: um 800 in Irland, wahrscheinlich auf der Insel Iona
Triniti College, Dublin
Format: 33 x 25 cm
Umfang: 678 Seiten
Miniaturen: 678 mit Miniaturen, Initialen und Symbolen farbig ausgeschmückte Seiten.
Auflage: 1480 Exemplare
Inkl. Kommentarband
Mystisches Zeugnis frühen irischen Christentum
Irische Mönche waren es, die nach der stürmischen Völkerwanderungszeit den christlichen Glauben durch ihre aufopfernde Missionierung während des 5. bis 7. Jahrhunderts in Europa verbreiteten. Die uralte irisch-keltische Kultur vermischte sich mit den von den Mönchen von ihren weiten und gefährlichen Reisen mitgebrachten Eindrücken. In dieser Zeit, die man oft "die Zeit der Heiligen und Gelehrten nennt", bildeten irische Klöster einflussreiche kulturelle und geistige Zentren Europas. Auf dem Höhepunkt irischer Mönchskultur entstand ihr kostbarstes Werk - das Book of Kells.
Faszination Heilpflanzen
Entstanden: zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts
Format: 28,0 x 20,0 cm
Umfang: 340 Seiten
Abbildungen: über 500 Abbildungen
Einband: Braunes Leder mit Bronzeplatte auf Vorderdeckel
Auflage: limitiert auf 299 Exemplare
Verlag: Imago
inkl. deutschem Kommentar
Eine der berühmtesten Schriften zur Medizin und Heilkunde des Mittelalters.
Dieses Werk des berühmten Mediziners Matthäus Platearius hat über 500 Pflanzen, Kräuter und andere Heilmittel auf 340 Seiten. Sie sind alphabetisch angeordnet was keines Falls die Regel war. Der Text bietet umfangreiche, faszinierende Angaben zu ihrer Gewinnung, Anwendung und Wirkung im menschlichen Körper. Diese prachtvolle Luxusausgabe von Matthäus Platearius des berühmten Arztes aus der Schule von Salerno beinhaltet über 500 Kräuter und andere Heilmittel mit Anleitung zur Herstellung, Anwendung und Wirkung.
Die Trinity-Apokalypse
Entstehung: Mitte des 13. Jahrhunderts
Trinity College in Cambridge
Format: 43,2 x 30,5 cm
Umfang: 62 Seiten
Miniaturen: 71 großformatige Miniaturen
Einband: weißer Einband aus Ziegenleder mit Goldprägungen, Vorder- und Rückendeckel tragen das Wappen des englischen Königshauses.
Das Faksimile wird in einem Schuber aus Acrylglas geliefert.
Limitiert auf 980 Exemplare
Inkl. Kommentarband
Die Trinity-Apokalypse ist das prächtigste Exemplar in der langen Reihe englischer Bilderhandschriften der Geheimen Offenbarung. Großformatige Miniaturen in harmonischer Farbabstimmung zeichnen die prachtvollste Apokalypsen-Bildhandschrift der Gotik aus. Einmalig ist der französische Text mit der eigens für diese Handschrift adaptierten Auslegung der Geheimen Offenbarung. Jede Miniatur wurde sehr detailreich angefertigt. Dieses spiegelt sich in den ausdrucksstarken Gesichtern der Personen wieder, die in diesem Werk charakterisiert wurden. In vielen Miniaturen der Trinity-Apokalypse treten Könige, Ritter und Edelfrauen auf, alle prachtvoll gerüstet und gewandet. Sie illustrieren nicht nur die Visionen des Johannes, sondern könnten in ihrer dramatischen Kraft gleichermaßen Bestandteil eines Ritterromans sein
Das Lobgedicht auf Robert von Anjou – Leder-Ausgabe
Entstanden: um 1340
Wien, Österreichische Nationalbibliothek
Format: 48,5 x 34,4 cm
Umfang: 72 Seiten
Miniaturen: 43 großformatige Miniaturen, reich ausgestattet mit ziseliertem Gold und Silber
Einband: Ganzleder-Einband, von Hand gefertigt, aus glattem hellem Leder, mit vom Original abgenommenen Prägemuster.
Auflage: 300 nummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband
Mit dem um 1340 entstandenen Lobgedicht auf Robert von Anjou, König von Neapel (1278–1343), hütet die Österreichische Nationalbibliothek eines der wichtigsten Zeugnisse der mittelalterlichen Herrschaftsinszenierung und zugleich eines der herausragendsten Beispiele der Buchmalerei des 14. Jahrhunderts.
Das Lobgedicht auf Robert von Anjou stellt den König als idealen Herrscher dar, der allein fähig sei, Italien unter seiner Herrschaft zu einen. Denn Italien ist zerrissen: Robert soll als zukünftiger Herrscher die Verhältnisse seiner Zeit ordnen. Der Verfasser beklagt, dass Italien im Gegensatz zu anderen Staaten keinen König habe; ebenso prangert er die Abwesenheit der Päpste von Rom während ihres „Babylonischen“ Exils in Avignon (1309–1376) an.
Die Miniaturen stellen den „idealen“ Hofstaat Roberts vor: Allegorien Italiens und italienischer Städte sowie Tugenden, die den König als idealen Herrscher preisen. So treten die für ihr Land bittende Italia oder mythologische Gestalten der Antike vor den Thron Roberts. Der König sieht sich selbst als von Gott für seine Aufgabe auserwählt, Italien zu einen. Entsprechend wird in mehreren großartigen Miniaturen der himmlische Hofstaat dem seinen gegenübergestellt.
Der Goldene Münchner Psalter
Entstanden: Um 1200/10, Oxford
Format: 28 x 19,5 cm
Umfang: 332 Seiten
Miniaturen: 91 ganzseitige Miniaturen, goldener Initialschmuck mit einer ganzseitigen, zehn halbseitigen und über 180 mehrzeiligen Initialen
Einband: helles Veloursledereinband mit zwei Messingschließen
Inkl. Kommentarband
Auflage: 680 limitierte Exemplare
Bilderzyklen von einmaliger Ausführlichkeit illustrieren die Geschichten aus dem Alten und Neuen
Testament und machen diesen Psalter zu einer wahren Bilderbibel. Der Kalender zu Beginn ist mit 24 Bildmedaillons geschmückt. Initialzierseiten, historisierte oder ornamentierte, mehrzeilige, farbige
und goldene Initialen und farbiger Zeilenschmuck auf allen Seiten runden den opulenten Eindruck ab.
Gegen Ende des 12. Jahrhunderts manifestierte sich bei der gebildeten Oberschicht der Wunsch nach Büchern zur privaten Andacht. Aufgrund seines überschaubaren Textumfangs sowie der täglichen
Verwendung im Gottesdienst erfreuten sich die im Psalter zusammengestellten 150 Psalmen, also Gebete und Gesänge, rasch wachsender Beliebtheit. Die Verbreitung der Psalterien stieg in dieser Zeit in
England und Nordfrankreich geradezu sprunghaft an. Rund die Hälfte der Psalmen wird König David (um1000 v. Chr.) zugeschrieben. Daher zeigt der Goldene Münchner Psalter ein Autorenportrait und hält
zahlreiche Stationen aus Davids Leben in Miniaturen und Medaillons fest.
Das Gebetbuch der Päpste
Entstanden: 15. Jahrhundert
Biblioteca Apostolica Vaticana (Vatikanstadt)
Umfang: 284 Seiten
Format: 25 x 18 cm
Miniaturen: 51 Miniaturen
Einband: Ledereinband mit Metall-Wappen, goldgeprägter Deckelbordüre in Schatulle
Auflage: 999 nummerierte Exemplare
ArtCodex, Modena, 2015
Das Gebetbuch der Päpste sind ein reich illustriertes und goldverziertes Stundenbuch für Papst Gregor XIII. aus dem 16. Jahrhundert
Das Moskauer
Stundenbuch
Ein Glanzlicht der Pariser Buchmalerei in Gold und Silber
Entstanden: 15. Jahrhundert in einer Pariser Meisterwerkstatt
Russische Staatsbibliothek
Format: 18,5 cm x 13,5 cm
Umfang: 470 Seiten
Miniaturen: 17 großformatigen Miniaturen, 24 Bilder zum Kalenderzyklus, über 170 Seiten Bordürendekor
Einband: Brauner Ledereinband mit Echtgoldprägung, Original-Schmuckkassette aus feinstem Rindsleder
Inkl. Kommentarband
Auflage: Limitiert auf 980 Exemplare
Das Moskauer Stundenbuch diente als Andachts- und Gebetsbuch für das Stundengebet. Gedacht war es für Laien, aber später wurde es auch vom reichen Adel genutzt und diente im Spätmittelalter als privates Andachtsbuch.
Der Auftraggeber ist bis heute unbekannt. Doch lässt sich aufgrund des Wappen und innerhalb der Miniaturen darauf schließen, dass es sich um eine Person von hohem Rang handelt muss.
Die Miniaturen geben Aufschlüsse auf mindestens zwei Buchmaler. Eine deutliche Beeinflussung des Pariser Buchmaler Coëtivy zeigen die Landschaften mit ihren Burgen und Wäldern, der zu seiner Nähe zur niederländischen Malerei bekannt ist.
Bei der Miniatur des Evangelisten Markus lassen sich Bezüge zur Rogier van der Weyden erkennen. Eine solch aufwändige architektonische Gestaltung war vor allem bei den niederländischen Meistern sehr beliebt.
Leben der Jungfrau Maria
La Vida de la Virgen María
Entstanden: 1548, Frankreich
Bibliothèque municipale (Rouen, Frankreich)
Umfang: 46 Seiten
Format: 32,2 × 25,0 cm
Miniaturen: 21 ganzseitige und 2 kleinere Miniaturen in goldenen Rahmen werden von Texten in üppig dekorierten Kartuschen begleitet
Auflage: 595 Exemplare
Orbis Mediaevalis – Madrid, 2012
Eine königliche Handschrift. Entstanden im Jahr 1548 in Frankreich als ein Werk des berühmten Jean Hubert, ist diese Handschrift ein Werk der Renaissance. Der französische König Francois I. war es, der dieses Wunderwerk zum Leben der Jungfrau Maria in Auftrag gab. Die 46 Seiten der sind bebildert mit Malereien und ganzseitigen Miniaturen.
König Francois I. (1494–1547),
1515 zum König von Frankreich gekrönt, gilt als der König der Renaissance. Er war ein Förderer der Künste.
Immendorff-Bibel mit Skulptur
Ausgabe vom CORON-Verlag von 2006
Altes und Neues Testament auf 931 Seiten
Format: 36 x 27 cm
30 Farbillustrationen von Jörg Immendorff
Original-Bronze-Skulptur "Affe mit Ring" von ca. 25 cm Höhe
Acryl-Podest mit Metallschiene, ca. 16 x 16 x 6 cm
Schwarzer Ledereinband mit Affen im Profil
Rundum-Echtsilberschnitt
Limitiert auf 998 Exemplare
Beim Verlag vergriffen!
Kurz vor seinem Tod (28.05.2007) gestaltete und signierte Prof. Jörg Immendorff diese Bibel-Ausgabe. Ein besonderes Merkmal dieser Bibel kennzeichnet das Lieblingsmotiv Immendorffs - der Affe, der nach einem Ring (beschriftet mit GOTT) greift. Immendorff erklärte dazu: "Er wollte "keine Illustration im herkömmlichen Sinn, sondern sucht die persönliche Auseinandersetzung mit den Grundlagen des Menschenseins."
Stundenbuch der Katharina von Kleve
Entstanden um 1440
New York, Pierpont Morgan Library
Format: 19,2 x 13,0 cm
Umfang: 714 Seiten
Miniaturen: 25 ganzseitige und 132 halbseitige Miniaturen
Einband: Brauner Ledereinband mit Schmuckstein und vergoldeten Schließen
3-seitig Goldschnitt
Auflage: Limitiert auf 980 Exemplare
Inkl. deutscher Kommentarband
Um 1430 entstand für die Herzogin von Geldern in Utrecht, vielleicht aber auch in Nimwegen, ein prachtvolles Stundenbuch, das in Umfang und Qualität auch in der Spätzeit der Buchmalerei seinesgleichen sucht. Für die Enkelin des Burgunderherzogs Johann Ohnefurcht, Katharina von Kleve, schuf der nach ihr benannte Meister eine Bilderhandschrift, die zu den reichsten und künstlerisch am qualitätsvollsten illuminierten Handschriften des 15. Jahrhunderts zählt.
Wir wissen nicht, wer der Auftraggeber für dieses prachtvolle Stundenbuch war, die Vermutung aber liegt nahe, dass es für Katharina von Kleve zu ihrer Hochzeit mit Arnold von Egmont, Herzog von Geldern, geschrieben, gemalt und illuminiert worden ist.
Katharina entstammte einer Familie, die mit den großen Fürstenhäusern Europas in einem genannt wurde. Ihre Mutter war Maria von Burgund, die Tochter von Johann Ohnefurcht und Frau Arnolds von Kleve. Katharina war eine äußerst selbstbewusste Frau, die – unterstützt von Philipp dem Guten – für lange Zeit die Macht in Geldern an sich nahm, um die Misswirtschaft ihres Mannes zu beenden.
Bis in die kleinsten Einzelheiten spätmittelalterlicher Sachkultur hinein ist das Ambiente der Figuren geschildert.
In den Rändern der einzelnen Seiten tauchen Münzen, Muscheln und Krabben, streitende Hähne, Fische, Schmetterlinge, Blumen und Insekten aller Art auf. Vogelkäfige und Reusen bilden zusätzlich anspruchsvolle Rahmen, in denen wir aber auch Bilder zur Jagd und Fischerei, eine melkende Bäuerin oder eine ganze Backstube finden
Der Dresdner Sachsenspiegel
924 phantastische Bildstreifen über das mittelalterliche deutsche Recht
Entstehung: Vermutlich zwischen 1347 und 1363, Meißen.
Dresden, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek
Umfang: 184 Seiten
Format: 33 x 26 cm
Miniaturen: 924 Bildstreifen, 176 Seiten mit Goldwiedergabe, alle Blätter sind originalgetreu randbeschnitten
Einband: Halbleder mit echten Bünden, Holzdeckeln und zwei Schließen
ADEVA
Inkl. Komment.- und Textband
Die deutsche Rechtsgeschichte wurde von keinem anderen Buch so geprägt, wie durch den Sachsenspiegel. Der zwischen 1220 und 1235 von Eike von Repgow verfasste Sachsenspiegel ist das bedeutendste Rechtsbuch des deutschen Mittelalters. Der Text des Sachsenspiegels regelte die Rechtsverhältnisse nahezu aller Personengruppen und -schichten, von Fürsten und Rittern, Bauern und Geistlichen. Der Dresdener Sachsenspiegel gilt mit seiner qualitätsvollen Zeichnung, seiner reichen Ausstattung mit Gold und der großen Anzahl an Bildern als der künstlerische wertvollste unter den vier illuminierten Codices.
Chansonnier de Jean de Montchenu
Entstanden: Frankreich um 1475
Bibliothèque nationale de France
Umfang: 144 Seiten
Format: 22 x16 cm
Miniaturen: 2 ganzseitige Miniaturen, 127 Seiten mit Illustrationen von Pflanzen, Tieren und mythologischen Wesen, reiches Golddekor
Einband: Herzförmig in rotem Samt
Auflage:1380 nummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband
Wahrscheinlich um 1475 wurde diese Handschrift, eine Sammlung italienischer und französischer Liebeslieder (und eines spanischen), für Jean de Möndchen, Adeliger, Apostolischer Protonotar, Bischof von Agens (1477) und Visiers (1478-1497) geschaffen.
Ist das Buch geschlossen, hat es die Form eines Herzens. Wird es geöffnet, nimmt es die Gestalt eines Schmetterlings an, gebildet aus den Herzen zweier sich Liebenden, die in ihren Liedern Liebesbekundungen austauschen. Wie leicht vorstellbar, ist bereits die herzförmige Kontur der Handschrift eine Rarität. Einzigartig jedoch sind die bei ihrer Öffnung sichtbare Darstellung zweier verbundenen Herzen und das reichhaltige Dekor.
Die Lieder in französischer und italienischer Sprache, geschrieben für verschiedene Stimmen, sind das Werk einiger der besten mittelalterlichen Tondichter und Musiker. Guillaume Dufay und Johannes Ockeghem, die führenden Komponisten in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, zählen dazu. Guillaume Dufay (1397-1474), vom Papst ernannter Kanoniker in Cambrai und Mons, schuf gleicherweise geistliche und weltlich-höfische Musik, Messen und Motetten sowie französische Chansons. Johannes Ockeghem (1410-1497), flämischer Komponist und Kleriker, Sanger am Hof des französischen Königs Karl VII., Schatzmeister der Kirche St. Martin in Tours und Diplomat des Papstes, war einer der herausragendsten Bassisten seiner Zeit.
Im Codex stehen sich zwei ganzseitige Miniaturen gegenüber. In der ersten schließt Liebesgott Cupido mit seinen Pfeilen auf eine junge Dame, während die Schicksalsgöttin Fortuna das Lebensrad dreht. In der zweiten nähern sich die Verliebten einander. Pentagramme, Musik und Liebesgedichte sind umgeben mit Illustrationen von Tieren, Vögeln, Hunden und Katzen sowie aller Arten von Blumen und Pflanzen, erhöht durch die reiche Verwendung von Gold. Zu Harmonie und Eleganz des Codex trägt auch der Einband aus blutrotem Samt bei, der dieses „Buch des Herzens“ umschließt.
Die Reisen des Ritters Jean de Mandeville
Entstanden:
Zwischen 1410 und 1412 in Paris
Bibliothèque nationale de France (Paris, Frankreich)
Umfang: 168 Seiten
Format: 42,1 x 30 cm
Miniaturen: 74 Miniaturen
Auflage: 900 nummerierte Exemplare
Im Livre des merveilles, dem Buch der Wunder, einer der schönsten Prachthandschriften, die im zweiten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts entstanden ist, nimmt das Buch von den Reisen des Ritters Jean de Mandeville neben anderen bedeutenden Werken über den Fernen Osten einen wichtigen Teil ein.
Die prachtvolle Zimelie mit Texten über die Länder und Wunder des Nahen und Fernen Ostens wurde für Johann Ohnefurcht vollendet. Am Buch von den Reisen des Ritters Jean de Mandeville waren einige der berühmtesten und talentiertesten Buchmaler wie der Mazarine-, der Cité-des-dames- und der Egerton-Meister beteiligt, die mit ihrer Innovationskraft und Kunstfertigkeit in der Lage waren, die ungewöhnlichen Bildthemen über die Wunder der Erde, für die es so gut wie keine Vorlagen gab, in einer Zeit auszuführen, in der nach realistischer Wiedergabe gestrebt wurde und man begann, eine dreidimensionale Auffassung des Raumes malerisch zu erschließen.
Für die Menschen, die das Buch lasen, gab es keinen Grund an der Welterfahrung des vermeintlichen Autors zu zweifeln; er nennt sich im Text selbst: Jean de Mandeville, ein englischer Ritter, der 1322 aufbrach und erst 1356 in seine Heimat zurückgekehrt sei, nachdem er dreißig Jahre lang nahezu alle Länder der Welt durchreist habe.
Bis heute ist nicht gesichert, wer sich hinter dem Pseudoym „Jean de Mandeville“ verbirgt. Möglicherweise war es der Benediktinermönch Jean d’Ypres (Jean le Long), dem wir auch die Übersetzung vieler lateinischer Texte des 13. Jahrhunderts ins Französische verdanken, die sich mit den Pilgerstätten des Nahen und den wundersamen Ländern des Fernen Osten befassen.
Apokalypse der Herzöge von Savoyen
Entstanden: Zwischen 1428 und 1490
El Escorial, Real Biblioteca del Monasterio (Spanien)
Umfang: 104 Seiten
Format: 41,5 x 26,8 cm
Miniaturen: 97 Miniaturen
Einband: Rotes Leder auf Holzdeckeln mit 2 Schließen
Auflage: 666 nummerierte Exemplare
Patrimonio Nacional/Club Bibliofilo Versol
Inkl. spanischer Kommentarband
Die Apokalypse der Herzöge von Savoyen zählt zu den schönsten religiösen Handschriften des 15. Jahrhunderts. Der Herzog von Svoyen, Amadeus VIII., gab den Codex im Jahr 1428 bei Jean Bapteur, dem wohl berühmtesten Buchgestalter seiner Zeit, in Auftrag. Ihm wurden 47 Illustrationen nachgewiesen. Ab 1433 stand ihm der ebenbürtige Peronat Lamy zur Seite und sie gestalten gemeinsam weitere Illustrationen.
Die Handschrift stellt eine Kurzfassung der Johannesapokalypse mit Kommentaren und Erläuterungen dar, die vom Mönch Berengaudus stammen. Die Schrift wurde in schwarzer und roter Tinte verfasst, wobei die rote Tinte bedeutsames im Text hervorhebt. Die Initialen, die jeweiligen Großbuchstaben, welche einen neuen Absatz bzw. einen neuen Textteil einleiten, sind reich verziert. Die Randverzierungen weisen pflanzliche und tierische Motive auf, auch der Evangelist Johannes ist immer wieder abgebildet.Insgesamt 97 Miniaturen verzieren fast jede Seite des Codex. Heute wird das Original in der Real Biblioteca del Monasterio in San Lorenzo de El Escorial, Spanien unter der Signatur ms. Vit. I aufbewahrt.
Das Tacuinum Sanitatis
Entstanden: um 1490, Venedig
Wien, Österreichische Nationalbibliothek
Umfang: 82 Seiten
Format: 17,5 x 26,5 cm
Miniaturen: pro Seite 4 Miniaturen, insgesamt 294 Miniaturen
Einband: Leder
Auflage: 980 nummerierte Exemplare
Der Codex Vindobonensis 2396 ist dem Buchtyp der sogenannten Tacuinum Sanitatis-Handschriften zugeordnet. Die Tradition, solche Gesundheitsbücher in tabellarischer Übersicht anzulegen, geht auf das arabische Werk Taqwin As-Sihha des Arztes Ibn Bôtlan zurück, der in der Mitte des 11. Jh.s in Bagdad lebte. Wohl am Hofe König Manfreds von Sizilien (1258–1266) wurde von der arabischen Originalfassung eine lateinische Übersetzung hergestellt. Diese Tabellen waren ursprünglich nicht illuminiert, verschmolzen aber mit den reinen Bilderhandschriften, den Herbarien antiker Tradition, zu dem vorliegenden neuen Buchtyp.
Das hier wiedergegebene Wiener Tacuinum Sanitatis ist die umfangreichste und geordnetste Rezeptsammlung für den „Hausgebrauch“ aller bisher bekannten bebilderten Tacuina Sanitatis. Alle 294 Einzelkapitel sind mit Bildern versehen.
Diese „Gesundheitstafeln in Tabellenform“ gehen wohl auf das Vorbild der arabischen astronomischen Tafeln zurück. Die ursprüngliche Tabellenform des Ibn Bôtlan war so angelegt, dass in der waagrechten Reihe jeweils „Name, Natur, besser ist …, Nutzen, Schaden, Verhütung des Schadens, Lebensalter, Gelehrtenzitate“ angeführt waren, in senkrechter Reihe die Angaben für meist sieben Drogen oder Verhaltensweisen, ein System, das den Vorteil hatte, eine gewünschte Angabe jeweils nur in einer Spalte suchen zu müssen.
Die Handschriften verfügten jedoch nur selten über Indizes zur raschen Auffindung der Pflanzen und anderer Begriffe. Auf antikem Wissensgut von Plato und Aristoteles aufbauend, schien sich die Materie aus vier Elementen aufzubauen, die mit den heutigen Aggregatzuständen der Physik verglichen werden können, wobei diesen vier Elementen unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben wurden:
Erde: trocken und kalt (fest)
Wasser: nass und kalt (flüssig)
Luft: nass und warm (gasförmig)
Feuer: trocken und heiß (plasmaartig)
Aus dieser 4-Elementenlehre wurde dann die „4-Säfte-Lehre“ abgeleitet, in der eine Krankheit als Störung der Körpersäfte angenommen wurde und in der es dann zur Aufgabe des Heilenden zählte, dieses „Gleichgewicht der Säfte“ und damit die Gesundheit wiederherzustellen. Von Hippokrates werden als derartige Körpersäfte genannt: Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle.
Dem heutigen Leser dieses oder anderer „Tacuina Sanitatis“ werden hier manche Mittel und Methoden zu einer gesunden Lebensführung begegnen, die auch heute noch angewendet und praktiziert werden und deren Ursprung bei den „alten Meystern“ der Heilkunst längst vergessen wurde. (Quelle ADEVA)
Der Ildefonso Codex aus Parma
Entstanden: Zwischen 1090 und 1100
Format: 23,0 × 15,8 cm
Umfang: 224 Seiten
Herkunft: Frankreich
Buchschmuck: 9 ganzseitige Miniaturen, 16 halbseitige Miniaturen, 10 Portraits der Propheten, 9 große Initialen, 28 Initialen und viele andere Verzierungen.
Limitierte Auflage: 499 Exemplare.
Inkl. Kommentarband.
Der Parma Ildefonsus ist zwischen 1090 und 1110 in der französischen Abtei Cluny entstanden. Das prachtvolle Werk enthält umwerfend schöne Illustrationen.
Jede Seite des Werkes ist mit Gold, Silber und Purpur ausgestattet. Zwischen 1090 und 1110 wurde in der Abtei der Französischen Stadt Cluny eine herausragende Handschrift hergestellt.
Der Pariser Alexanderroman
Entstanden: ca. 1420/25, Paris
British Library, London
Umfang: 194 Seiten
Format: ca. 28,4 x 19,5 cm
Miniaturen: 86 Miniaturen, mehr als 100 mehrzeilige goldene Initialen
Einband: Brauner Ledereinband mit drei feinen goldgeprägten Rahmenlinien sowie dem Wappen des
letzten Besitzers, König Georg II, auf dem Vorderdeckel.
Auflage: 680 handnummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband
Der Pariser Alexanderroman gilt zweifelsohne als eine der prachtvollsten Alexander-Handschriften des ganzen Mittelalters. Die 86 Miniaturen sind fast auf jedem Blatt der Handschrift zu finden. Sie erzählen in ihrer Schönheit der gotischen Bildersprache von der mythischen Abkunft Alexanders, dem Unterricht bei Aristoteles. Die Schlachten gegen den Perserkönig Darius sind in den Miniaturen wiedergegeben sowie Bilder Alexanders Zug bis nach Indien. Der Alexanderroman ist in Altfranzösisch verfasst.
Turnierbuch für René d´Anjou
Entstanden: Um 1446 in Frankreich
Umfang: 108 Seiten
Format: 37,0 × 27,0 cm
Miniaturen: 90 Federzeichnungen
Einband: Eigens hergestelltes Marmorpapier
Auflage: 580 Exemplare
Ein Turnier war nicht nur ein sportlicher Wettbewerb. Die Kämpfer haben Werte wie Würde, Beständigkeit und Tapferkeit eines ganzen Standes repräsentiert.Es waren Veranstaltungen bei denen es um Selbstdarstellung und Selbstbestätigung einer Kerngruppe der Gesellschaft ging. René d'Anjou, König von Neapel und Sizilien, Herzog von Anjou, Bar und Lothringen, veranstalte Turniere, die im ganzen Land bekannt waren und hohes Ansehen genossen haben. Diese von ihm in Auftrag gegebene Handschrift beschreibt ein fulminantes Turnier, zu dem er 1446 die Elite des französischen Hochadels eingeladen hatte. Die zahlreichen Verse beschreiben sehr detailliert die Waffen und Kleidung der Ritter. In 90 meisterhaft Federzeichnungen, wurden die entschiedensten Momente des Turniers für die Nachwelt festgehalten
Musterbuch des Giovannino de Grassi
Entstanden: Ende des 14. Jahrhunderts
Biblioteca Civica Angelo Mai, Bergamo
Umfang: 62 Seiten
Format: ca. 22 x 17 cm
Miniaturen: 77 Zeichnungen exotischer Tiere sowie 24 Buchstaben
Einband: Der Einband ist eine getreue Nachbildung des Originaleinbandes aus steifem Karton. Eine Umschlagtasche aus feinstem rotbraunem Velours dient als Schutz des Musterbuchs. Die
Lieferung erfolgt in einer repräsentativen Buchkassette.
Auflage: 999 nummerierte Ausgaben
Inkl. Kommentarband
Der Baumeister des Mailänder Doms schuf Ende des 14. Jahrhunderts das Vorlagenbuch, bedeutendstes Beispiel spätgotischer italienischer Kunst. 77 realistische Zeichnungen exotischer Tiere aber auch Menschen in typischen Haltungen, sowie 24 Buchstaben höchster Güte dienten vielen Künstlern als Vorlage.
Der im ausgehenden 14. Jahrhundert am Hofe der Visconti entstandene Codex, ein sogenanntes Musterbuch, geschaffen vom Baumeister des Mailänder Doms – Giovannino de Grassi - , beinhaltet insgesamt 77 Zeichnungen und 24 Buchstaben des Alphabets. Er war ein echter Universalkünstler: neben seiner Tätigkeit als Zeichner und Bildhauer war er auch Dombaumeister des prachtvollen Mailänder Domes.
Die Berry Apokalypse
85 einzigartige Miniaturen für den Duc de Berry
Entstanden: Um 1410 in Paris
Morgan Library & Museum in New York
Umfang: 174 Seiten
Format: ca. 30,2 x 20,8 cm
Miniaturen: 85 großformatige Miniaturen und zahlreiche Initialen
Einband: Samteinband in edlem dunklen Orange mit gravierten Silberbeschlägen und Silberschließe, in Luxuskassette
Auflage: 900 nummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband
Antiquarisches Exemplar
Um 1410 entsteht in Paris eine der spannendsten Handschriften des 15. Jahrhunderts, geschaffen von einem unbekannt gebliebenen Meister, der nach diesem großartigen Kunstwerk benannt ist: die faszinierende Berry-Apokalypse. Die Berry-Apokalypse ist laut Experten eine der beeindruckendsten Handschriften aus der Sammlung des Duc de Berry. Dieser Bilderzyklus zur Geheimen Offenbarung gehört zu den bilderreichsten Handschriften aus der bedeutenden Sammlung dieses größten Bibliophilen des Spätmittelalters.
Die Miniaturen sind von besonderer Qualität und Dramatik, die den Inhalt des visionären Textes wiedergeben. Die künstlerische Umsetzung ist in Stil und Ikonographie einzigartig und lädt den Betrachter ein, sich auf das Wesentliche des Inhaltes zu konzentrieren: der Fokus wird in den Bildszenen ganz klar auf die darstellenden Figuren und Ereignisse gelegt. Der Text ist in Mittelfranzösisch verfasst und die Miniaturen, stets auf der zugehörigen Seite links vom Text positioniert, werden häufig von lateinischen Rubriken erläutert. Auf den biblischen Text folgen Ausschnitte der Interpretation von Berengaudus zur geheimen Offenbarung.
Die Schatzbibel des Mittelalters
Umfang: 96 Seiten
Format: 18,6 x 14,9 cm
Entstehung: Um 1250
Miniaturen: 48 Ganzseitige Miniaturen auf leuchtendem Goldgrund
Inkl. Kommentarband
Dieses Band enthält eine Reihe von Miniaturen mit Szenen aus GENESIS und Exodus. Der Band wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts im Nordosten Flanderns in Frankreich illuminiert.
Das Schatzbibel des Mittelalters enthielt möglicherweise ursprünglich eine Reihe einleitender Miniaturen für einen Psalter, es ist jedoch wahrscheinlicher, dass es sich um ein Beispiel für eine seltene Art illustrierter Bibelsammlung handelt, die als „illustriertes Bibelbuch“ bekannt ist.
Das Passauer Evangelistar
Romanische Buchkunst in Gold und Silber
Entstanden: 1170–1180 in Passau (St. Nikola)
München, Bayerische Staatsbibliothek
Umfang: 88 Seiten
Format: ca. 32,5 × 22,5 cm
Miniaturen: 49 große Zierinitialen und 8 ganzseitige Miniaturen
Einband: Matt schimmerndes Gewebe aus Halbseide, das prachtvoll mit Tier- und Pflanzenmotiven gemustert ist, in einer Präsentationskassette aus Acrylglas
Auflage: 680 nummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband
Im 12. Jahrhundert entstanden in den Passauer Skriptorien kostbare Handschriften, die von weltlichen und geistlichen Fürsten hochgeschätzt wurden. Doch haben Brände und Erdbeben diese reiche Handschriftenüberlieferung fast zur Gänze ausgelöscht. Beim Brand von 1389 wurden die Bestände in der Bibliothek von St. Nikola fast vollständig vernichtet. Umso schätzbarer ist der Wert des Passauers Evangelistars, da es heute beinahe das einzige erhaltene Zeugnis für die künstlerisch hochstehende und eigenständige Passauer Buchmalerei aus der Zeit der Romanik ist.
Das Passauer Evangelistar ist das kongeniale Werk zweier Buchmaler, die Miniaturen und Initialen geschaffen haben. Sie sind benannt nach den Sujets ihrer Hauptminiaturen „Petrus-Meister“ und Ecclesia-Meister“. Die zwei Buchmaler sind deutlich von Stilelementen der byzantinischen Malerei beeinflusst.
Das Passauer Evangelistar
Aratea Vaticana
Umfang: 200 Seiten
Format: 23,2 x 15,1 cm
Erschienen: Zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts
Buchschmuck: 40 Diagramme und Miniaturen; 1 aufwändig gerahmte Incipit-Seite; 60 goldene Feldinitialien
Inkl. Kommentarband
Der Dichter Aratos von Soloi liefert mit seinem antiken Text des Phainomena, das Vorbild für das astronomische Lehrbuch, die Aratea Vaticana. Die Planeten, Himmelserscheinungen und Wetterzeichen, werden mit 40 großen goldgeschmückten Miniaturen erläutert und dargestellt.
Angefertigt wurde diese astronomische Handschrift für König Ferdinand I. von Nepal oder seinem Sohn Johannes. Sie ist ein perfektes Beispiel für ein literarisches und künstlerisches Zeugnis der Frührenaissance in Italien.
Kardinal Maffeo Baerberini, der später Papst Urban VIII. wurde, erteilte persönlich den Auftrag den einband mit Samt zu umhüllen und kostbar zu besticken.
Guido de Columnis - Der Trojanische Krieg
Entstanden: 15. Jahrhundert
Österreichische Nationalbibliothek, Wien
Format 37 x 27,5 cm
Umfang: 478 Seiten
Miniaturen: 343 großformatige mit Gold und Silber ausgeschmückte Miniaturen
Einband: Ledereinband mit vier Schließen und
fünf Bünden, die Rahmenecken und die Buchdeckelmitte sind
mit einer Wirbelrosette in Echtgold besetzt.
Auflage: 980 nummerierte Exemplare
Inkl. Kommentarband
Im 13. Jahrhundert verfasste Guido de Columnis seine Historia destructionis Troiae: die Geschichte von der Zerstörung Trojas. Die Geschichten um die schöne Helena und den Helden Achill, Hector und Odysseus werden in den bezaubernden, reich mit Silber und Gold geschmückten Miniaturen wiedergegeben.